Satanische Magie

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khezef
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Re: Satanische Magie

Beitrag von khezef »

Lady Mortica hat geschrieben:Du kannst dir die ursprüngliche Bedeutung von Satan aneignen, falls sie dir unbekannt ist.
Wenn ich etwas anderes als die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes festmache, dann ist das völlig willkürlich und hat mit dem ursprünglichen Sinn nur noch sehr wenig bis gar nichts mehr zu tun. Damit verfällt der Wert dieses Namens und seine Bedeutung, denn ich könnte quasi auch Bugs Bunny einsetzen. Die Ernsthatigkeit dieser ganzen Angelegenheit ist auch besonders an einer Lnientreue der Definition festzumachen

Meinetwegen kannst du auch inverschristliche Positionen zu Satan einnehmen. Oder du berufst dich undifferenziert auf den christlichen Volksglauben, so wie das bei LaVey der Fall war...mir ist das egal.
"Mesopotamische Urquellen" ist auch ein schön breiter Ausdruck, der alles und nichts bedeuten kann. Und dann auf Fragen mit Polemik zu reagieren sagt auch einiges aus, naja.

So unrecht hast du ja gar nicht. Wenn ich dass jetzt richtig im Kopf habe, hatte das Satanskonzept seinen Ursprung beim Zoroastrismus vermischt mit Einflüssen aus den semitischen Gebieten. Als die semitischen Wanderbewegungen dann begannen, hat such das Konzept verbreitet ebenso wie durch die breite Ausdehnung des Zoroastrismus.

Immer wieder sehe ich auch in diversen Foren und Blocks, dass Satan mit dem Sanskritwort "Satya", was "Wahrheit" bedeuten soll (ich beherrsche kein Sanskrit, ich gebe nur etwas wieder, was mir untergekommen ist) verwandt sein soll. Da Indien vom persischen Raum jetzt nicht weit weg liegt und diverse Volksgruppen ja für ihre Wanderslust oder Plünderzüge bekannt waren, stehe ich da jetzt einem Zusammenhang nicht all zu skeptisch gegenüber. Es mag aber auch nur Topfen sein, wer weiß.

Khezef
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

Naja nun, selbst wenn man die mesopotamischen Ursprünge des Alten Testaments außen vor lässt, dann bleibt trotzdem nur Satan als Ankläger übrig.
Dieser ist im AT noch nicht einmal als ein Individuum oder als Personifizierung ersichtlich. Was heute als Satan landläufig umschrieben wird, hat seine Ursprünge in den Interpretationen der kirchlichen Theologen. Lustig wird es immer dann, wenn Satanisten sich DARAUF berufen.
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

Lady Mortica hat geschrieben:Warum ist Satan das verdichtende und Luzifer das auflösende Prinzip? Woher leitet man sowas ab?:denk:
Gute Frage!

Muggel lesen Wikipedia:

"Das hebräische Substantiv שָׂטָן, Satan („Gegner“ oder „Ankläger“), und das arabische Substantiv شيطان, Šayṭān, entstammen der nordwestsemitischen Wurzel sṭn, was „feindlich sein“ oder „anklagen“ bedeutet.[1]"
http://de.wikipedia.org/wiki/Satan#Etym ... tive_Namen

"Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtträger“ (zu lateinisch lux, ‚Licht‘ und ferre, ‚tragen, bringen‘). Im Lauf der Zeit wurde im christlichen Sprachgebrauch der Begriff Luzifer gleichbedeutend mit einem Namen des Teufels."
http://de.wikipedia.org/wiki/Luzifer
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Ich
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Ich »

Amimatani hat geschrieben:
Lady Mortica hat geschrieben:Warum ist Satan das verdichtende und Luzifer das auflösende Prinzip? Woher leitet man sowas ab?:denk:
...

"Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtträger“ (zu lateinisch lux, ‚Licht‘ und ferre, ‚tragen, bringen‘). Im Lauf der Zeit wurde im christlichen Sprachgebrauch der Begriff Luzifer gleichbedeutend mit einem Namen des Teufels."
Ist ja schön und gut, doch paßt das meiner (non-Muggel-) Auffassung nach aber nicht unbedingt so direkt zu der obigen Fragestellung. Für z.B. anthroposophische Vorstellungen wäre der Ursprungsbeitrag als Erklärung (o.ä.) allerdings wohl auch ein wenig zu knapp ausgedrückt. Lange Rede, kurzer Sinn: Letztendlich bin Ich von einem Saturnischen Kontext in konas Beitrag ausgegangen. Habe Ich mich da geirrt?
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
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Re: Satanische Magie

Beitrag von kona »

Ich hat geschrieben:
Amimatani hat geschrieben:
Lady Mortica hat geschrieben:Warum ist Satan das verdichtende und Luzifer das auflösende Prinzip? Woher leitet man sowas ab?:denk:
...

"Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtträger“ (zu lateinisch lux, ‚Licht‘ und ferre, ‚tragen, bringen‘). Im Lauf der Zeit wurde im christlichen Sprachgebrauch der Begriff Luzifer gleichbedeutend mit einem Namen des Teufels."
Ist ja schön und gut, doch paßt das meiner (non-Muggel-) Auffassung nach aber nicht unbedingt so direkt zu der obigen Fragestellung. Für z.B. anthroposophische Vorstellungen wäre der Ursprungsbeitrag als Erklärung (o.ä.) allerdings wohl auch ein wenig zu knapp ausgedrückt. Lange Rede, kurzer Sinn: Letztendlich bin Ich von einem Saturnischen Kontext in konas Beitrag ausgegangen. Habe Ich mich da geirrt?
dass die sache mit den oktaven nur bei saturn vorkomme habe ich nicht gewusst (habs allerdings nur in bezug auf saturnisches gelesen bis anhin, stimmt). bin noch nicht bei der planetenmagie vorbeigekommen... hättest du mir einen tipp, wie ich mich in der hinsicht (eben gerade auch oktaven etc) einlesen/einarbeiten kann?
zu den oktaven von meiner seite her: die obertonreihe beim singen erhält man, indem man von den dunkelsten vokalen, zu den hellsten geht (u-o-a-ä-e-i), je heller desto höher der oberton. die unteren oktaven sind also dunkler und näher beim (materiell erzeugten) grundton, die oberen heller und "weiter weg" von der materie. kann man gut auch mit lichtspielereien verbinden vor dem inneren auge...

satan, der hinderer, der einem die welt zu füssen legen will wenn man ihn anbetet. kette dich an in der materie, gib dich her für die materie.
luzifer, der lichtträger, der einem gottesstatus verspricht. vergiss das göttliche licht, werd selber licht, was der olle gott kann kannst du schon lange...
so hab ich die zwei verstanden.

ich kenne eine kabbalistin, welche sagt dass luzifer den zahlenwert 11 hat und satan den zahlenwert 15. zusammen ergeben sie die 26, zahlenwert j-h-v-h's... muss nochmals nachfragen, wie sie das ableitet mit der 11 und 15 (von den zahlenwerten der namen ist es nicht, das weiss ich), kann das bei interesse dann auch hier reinstellen (ich seh sie am donnerstag).
die überlegung aber, dass der materienanbeter und der eigengeistanbeter zusammen das göttliche ergeben, find ich noch kitzlig... >:->
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

Ich hat geschrieben: Ist ja schön und gut, doch paßt das meiner (non-Muggel-) Auffassung nach aber nicht unbedingt so direkt zu der obigen Fragestellung.
Für z.B. anthroposophische Vorstellungen wäre der Ursprungsbeitrag als Erklärung (o.ä.) allerdings wohl auch ein wenig zu knapp ausgedrückt. Lange Rede, kurzer Sinn: Letztendlich bin Ich von einem Saturnischen Kontext in konas Beitrag ausgegangen. Habe Ich mich da geirrt?
Was konas Kontext ist, weiß ich nicht. Vielleicht sagt sie noch was dazu. (EDIT: habe ihre/deine Antwort erst nach meinem Post gesehen. )

Ich fand einfach Lady Morticas Hinweise bedenkenswert. Also dass man sich klar machen sollte, auf welche Ideen genau man sich beruft, wenn man von "Satan" spricht oder von "Luzifer". "Saturn" ist mMn nochmal ein anderer Ideenkomplex.

Natürlich kann man diese 3 und weitere Prinzipien miteinander mischen, aufteilen, neu gruppieren usw.. Aber das geht meiner Meinung nach sinnvoll nur dann, wenn man diese 3 (oder mehr) Grundideen (Satan, Luzifer, Saturn,...) in ihrer historischen Ursprungsbedeutung kennt.

