Geldzauber

Magie, Dämonologie etc. für Novizen und angehende Praktizierende
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Tyger
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Re: Geldzauber

Beitrag von Tyger »

Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben. Erstens finde ich keineswegs, dass Kapitalismus irgendwie magieresistent wäre - ganz im Gegenteil, Geld als rein virtueller Wert ist Magie pur!
Zu Willis Frage konkret:
willi hat geschrieben:ich will weder reich sein noch irgend ein Reiches Leben ich will nur genug haben für ein Leben ohne schulden und ein Haus für die Zukunft meiner Kinder.
Möööp! Rote Alarmlampe, Sirene usw.! Magie beginnt mit dem, was tief in Deinem Unbewussten steckt, was Du durch Dein Denken darin verwurzelst, und wenn diese Willenssätze lauten, dass Du ja gar nicht reich sein, sondern nur so irgendwie über die Runden kommen willst, dann wird es auch so sein. Wieso solltest Du nicht reich sein wollen? Deinen Kindern würde Reichtum sicher auch nicht schaden. Da haben wir schon einen ganz wesentlichen Knackpunkt - Bescheidenheit bringt weder Dir noch sonstwem etwas.
Kalsoom
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Re: Geldzauber

Beitrag von Kalsoom »

@Gabor...

das "Tischlein deck dich" kann auch gefährlich werden, wenn man nicht damit umgehen kann... selbst wenn es
verdient ist, bedarf es doch der Kenntnis der Handhabung.

Zum Glück bin ich nicht in der anstrengenden Magie Beratung- Industrie tätig, deshalb bin ich dir dankbar, für
deinen Hinweis auf Youtube.

@ Remus Horizon ... gute Gedanken-Ausführung ... fokussiertes Ziel gleich magischer Intention ... es braucht auch
kein grossartiges Ritual zu sein. Die Magie unterstützt die äussere Handlung, motiviert... hierbei kann man auf Runenmagie
und Sternenmagie zurückgreifen, je nach dem Pfad, auf dem gerade gearbeitet wird.

Ohne entsprechenden Hintergrund ist es natürlich sinnlos, und man kann sich weiterhin des Spassfaktors des Themas bedienen.
Remus Horizon
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Tyger hat geschrieben:Erstens finde ich keineswegs, dass Kapitalismus irgendwie magieresistent wäre - ganz im Gegenteil, Geld als rein virtueller Wert ist Magie pur!
Bei Geld handelt es sich um Informationen und Energie. Es speichert, erhält und entlädt Kraft, doch weder ist es Magie noch virtuell in der Form von nicht physisch. Geld basiert auf der physischen Ebene. Es verkörpert Werte. Naja, Notenverbrennen bei einem Ritual mag es geben, aber ich will behaupten, dass, was auch immer wir in Bewegung versetzen oder anrufen wollen, lieber etwas hätte, dass wir für Geld eintauschen.

Geld entsteht durch verschiedene Dinge. Sei es ein Gehalt, Erbe, Zinsen, Kurgewinnt oder auch Lottogewinne, es ist an die physische Ebene gebunden, ob an Autos die Verkauft werden, an kuschlige Hotelzimmer und Massagen, die genossen werden, ganz ohne das physische geht es nie. Versucht das Geld sich vom Körperlichen abzuheben, kommt es zu dem, was Blasen genannt wird. Irgendwann kracht es und da aufgeblähte Geld verbrennt oder es muss kräftig hineingeblasen werden.

Naja, gewiss, dass macht den Kapitalismus der Magie verwandter als Sozialismus und Co., die dem Wahn unterliegen, alles steuern zu können. Und wie in der Magie setzten sich im Kapitalismus jene durch, die sich am meisten reinhängen. Dazu gehört, die bestehenden Mechanismen zu akzeptieren und zu nutzen.

Von dem virtuellen Geld wird oft im Zusammenhang mit der Finanzbranche gesprochen. Dort ist es wie mit der Magie: Dauerhaft erfolgreich ist nur, wer sein Handwerk versteht. Nur wenige macht die Börse reich. Wie an der Börse erfordert Magie wissen, Instinkt ist sehr nützlich und die Erfahrung kann zum Katalysator werden.

