Ich kann schon seine Perspektive einnehmen. Ich werde trotzdem die widersprüche aufzeigen, in die er sich dabei verwickelt. Geht ja schon im Vorwort los.Wolf Drache hat geschrieben: ↑19. Jun 2022 11:01Ich habe doch geschrieben: "Du solltest geistige Flexibilität und etwas Grundlagen-Biologie bereithalten".fehlgeleitet hat geschrieben: ↑19. Jun 2022 10:12 Zum Buch:
Ich habe erstmal das Vorwort gelesen. Ich greife mir da mal die größten Kalauer raus:
Dort wird Behauptet [...]"daß lebende Organismen im wesentlichen leibliche Vehikel darstellen, ausgeliefert dem Diktat eigennütziger Gene, die auf ihre Replikation und Ausbreitung versessen sind."
Wenn Du Dich auf diesen radikalen Perspektivwechsel einstellen kannst, auch wenn Du ihn im Moment für ausgemachten Humbug hältst. dann lies weiter. Wenn nicht: Verbrenn' das Buch, dann taugt es wenigstens noch für ein Bisschen Wärme.
Ja.Wolf Drache hat geschrieben: ↑19. Jun 2022 11:01 Das ist wie beim Kapital von Marx:
Der Wert eines Gegenstands ist für Marx nichts anderes ist als die in ihm fixierte Arbeitszeit. Das ist Basis der kompletten Argumentationskette. Nur so lässt sich Mehrwert herleiten, daraus die Ausbeutung der Arbeiterklasse und so weiter.
Das ist tatsächlich so. Hier ist nämlich mit Wert Tauschwert und nicht Gebrauchswert gemeint. Im Kapitalismus ist tatsächlich so, dass mit einer Verbesserung des Gebrauchswerts der Tauschwert leiden kann.Wolf Drache hat geschrieben: ↑19. Jun 2022 11:01 Dabei ist diese Grundannahme offensichtlicher Blödsinn: Ein guter Handwerker und ein schlechter Handwerker können beide aus dem gleichen Material mit gleichem Werkzeug einen Tisch herstellen. Der gute Handwerker braucht dazu die Hälfte der Zeit, der Tisch sieht doppelt so gut aus und er hält dreimal so lang wie der Tisch des schlechten Handwerkers.
Nach der Marx'schen Grundannahme ergibt sich daraus: Wenn wir nur gute Handwerker hätten, wäre ein durchschnittlicher Tisch halb so viel Wert wie wenn wir nur schlechte Handwerker hätten. Wer hat dem denn ins Hirn geschissen???
Heutzutage ist es zb einfach an Bücher über das Internet zu kommen (Gebrauchswert) aber das ist mitunter schlecht für Leute die ihr Buch verkaufen wollen (Tauschwert), weil für die Kopien manchmal nicht gezahlt wird.
Da ist ein ganz alltägliches Beispiel, wo du das Phänomen beobachten kannst, es ist also überhaupt keine Grundannahme, sondern so ist die wirkliche Welt.
Du kannst auch beobachten, dass alles mögliche Zeug was vor 20 Jahren noch Hightech war nun in normalen Privatwohnungen steht, weil es eben einfacher geworden ist, dass Zeug herzustellen, damit also auch weniger Tauschwert drinne steckt. Ganz prominent die zunehmende Rechenpower von Computern.
Also Marx entwickelt den Wert daher, dass die Privatproduzenten Waren austauschen wollen. Nun ist die Frage wie man 2 Waren miteinander vergleichbar macht. Also wieviel Biere sind eine Bibel wert? Und die einzige vergleichbarkeit die es gibt, ist wieviel Arbeitsstunden man reinstecken muss, um die Ware herzustellen.Wolf Drache hat geschrieben: ↑19. Jun 2022 11:01 Manchmal muss man von absurd erscheinenden Grundannahmen ausgehen, um die richtigen Dinge zu erkennen.