Nimmt man z.B. Venus in die Bedeutung von Luzifer mit hinein, dann ist das luziferische Prinzip eben nicht nur geistig (obwohl man es für sich selbst rein gesitig definieren könnte). Fasst man Satan universell als "feIndlich sein, Gegenspieler, Ankläger" auf, dann ist das umgekehrt ein sehr geistiges Prinzip (obwohl man ihn für sich selbst auf das materialistische Prinzip beschränken könnte.) Und man kann sich die Frage stellen, wer als erstes das Materielle mit dem "Teuflischen" (zuweilen Saturnischen) in Verbindung gebracht hat: m.W. geht diese Unterscheidung auf die Manichäer zurück. (Das müsste ich aber nachlesen, vielleicht reicht es auch bis Zaratustra zurück.)

Oder um es "hexisch" auszudrücken (da Biergigant mich in anderem Thread als Hexe verbrennen möchte ;) ):
Natürlich kann man aus Fertigbackmischungen Kuchen backen. Doch nur, wenn man die vielen möglichen Zutaten einzeln genau erkundet hat ("Wie verhält sich welches Getreide- oder Nuss-Mehl? Was bewirken Eier? Kokosmilch oder Kuhmilch? Zucker oder Honig?"), kann man genau den Kuchen backen, der einem selbst am besten bekommt und schmeckt. ;)
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Ich
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Ich »

Amimatani hat geschrieben:Ich fand einfach Lady Morticas Hinweise bedenkenswert. Also dass man sich klar machen sollte, auf welche Ideen genau man sich beruft, wenn man von "Satan" spricht oder von "Luzifer". "Saturn" ist mMn nochmal ein anderer Ideenkomplex.
Ich selbst bezog mich oben ja auch direkt auf konas Kurzaussagen bzw. MyLadys kontextbezogene Fragen. Mehr nicht. ;)
Amimatani hat geschrieben:Doch nur, wenn man die vielen möglichen Zutaten einzeln genau erkundet hat ("Wie verhält sich welches Getreide- oder Nuss-Mehl? Was bewirken Eier? Kokosmilch oder Kuhmilch? Zucker oder Honig?"), kann man genau den Kuchen backen, der einem selbst am besten bekommt und schmeckt. ;)
Logo - so hat hier ja auch keiner Satan, Luzifer oder das Rad erfunden. Wenn man mit etwas umgehen will, dann sollte man wohl besser -zumindest - dessen Natur auch selbst kennen.
Weiß eigentlich jemand, wer zuerst die Eigenschaft von flüssigem Nitroglycerin (in einem Fläschchen haltend) z.B. bei einem Sambatanz oder so entdeckt hat? :chaos:
kona hat geschrieben:... bei saturn vorkomme habe ich nicht gewusst (habs allerdings nur in bezug auf saturnisches gelesen bis anhin, stimmt). bin noch nicht bei der planetenmagie vorbeigekommen... hättest du mir einen tipp, wie ich mich in der hinsicht (eben gerade auch oktaven etc) einlesen/einarbeiten kann?
Gestatte mir zunächst bitte folgende Frage: Wie bist Du ausgerechnet auf diese Begrifflichkeiten und der jeweiligen Zuordnung zu Satan und Luzifer gekommen?
Was das Einlesen betrifft: Diesbezüglich gibt es wirklich viel Literatur (auf die Du - laut Deiner Aussage - ja anscheinend auch schon gestoßen bist).
Was die Praxis betrifft, so gibt es hier sicherlich einige Leute, die Dir das weit besser vermitteln können, als Ich. >:->
Beim Saturn sollte man allerdings - so hört man es munkeln - schon innerlich gefestigt und auch etwas vorsichtiger rangehen (auch unabhängig von dem "Hüter der Schwelle", auf den man übrigens ebenfalls aus einer Anspielung von Dir heraus schließen lassen könnte). Letztendlich soll diese Arbeit dann doch iwie nicht ganz so kitzelig sein (wie man so hört)!
kona hat geschrieben:zahlenwert 15
Was mich - sofern Ich der Kunst des Addierens noch mächtig bin - an irgendein bestimmtes magisches Quadrat erinnert (nebenbei übrigens auch an den Namen unseres hiesigen Gastgebers).
Ich wette, daß Du jetzt auch schon vorher auf die Sache mit der 11 (allerdings ausnahmsweise mal ohne Addition) stoßen wirst.
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Re: Satanische Magie