Der Kapitalismus ist sehr magieresisten, weil die (Gross-)Kapitalisten Meistermagier sind. Besonders in der Finanzbranche, wo der Rohstoff Wissen, Intuition, Stressresistenz und Willensstärke ist. Es handelt sich um mentale Komponenten. Anstatt vor Kerzen zu sitzen, Blut tropfen zu lassen, brüten sie vor Statistiken, stellen Vergleiche an, denken nach, planen Schritt für Schritt, ihr Geist, ihre Energie und die physischen Prozesse dahinter, sind darauf ausgelegt. Die Kraft aus Kerzen oder ein wenig Blut verpufft dagegen im Äther.
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gabor
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Aha...Geld ist physischer Natur.....drum kann man es ja auch essen,Häuser draus bauen, es anziehen..... :lol: :lol: :lol:
Hast Du schlecht geschlafen?????
Und Kapitalisten sind Maggier.....der Chef von "Maggi" sicher! :lol:
Und den Wahn alles steuern zu können, haben vornehmlich Kommunisten?Interessant.... ;)
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

gabor hat geschrieben:Aha...Geld ist physischer Natur.....drum kann man es ja auch essen,Häuser draus bauen, es anziehen..... :lol: :lol: :lol:
Hast Du schlecht geschlafen?????
Und Kapitalisten sind Maggier.....der Chef von "Maggi" sicher! :lol:
Und den Wahn alles steuern zu können, haben vornehmlich Kommunisten?Interessant.... ;)
Natürlich kannst du Geld essen… mindestens Noten… ich weiss nicht, wie es sich auf die Verdauung auswirkt… Aber sobald du es ein Brötchen verwandelst, was Menschen jeden Tag tun, ist das kein Problem.

Erstes: Eine Münze oder Note ist etwas Physisches.
Zweitens: Es geht weniger darum, dass Geld physisch ist, sondern dahinter Physisches steht.

Auch Nationalisten… alle die sich an Institutionen festhalten. Kapital/Geld dagegen ist fliessend, Energie, die sich transformieren lässt…
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Oha...eine fiktive Zahl auf einem Blatt Papier... :lol: :lol:
Ich hab hier `ne Banknote mit 5.000.000.00 Reichsmark an der Wand.....wie lange könnte ich davon wohl zehren? :lol:
Du musst schon eingestehen...Idiologie mag Blödsinn sein......aber Deine ist noch ein Stück...entrückter.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

gabor hat geschrieben:Oha...eine fiktive Zahl auf einem Blatt Papier...
Wie viel eine Zahl auf einem Stück Papier wert ist, hängt davon ab, was dir ein andrer dafür geben kann. Das hängt wieder davon ab, was er erwarten kann, dafür zu bekommen. Da ist nichts fiktiv. Die Menschen geben den Zahlen auf Papier ihren Wert.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Tyger »

Remus Horizon hat geschrieben: Geld entsteht durch verschiedene Dinge. Sei es ein Gehalt, Erbe, Zinsen, Kurgewinnt oder auch Lottogewinne, es ist an die physische Ebene gebunden, ob an Autos die Verkauft werden, an kuschlige Hotelzimmer und Massagen, die genossen werden, ganz ohne das physische geht es nie. Versucht das Geld sich vom Körperlichen abzuheben, kommt es zu dem, was Blasen genannt wird. Irgendwann kracht es und da aufgeblähte Geld verbrennt oder es muss kräftig hineingeblasen werden.
Falsch. Weder durch Gehalt, Erbe, Zinsen, Kursgewinne noch Lottogewinne entsteht auch nur die geringste Menge Geld, dadurch wird nur bestehendes Geld umverteilt. Geld (also das Schuldgeld, was in der heutigen Zeit dafür gilt), entsteht auf genau eine einzige Art: Es wird ohne jeglichen Bezug zu irgendetwas Physischem aus dem Nichts erschaffen, um gegen Zinsen verliehen zu werden. Da diese Zinsen schon vom allerersten Moment an zwangsläufig die überhaupt ausgegebene Geldmenge übersteigen, sind sie logischerweise niemals abzahlbar, die Schuldenmenge wächst durch den Zinseszins in eine Explosion und die schönen Scheine verlieren schließlich komplett ihren Wert, der immer nur virtuell war. Eben deshalb, weil ein Schuldgeldsystem wegen seiner fehlenden Bindung an irgendetwas Physisches vom ersten Moment an nichts anderes als eine sich aufblähende und schließlich platzende Blase sein kann.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Tyger hat geschrieben:Falsch. Weder durch Gehalt, Erbe, Zinsen, Kursgewinne noch Lottogewinne entsteht auch nur die geringste Menge Geld, dadurch wird nur bestehendes Geld umverteilt. Geld (also das Schuldgeld, was in der heutigen Zeit dafür gilt), entsteht auf genau eine einzige Art: Es wird ohne jeglichen Bezug zu irgendetwas Physischem aus dem Nichts erschaffen, um gegen Zinsen verliehen zu werden. Da diese Zinsen schon vom allerersten Moment an zwangsläufig die überhaupt ausgegebene Geldmenge übersteigen, sind sie logischerweise niemals abzahlbar, die Schuldenmenge wächst durch den Zinseszins in eine Explosion und die schönen Scheine verlieren schließlich komplett ihren Wert, der immer nur virtuell war. Eben deshalb, weil ein Schuldgeldsystem wegen seiner fehlenden Bindung an irgendetwas Physisches vom ersten Moment an nichts anderes als eine sich aufblähende und schließlich platzende Blase sein kann.
Korrekt, so kommt das Geld zu den Menschen.

