Eine kleine Idee, die vor allem für die künstlerisch Begabten unter euch interessant sein könnte:
Ich arbeite im Moment die Dämonen der Goetia durch, indem ich mir ihre Beschreibung durchlese, sie blitzevoziere und daraufhin zu zeichnen versuche, teilweise in der Gestalt, in der sie beschrieben sind, teilweise auch durch quasi automatisches Zeichnen. Dabei ist das Ziel nicht, das Wesen einfach nur nachzuzeichnen, sondern es sollen automatisch kleine Details und Veränderungen der Gestalt auf dem Papier auftauchen (Änderungen der Pose, des Gesichtsausdrucks, anderes Aussehen der Gliedmaßen, zusätzliche Gegenstände; kreativen Leuten fällt hier sicher etwas ein), die zum eigenen subjektiven Bild des Wesens passen.
Je klarer und detaillierter die Zeichnung eines solchen Wesens wird, umso besser ist die Vorstellung, die ich von ihm habe und umso besser kann ich mit dem Wesen bereits arbeiten. Logisch, denn um ein klares Bild von einem Wesen zu haben, muss ich mich im Vorfeld schon eine Zeit lang damit beschäftigt haben. Meine Zeichentechnik stellt eine Methode dar, mit der überprüft werden kann, wie gut dieses Bild tatsächlich schon ist. Dabei ist es egal, ob man zeichnen „kann“ oder nicht.
Dieses Konzept lässt sich genauso auf alle anderen Wesenheiten anwenden.
Also nochmal zusammengefasst: einfach das Wesen nach groben Beschreibungen kurz evozieren, und eine persönliche Zeichnung ins magische Tagebuch übertragen, um zu erkennen, wie gut die Verbindung zu dem jeweiligen Wesen ist. Je deutlicher, desto besser. Danach meinetwegen eine Bannung, wem‘s Spaß macht.
Kleiner Tipp: Je weniger Zeit man für eine Zeichnung braucht, umso mehr sollte man sich noch mit der Wesenheit befassen