Beitrag von kona »

Ich hat geschrieben: Gestatte mir zunächst bitte folgende Frage: Wie bist Du ausgerechnet auf diese Begrifflichkeiten und der jeweiligen Zuordnung zu Satan und Luzifer gekommen?
Was das Einlesen betrifft: Diesbezüglich gibt es wirklich viel Literatur (auf die Du - laut Deiner Aussage - ja anscheinend auch schon gestoßen bist).
Was die Praxis betrifft, so gibt es hier sicherlich einige Leute, die Dir das weit besser vermitteln können, als Ich. >:->
Beim Saturn sollte man allerdings - so hört man es munkeln - schon innerlich gefestigt und auch etwas vorsichtiger rangehen (auch unabhängig von dem "Hüter der Schwelle", auf den man übrigens ebenfalls aus einer Anspielung von Dir heraus schließen lassen könnte). Letztendlich soll diese Arbeit dann doch iwie nicht ganz so kitzelig sein (wie man so hört)!
kona hat geschrieben:zahlenwert 15
Was mich - sofern Ich der Kunst des Addierens noch mächtig bin - an irgendein bestimmtes magisches Quadrat erinnert (nebenbei übrigens auch an den Namen unseres hiesigen Gastgebers).
Ich wette, daß Du jetzt auch schon vorher auf die Sache mit der 11 (allerdings ausnahmsweise mal ohne Addition) stoßen wirst.
die zurodnung ist kabbalistisch (chassidische kabbala), hauptquelle friedrich weinreb und erwähnter privater kontakt. satan steht ja ganz klassisch in der bibel, luzifer wird in der mündlichen tradition so überliefert.

die fraternitas saturni scheint aber interessanter weise einen recht ähnlichen ansatz zu haben (habe deren homepage recht ausführlich studiert, und kenn auch welche von dem verein). da ist zuerst saturn, der strenge herrscher der zeit, des todes, des verdichtenden prinzips (weil der tod ja nur in unserer dichten materie-welt vorzukommen scheint...?), welchen man in dem moment mit dem satanischen gleichsetzen könnte (?). und in den oberen graden wird auch "ein sonnenkult gepflegt" (zitat homepage), welcher mich an das luziferische, die auflösung im licht, der eben sehr hoch schwingenden energie (oktave?) denken lässt.
wer mir hier widersprechen will - gerne, ich lass mich gerne anders informieren...

wo siehst du den hüter der schwelle aufblitzen in meinem beitrag? würd mich interessieren...

mit saturn hab ich, wie überhaupt mit den planeten, keine eile. hab bis anhin nur zwei mal ein venusritual gemacht, und das war wunderbar. musste mir dann aber selber eingestehen, dass neben dem KbP, den runen, der elementmagie, der meditation und dem kabbalistischen studium inkl hebräischlernen einfach kein platz dafür ist. werde mittelfristig mal die elemente wieder aus dem fokus nehmen, und dann ab und zu ein wenig in die planeten reinsurfen - bis dahin les ich mal weiter, und ja, bücher wo davon geschrieben wird, hab ich schon einige.
hätt mich nur grad interessiert, ob du, oder jemand anderer hier, etwas mehr infos zu dieser oktavensache hat, und ob und warum die nur beim saturn vorzukommen scheint...

dass die esoterische arbeit nicht nur angenehm kitzelt, gehört dazu, find ich. allerdings ist es, wie eben irgendwie immer, nur eine seite der medaille, sich zu schlauchen.

...vielleicht mach ich ja wirklich mal ne sororitas venusi auf - zur balance :lol:
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

Fasst man Satan universell als "feIndlich sein, Gegenspieler, Ankläger" auf, dann ist das umgekehrt ein sehr geistiges Prinzip
Warum Satan (Ankläger) jetzt universell feindlich sein soll, leuchtet mich auch nicht ganz ein. Satan ist laut AT der Ankläger gegen die Menschheit. Wobei Satan im Auftrag der/des Elohim agiert.