Aber nein, aus dem Nichts entsteht Geld nicht. Die Inflation der Zinsen und der Geldmenge ist Systembedingt und unerlässlich. Inflation ist eine Form der Expansion oder Dynamik. Was lebt muss sich entwickeln, womit, so unangenehm Inflation auf das Geld sein kann, sie ein Zeichen von Leben ist. Weil das System sich nicht kontrollieren lässt, erfordert es gelegentlich eine Säuberung, die sich Abschwung und im schlimmsten Fall Krise nennt. So lässt sich ein neues Gleichgewicht finden.

Ergänzung:
Hinter dem Wachstum der Geldmenge und die dadurch entstehenden Zinsen sind Aktionen gebunden, die von Menschen kontrolliert werden. Diese Aktionen sind eine physische Bindung, selbst wenn nur Elektrizität einen Supercoumputer antreiben, hinter dem irgendwo Menschen stehen.

Es ist ein Mythos, dass Geld aus dem Nichts entsteht. Es steht immer eine Aktion dahinter.
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Oha!!!
Geld LEBT und ENTWICKELT sich...um dann zu zerfallen, und aufzuertsehen.... :lol:
Geld ist also ein tiefst religiöser Organismus mit Gefühlen?
Treffen sich zwei Euro. Sagt der Eine:"Hey,schlecht drauf ?"...Sagt der Andere:"Ja,hab grad ziemlich heftig Inflation!"
Also solltest Du noch dabei sein Dich beruflich zu orientieren....von der Finanzbranche würde ich Dir abraten....
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

gabor hat geschrieben:von der Finanzbranche würde ich Dir abraten....
Dafür bist du 15 Jahre zu spät.
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Jetzt wird mir einiges klar...
Das erklärt dann auch Deine gesamte Gesprächsführung...allerdings nicht, was Du mit Maggie anrichten möchtest.
Ich krieg grad Angst vor Dir..... :shock: ;)
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Am Morgen eine halbe Stunde Pranayama, eine weitere halbe Stunde Meditation, dann arbeite ich, es folgt das Asana Programm, dass zwischen zwei und drei Stunden geht, wobei mir New reinziehen, dann folgt wieder Arbeit.

Das ist meine Magie in meiner Arbeit. Holographieren war meine grösste Stärke, seit einem schweren Autounfall mit schweren Kopfverletzungen investiere viel meiner Ressourcen, um meine Fähigkeiten zu erhalten. Zu alter Grösse brachte ich es bis jetzt nie.

Meine Magie ist das, was ich oben aufführte: Diszipliniert und sorgfältiges Arbeiten, dazu Meditation. Ich rufe keine Dämonen oder lasse Blut fliessen. Körper, Energiekörper und Geist werden Synchronisiert.

Ich vertraue auf Meine Fähigkeiten, akzeptiere meine Schwäche und richtete mein Arbeitsleben ein, um Freiräume zu haben, wenn wieder einmal Chaos herrscht. Dafür muss ich auf einiges verzichten, aber alles andere wäre zum Scheitern verurteilt.