Satan wurde erst im christlichen Kontext mit den Nefilim (Nahash) aus den Garten Eden identifiziert und dabei zum Verführer der Menschheit gegen "Gott".
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

satan steht ja ganz klassisch in der bibel,
Die/der Satane im AT sind noch nicht einmal Gegner des/der Elohim (Gott), sondern agieren ausschließlich in dessen/deren Auftrag. Du ziehst dein Satansverständnis aus den Interpretationen der kirchlichen Theologen - das würde ich mal überdenken.
luzifer wird in der mündlichen tradition so überliefert


Ja, im christlichen Volksglauben...welch zuverlässige Quelle.
kona unterwegs

Re: Satanische Magie

Beitrag von kona unterwegs »

Lady Mortica hat geschrieben:
satan steht ja ganz klassisch in der bibel,
Die/der Satane im AT sind noch nicht einmal Gegner des/der Elohim (Gott), sondern agieren ausschließlich in dessen/deren Auftrag. Du ziehst dein Satansverständnis aus den Interpretationen der kirchlichen Theologen - das würde ich mal überdenken.
luzifer wird in der mündlichen tradition so überliefert


Ja, im christlichen Volksglauben...welch zuverlässige Quelle.
Zu satan: habe ich geschrieben, satan sei der widersacher von gott?

Zu luzifer: ich habe geschrieben, dass ich von der chassidischem kabbala und der jüdischen mündlichen überlieferung solches gehört habe
Amimatani
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

Lady Mortica hat geschrieben: Warum Satan (Ankläger) jetzt universell feindlich sein soll, leuchtet mich auch nicht ganz ein.
Ich bezog mich mit dem "feindlich sein" ausschließlich auf das Wikipedia-Zitat, also das, was dort als norwestsemitische Sprachwurzel angegeben wird:
Amimatani hat geschrieben: "Das hebräische Substantiv שָׂטָן, Satan („Gegner“ oder „Ankläger“), und das arabische Substantiv شيطان, Šayṭān, entstammen der nordwestsemitischen Wurzel sṭn, was „feindlich sein“ oder „anklagen“ bedeutet.[1]"
http://de.wikipedia.org/wiki/Satan#Etym ... tive_Namen
Zu deinem letzten Post:
Lady Mortica hat geschrieben: Die/der Satane im AT sind noch nicht einmal Gegner des/der Elohim (Gott), sondern agieren ausschließlich in dessen/deren Auftrag.


Genau. Und um für die Interessierten hier noch die sprachlichen und Übersetzungsquellen zum selber schlau machen anzugeben, das Folgende:

"Ankläger" und "Gegner" werden im AT beide in der Übersetzung von Satan verwendet, nachzulesen in den Wörterbüchern:

Im alten Testament gibt es einmal das hebräische Verb "Satan" (2. Silbe kurzes A. שָׂטַן ) Das ist z.B. hier nachzulesen:
http://biblehub.com/hebrew/7853.htm
Dort wird auch gezählt, wie oft es in der North American Standard Bible wie übersetzt wurde:
"NASB Translation:
accuse (1), accusers (2), act as my accusers (1), adversaries (1), oppose (1)."

Dann gibt es das Substantiv "Satan" (2. Silbe langes A. שָׂטָן ) Das ist ebenfalls beispielsweise am o.g. Ort nachzulesen:
http://biblehub.com/hebrew/7854.htm
Häufigkeit der Übersetzung:
"NASB Translation:
accuser (1), adversary (8), Satan (18)."

Dieses Wort wird dabei im alten Testament auch verwendet, wenn Gott selbst als Gegner in Erscheinung tritt, d.h. in solchen Zusammenhängen ist "Satan" ein Attribut Gottes bzw. des sog. "Engels des Herrn". Nachzulesen z.B. hier:
http://biblehub.com/interlinear/numbers/22.htm
Wenn man dort herunter blättert bis zum Abschnitt "The Angel and Balaam's Donkey" findet man das am Ende der ersten und Anfang der zweiten Zeile. (Von rechts nach links gelesen.)

Anders (und etwas arg zugespitzt) gesagt: wer magisch mit Satan arbeitet, der verwurzelt sich kulturgeschichtlich im biblischen Gott des alten Testaments. :lol: (... für mich kein Wunder, dass das irgendwann genauso religiös wurde, wie der biblische Ursprung.)
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

da ist zuerst saturn, der strenge herrscher der zeit, des todes, des verdichtenden prinzips (weil der tod ja nur in unserer dichten materie-welt vorzukommen scheint...?), welchen man in dem moment mit dem satanischen gleichsetzen könnte
Wie soll man Satan (Ankläger) als Herrscher des Todes und als verdichtendes Prinzips ansehen, wenn man nicht annimmt, dass Satan in irgendeiner Weise für Tod/Zersetzung oder allgemein Zerstörung steht? Laut der christlichen Theologie steht er u.a. auch dafür.
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

satan steht ja ganz klassisch in der bibel
Wahrscheinlich beziehst du dich da auch auf Inhalte des Neuen Testaments.
Die Quellenlage des NT ziemlich invalide. Die aramäischen Qum'ran Fragmente beinhalten Informationen, die dem christlichen Volksglauben geradezu diametral gegenüberstehen. Außerdem verweise ich auf die Fragmente 2Q26, ebenso wie Henoch 1., sowie das Thomas-Evangelium und anderweitige apokryphe Schriften, die in den biblischen Kanon ganz bewusst nicht aufgenommen wurden.
Amimatani
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

Lady Mortica hat geschrieben: Wie soll man Satan (Ankläger) als Herrscher des Todes und als verdichtendes Prinzips ansehen, wenn man nicht annimmt, dass Satan in irgendeiner Weise für Tod/Zersetzung oder allgemein Zerstörung steht? Laut der christlichen Theologie steht er u.a. auch dafür.
Wobei dieser Dualismus zwischen gutem Gott und bösem Widersacher ebenfalls älter ist, als das Christentum. Kulturgeschichtlich dürfte es auf die Religion Zarathustras, also den Zoroastrismus zurück gehen. Diese altpersische Religion (khezef erwähnte das glaube ich schon) unterscheidet strikt zwischen dem "guten Schöpfergott" Ahura Mazda und seinem "bösen Widersacher" Ahriman. Und zwar nicht zu christlicher Zeit, sondern im schätzungsweise 2. Jahrtausend vor Chr.. Diese Religion war zur Zeit der Entstehung des Christentums noch weit verbreitet.

Es lohnt sich unbedingt, den entsprechenden Wikipedia-Artikel zu lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus

Das Christentum nahm wohl v.a. über Augustinus dann diese strikte Unterscheidung mit in sein Repertoire auf.
nola-blair

Re: Satanische Magie

Beitrag von nola-blair »

Lady Mortica hat geschrieben:
Satan wurde erst im christlichen Kontext mit den Garten Eden identifiziert
Und wo bitte? Also wenn ich jetzt mal annehme das du genau das meinst, das mit dem bilblischen Sündenfall.
Nur egal wie oft man das auch annimmt, das Adam und Eva, der Apfel und dem Satan der in der Form der
Schlange, das kann man so oft assoziieren wie man will es ist und bleibt immer eine Fehlinterpretation, denn
genau genommen gibt es an dieser Stelle keinen Satan.
Denn der Schauspieler der da die Bühne betrat, war eine ganz normale Schlange ;) .

Denn das Wort " Satan" sowie ich es verstanden habe ist es eine Bezeichnung aus der hebräischen Sprache und
und das mit folgender Bedeutung:

1. Widersacher, oder Gegner im Krieg: 1.Samuel 29,4 Aber die Fürsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu ihm: Laß den Mann umkehren und an seinem Ort bleiben, dahin du ihn bestellt hast, daß er nicht mit uns hinabziehe zum Streit und unser Widersacher werde im Streit. Denn woran könnte er seinem Herrn größeren Gefallen tun als an den Köpfen dieser Männer?
1.König 11,14 Und Jehova erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter; er war vom königlichen Samen in Edom.
1.König 11,23 Und Jehova erweckte ihm einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von Hadadeser, dem König von Zoba, seinem Herrn, geflohen war.
1.König 11,25 Und er wurde ein Widersacher Israels, alle Tage Salomos, und zwar neben dem Übel, das Hadad tat; und er verabscheute Israel, und er wurde König über Syrien.