Ich nutze Magie sonst, um mit anderen Wesen in Kontakt zu treten. Ich nutzte Astralreisen, Meditationen und Träume. Magie ist für mich ein Tor zu «anderen Welten».
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Hast Du das aus `nem Bewerbungsschreiben kopiert ??
Ich bin fleissig, und schon aus Mitleid dürfen Sie hier mal schnell unterschreiben, denn das Schiksal war grausam zu mir....
Ich krieg grad ganz fürchterlich Kopfschmerzen.....
Also wenn Du hier irgendwie Hilfe einfordern möchtest....zieh erstmal den Dienstkittel aus.
Das gilt jetzt nicht für mich, ich hab eh keine Ahnung, aber mit Phrasen kommst Du hier nicht soooo weit.
Freilich ist es so, dass ich den Finanzsektor zutiefst verabscheue, und somit auch dessen Lakaien, was Dich nun einschliesst...ich hätt`s ahnen können.
Gehab Dich wohl, unser Gespräch endet hier, und jetzt.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Hilfe brauche ich nicht – und gewiss suche ich sie nicht bei dir oder sonst jemandem hier im Forum –, ich habe mein Leben unter Kontrolle. Es war lediglich die Antwort auf deine Frage, was ich mit Magie bewirken will.

Bewerben muss ich mich nicht, da ich Selbstständig arbeite. Die Leute kommen zu mir. Es lohnt sich einzigartige, wenn auch nicht perfekt funktionierende Fähigkeiten zu haben. Um die lohnt es sich auch zu kämpfen, weil der eigene Name in Erinnerung bleibt. Gute Werbung, das liesse sich gewiss mit Ritualen verstärken, braucht es aber nicht zwingend.

Es ging mir weder um Hilfe – dafür vertraue ich Fachärzten – noch um Mitleid. Ich will untermauern, dass wir viel erreichen können, nutzten wir unseren Geist, unsere Energie, unseren Körper. Schaffen wir es, auf unsere Aufgabe zu fokussieren, passt sich der Energiefluss an, der Körper mit der Bioelektrik, dem Herzschlag und der Chemie folgen. Deswegen sollten wir, selbst wenn wir nicht das, was allgemein als Magie gesehen wird, verwenden wollen, sollten wir an der Synchronisation von Körper, Energiekörper und Geist leisten.

Um nochmals bei einer Jammergeschichte anzusetzen, auch um zu untermauern, dass meine Geschichte nicht so grausam ist. Hochbegabt, von den Lehrern verkannt, misse Leistung, dann eine Chance in der Finanzbranche, die so viele ablehne. Die erste grosse Chance und die nutzte ich. Es ging so steil aufwärts, dass der folgende Fall mich weit über dem aufschlagen liess, als ich zuvor begann. Rückschritte gibt es, wichtig ist, weiter zu kommen, als am Anfang. Und das ist als Rat gedacht, nichts zum Jammern. Schlussendlich machen unsere Rückschläge uns stärker, zerbricht nicht alles, was wir aufbauten. Das Leben geht nicht nur aufwärts – wenn doch, nur für sehr, sehr wenige.

Jammer ist der Tod der Produktivität!
Jammer ist der Tod der Kreativität!
Jammer ist der der der freien Gedanken!
Jammern ist die Bannung der Gefühle!
Jammer brennt Emotionen tief in uns ein!
Jammer verkrüppelt unseren Energiefluss!
Jammern verhärtet sich in unserem Körper!
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Re: Geldzauber

Beitrag von Ich »

Remus Horizon hat geschrieben:Weil das System sich nicht kontrollieren lässt, erfordert es gelegentlich eine Säuberung, die sich Abschwung und im schlimmsten Fall Krise nennt. So lässt sich ein neues Gleichgewicht finden.
Aha. Dieses System "lässt sich nicht kontrollieren"? (Höchstens, weil die dazu erforderliche Macht fehlt. Als wenn diese Plutokratie quasi "gottgeschaffen" wäre: Ich lach' mich tot!)
Wenn man nur innerhalb dessen Regeln "spielt", dann sicherlich nicht! Eine "Säuberung" bedarf es hingegen tatsächlich. Allerdings schon an der Wurzel, alles andere wäre Kosmetik.
Eine z.B. (ebenso rein materialistische) bloße Umverteilung würde im Grunde auch nur unter letzteres fallen. Hast Du dieses (Geld-)System schon einmal ernsthaft (und ganzheitlich!) in Frage gestellt?
Ich vergaß: Du hast ja schon grundsätzlich bekundet, kein Diskussionsinteresse zu haben. Daher labe Ich mich lieber - ggfs. - an den üblich vorschnellen Vorwürfen, falls diese kommen sollten.