Das erstmal von mir, vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden, oder was meinst du?
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

Nur egal wie oft man das auch annimmt, das Adam und Eva, der Apfel und dem Satan der in der Form der
Schlange, das kann man so oft assoziieren wie man will es ist und bleibt immer eine Fehlinterpretation, denn
genau genommen gibt es an dieser Stelle keinen Satan.
Denn der Schauspieler der da die Bühne betrat, war eine ganz normale Schlange
Wo siehst du da jetzt eine Differenz zu meinen Aussagen?



Genau das habe ich doch geschrieben:

"Was heute als Satan landläufig umschrieben wird, hat seine Ursprünge in den Interpretationen der kirchlichen Theologen."

Hier auch:

"Satan wurde erst im christlichen Kontext mit den Nefilim (Nahash) aus den Garten Eden identifiziert und dabei zum Verführer der Menschheit gegen "Gott"




Mensch Kind, lerne lesen. :mad:
nola-blair

Re: Satanische Magie

Beitrag von nola-blair »

Wenn du mal weniger hysterisch wärst, könnte man sogar eine Disskusion mit dir führen.
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Was ist denn lesen? Kann man das Essen. :P
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Ich »

kona hat geschrieben:... und kenn auch welche von dem verein
Wenn dem so ist, warum wendest Du Dich bezüglich der Grundfragen dann nicht direkt an diese (ist jetzt auch nicht böse gemeint oder so)?
kona hat geschrieben:mit saturn hab ich ... keine eile.
Was wohl iwo auch mit in der Natur der Sache liegen könnte. :lol:
kona hat geschrieben:wo siehst du den hüter der schwelle aufblitzen in meinem beitrag? würd mich interessieren
Nicht direkt aufblitzen, sondern lediglich ein wenig an das dahinterstehende Prinzip erinnert. Zugegeben hinkt das hier auch ein wenig...
kona hat geschrieben:der hinderer ... kette dich an in der materie, gib dich her für die materie.
... trotzdem fühlte Ich mich aufgrund der Formulierung (v.a. letzterer)... halt ein wenig daran (bzw. an die Unerbittlichkeit gegenüber den "Angeketteten" und somit auch an das für sie jenseits liegende solare Prinzip) erinnert.
Lady Mortica hat geschrieben:Wie soll man Satan (Ankläger) als Herrscher des Todes und als verdichtendes Prinzips ansehen, wenn man nicht annimmt, dass Satan in irgendeiner Weise für Tod/Zersetzung oder allgemein Zerstörung steht? Laut der christlichen Theologie steht er u.a. auch dafür.
Zunächst muß man sich an letztere ja auch nicht unbedingt gebunden fühlen. Ansonsten geht das aus dem obigen Kontext doch eigentlich klar hervor.
(Verdichtendes Prinzip - nur ein Stichwort dazu wäre beispielsweise: Materialismus)
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Re: Satanische Magie

Beitrag von kona »

Ich hat geschrieben:
kona hat geschrieben:... und kenn auch welche von dem verein
Wenn dem so ist, warum wendest Du Dich bezüglich der Grundfragen dann nicht direkt an diese (ist jetzt auch nicht böse gemeint oder so)?
kona hat geschrieben:mit saturn hab ich ... keine eile.
Was wohl iwo auch mit in der Natur der Sache liegen könnte. :lol:
kona hat geschrieben:wo siehst du den hüter der schwelle aufblitzen in meinem beitrag? würd mich interessieren
Nicht direkt aufblitzen, sondern lediglich ein wenig an das dahinterstehende Prinzip erinnert. Zugegeben hinkt das hier auch ein wenig...
kona hat geschrieben:der hinderer ... kette dich an in der materie, gib dich her für die materie.
... trotzdem fühlte Ich mich aufgrund der Formulierung (v.a. letzterer)... halt ein wenig daran (bzw. an die Unerbittlichkeit gegenüber den "Angeketteten" und somit auch an das für sie jenseits liegende solare Prinzip) erinnert.
Lady Mortica hat geschrieben:Wie soll man Satan (Ankläger) als Herrscher des Todes und als verdichtendes Prinzips ansehen, wenn man nicht annimmt, dass Satan in irgendeiner Weise für Tod/Zersetzung oder allgemein Zerstörung steht? Laut der christlichen Theologie steht er u.a. auch dafür.
Zunächst muß man sich an letztere ja auch nicht unbedingt gebunden fühlen. Ansonsten geht das aus dem obigen Kontext doch eigentlich klar hervor.
(Verdichtendes Prinzip - nur ein Stichwort dazu wäre beispielsweise: Materialismus)
weil ich so viele fragen habe, dass mir nicht alle auf einmal in den sinn kommen können. :lol:

und ja, gebunden fühlen muss man sich ja an keine der verschiedenen auslegungen, auch nicht wenn man sie studiert.