Aber eines noch (ach ja, wie "komisch") dazu:
Ein "Gleichgewicht" basiert doch letztendlich immer auf Kosten des immer stärker schrumpfenden "Mittelstandes" und v.a. der (relativ) noch ärmeren Leute - was ja iwie auch logo ist, da die Finanzeliten prozentual gesehen (naturgemäß!) auch ziemlich spärlich gesaaet sind. Und das stellt definitiv kein "Gleichgewicht" im Gesamtkontext dar!
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
Bedecktes Feuer hitzt am meisten.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Zum Gleichgewicht:
Ein Gleichgewicht ist nichts Statisches. Es kann sich durch massive Ausschläge bilde. Eine Gesellschaft ist nicht statisch – alleine die Natur des Menschen lässt das nicht zu. So kommt es, dass einige Menschen umtriebiger sind und andere träger. Wobei ich jetzt nicht auf die extremen Pole Fleiss und Ehrgeiz hinauswill. Die gibt es auch, dazwischen liegen fiele Schattierungen, diese ergeben das Gleichgewicht. Gleich verhält es sich mit der Geldverteilung.

Anders gesagt: Das Gleichgewicht ist nicht Harmonie.

Eine gerechtere Verteilung vom Geld/Wohlstand wollen die Menschen nur in begrenztem Rahmen. Die Sprösslinge des Millionärs wollen gegenüber ihren Geschwistern nicht benachteiligt werden. Mit den Menschen am Fuss des Hügels, auf dem sie wohnen, wollen sie nicht teilen. Die Menschen in Industriestaaten hätten gerne mehr von ihrer Oberschicht, einen Teil ihres Wohlstandes in Entwicklungshilfe zu transferieren, ist etwas ganz Anderes.

Anders gesagt: Gerechtigkeit beginnt und endet beim eigenen Vorteil, damit auch das Streben nach einem harmonischen Gleichgewicht.

Der sterbende Mittelstand:
Der Mittelstand steht heute aus verschiedenen Gründen unter Druck. Technische Erneuerungen kommen heute schneller aus den Labor, dank höherer Produktivität und Zwang zur Kosteneffizienz sind sie auch schnell auf dem Markt. Das setzt viele Arbeitnehmer unter Druck. Vorerst traf es primär den sekundären Sektor. In der nächsten Runden kommt der Dienstleistungssektor an die Reihe. Hier sehe ich auch einfache Anlageberater in Gefahr. Schon heute gibt es interessante Anlagetools und soziale Netzwerken, mit denen, der sich selbst informiert, mehr leisten kann, als kurze Gespräche mit einem Anlageberater leisten.

Ich sprach die Kosteneffizienz an. Die hat natürlich mit Gewinnen und damit Geld zu tun. Tatsächlich setzt das viele Menschen unter Druck, aber für den Fortschritt, Wohlstand und Wohlfahrt ist das unausweichlich. Es gibt immer wieder schwierige Phasen, durch die wir müssen. Wir leben heute länger als vor zwanzig, fünfzig oder hundert Jahre. In einer Zeit war ein Arzt nur etwas für Reiche, vor gar nicht allzu langer Zeit nahm ein Supercomputer, der leistet, was ich heute in der Hosentasche trage, mehrere Stockwerke ein und vieles mehr.

Allerdings ist nicht alles auf das Geld an sich zurückzuführen. In Europa sehe institutionelle Mengel, wozu der Euro gehört. Ein Staat wie Griechenland ist finanztechnisch ein Zombie. Die Regierung besitzt keinen Handlungsspielraum… Die Menschen sind nicht mehr Herren im eigenen Land. Das ist eine Tatsache und es hebelt meiner Meinung nach das fragile Gleichgewicht zwischen der leistungsorientierten Marktwirtschaft und der egalitären Demokratie aus. Besonders schlimm ist es, weil die Menschen sich dem Staat und nicht der EU verbunden fühlen.