in der chassidischen kabbalah gilt die materie grundsätzlich als "ra", böse. dass muss einem ja nicht von anfang an abschrecken (was ich von dir auch nicht annehme); so wie ich die sache zur zeit versteh, zielt die kabbalistische schulung weniger darauf ab, das böse zu überwinden (was die sich veredelnden hermetiker wohl eher zu tun bestrebt sind), als darauf, die schöpfung zu erfassen. die überwindung des bösen geschieht dann ev als nebeneffekt...

dass man sich dieser, ich sag mal problematik (veredeln und überwinden, oder bewusst und spielerisch geniessen, oder erfassen vesuchen, oder alles zusammen???), stellt ist ja wohl das grundthema alles mystischen und/oder magischen strebens und seins...

...ganz klassisch, sozusagen
Amimatani
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

kona hat geschrieben: in der chassidischen kabbalah gilt die materie grundsätzlich als "ra", böse.
:shock: auf welche Quelle beziehst du dich dabei? Auf den chassidischen Kabbalisten Weinreb, den du sonst schon mal angegeben hast, sicher nicht.
kona hat geschrieben:dass man sich dieser, ich sag mal problematik (veredeln und überwinden, oder bewusst und spielerisch geniessen, oder erfassen vesuchen, oder alles zusammen???), stellt ist ja wohl das grundthema alles mystischen und/oder magischen strebens und seins...
Für Mystiker (egal welche Religion) geht es im Kern eigentlich immer um die Aufhebung der Dualität. Also den Bereich jenseits aller Dualität, auch derjenigen von Gut und Böse, auch derjenigen von Materie und Geist usw..

Magier arbeiten im Unterschied dazu zumeist ganz bewusst mit den Kräften der Dualität.
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Ich »

Amimatani hat geschrieben:Für Mystiker (egal welche Religion) geht es im Kern eigentlich immer um die Aufhebung der Dualität. Also den Bereich jenseits aller Dualität, auch derjenigen von Gut und Böse, auch derjenigen von Materie und Geist usw..

Magier arbeiten im Unterschied dazu zumeist ganz bewusst mit den Kräften der Dualität.
Zu ersterem: Was oben schon richtig von Dir geschildert wurde. Aber gilt das nur für Mystiker und/oder Religiöse?

Ich persönlich würde allerdings zwischen Mystikern und Magiern - wie auch immer man diese jeweils definieren möchte - dabei nicht unbedingt (eine allzu dicke) Linie ziehen.
EIn passendes Beispiel dazu (von mehreren) wurde hier ja auch schon erwähnt.
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
Bedecktes Feuer hitzt am meisten.
Amimatani
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Amimatani »

solche Unterscheidungen (Mystk vs. Magie) sind natürlich immer nur grobe Raster.

In dem vorhergehenden Post gings mir v.a. um den ersten Satz, also um die Frage, ob chassidische Kabbalisten Materie= böse setzen. Meines Wissens stimmt das nicht. Deswegen die Frage nach konas Quelle. (Ich selbst beschäftige mich schon länger nicht mehr mit Kabbala.)
Lady Mortica

Re: Satanische Magie

Beitrag von Lady Mortica »

Klar kann man Magier und Mystiker trennen.

Der Mystiker verhält sich meist passiv, denn er möchte sowas wie Erleuchtung und höhere Erkenntnis erfahren, dabei steht der Wille eines Gottes über seinen eigenen Willen. Ein Magier stebt zwar auch nach Erkenntnis, jedoch ist er in dieser Hinsicht aktiv tätig, dabei hat sein eigener Wille den Vorrang.
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Re: Satanische Magie

Beitrag von Alveradis »

Was unterscheidet nach deiner Definition einen Mystiker von einem RHPler?
- Harmony, like a following breeze // at sea, is the exception." (Harvey Oxenhorn, Turning the rig)
- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

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