Die Säuberung/Bereinigung wird verhindert, indem Staat ihre Schulden nicht ordentlich abwickeln können. Ebenfalls erachte ich es als störend, dass viele Banken glimpflich davonkamen. Nach dem Subprimedeaster zeigte sich, dass es noch weit mehr Verfehlungen gab – Libormanipulationen, aber auch das Gebaren von Schweizer Banken.

Gemessen an der enormen Menge an Geld, dass zur Rettung der Banken und der Wirtschaft eingesetzt wurde, gab es unter der Oberschicht einen zu geringen Vermögensverlust. Dazu haben wir das Problem, dass viele Konzerne enorme Cashbestände haben, während Staaten sparen müssen und unter Arbeitslosigkeit leiden. Hier bräuchte es einen Input. Dieses Geld müsste freigesetzt werden. Inflation wäre eine Möglichkeit, aber die wird in einigen Ländern sehr gefürchtet und auch viele aus dem Mittelstand fürchten um ihr Vermögen, wobei zurzeit die Gefahr besteht, dass staatliche Leistungen im Alter oder bei Gesundheit gekürzt werden, sollte das Wachstum aussetzen. Viele vergessen, dass die Finanzkrise nur vor sich hergeschoben wurden.

US-Konzern stützten den Aktienkurs mit Aktienrückkaufprogramm die immer ein Teil von Analysen waren. Dividenden – auch als Bondersatz – ist heute eine wichtige Frage. Das Zurückfahren von Notenbankaktivitäten ist ein wichtiges Thema oder wie Trump Geld zurück in die USA schafft, in dem er die Steuern herabsetzt.

Viele Staaten könnten Investitionen in die Infrastruktur gebraucht. PPP fände ich ideal. Dort fänden auch Fond der Altersversorge Möglichkeiten zum Investieren. Liquidität würde nicht länger vegetieren sondern arbeiten. Gesetzlich liesse sich die Grundversorgung wie angemessene Gewinne sichern. Bei den heutigen Renditen auf Top-Bonität-Bonds währen schon fünf Prozent fürstlich. Das Interesse der Allgemeinheit und damit der Demokratie und der Wirtschaft und damit der Marktwirtschaft/dem Kapitalismus liessen sich vereinbaren.

Generell:
Die Probleme die bestehen, bleiben bestehen. Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Wir müssen auf dem Aufbauen, was wir haben.

Ein grosses Problem ist die mangelhafte Kooperation zwischen den Staaten, die Konzernen erlaubt, diese gegeneinander auszuspielen.

Habe ich das bestehende Geldsystem je ernsthaft infrage gestellt:
Ja. Das Geldsystem begann sehr früh in der Entstehung der Zivilisation. Es braucht ein Tauschmittel und etwas, um den Wert festzulegen. Der Römische Reich zerbrach wegen korrupten und verrückten Kaisern, die auch die Qualität der Münzen minderten, aber denen es auch an Kriegsbeute fehlte, um das Volk bei Laune zu halten. Dazu kam, dass durch Völkerwandung Volksgruppen den Tauschhandel stärkten, was die wirtschaftliche Basis weiter erodieren liess. Ein effektives Finanzsystem gehörte zum Erfolgskonzept vom British Empire und dass die Briten die USA in die Unabhängigkeit entliess, lag nicht nur daran, dass sich plötzlich alle gegen sie stellten, der Krieg wurde auch sehr teuer. Ich kam zum Schluss, dass die Wirtschaft die Basis für Macht, Wohlstand und auch Wohlfahrt ist und Kapitalismus – wenn auch nicht pur – am besten geeignet ist, dass zu sichern.

Sehe ich mir die Gegenwart an. Sehe ich das kollabierende sozialistische Venezuela, ich sehe ein mit Rohstoffen, landschaftlicher vielfallt, einem fleissigen und kreativen Volk gesegnetem Russland, dass wirtschaftlich desolat ist, es als Sowjetunion war und auch als Zarenreich ein Nachzügler war, weil immer oligarchische Strukturen herrschten, deren Zentrum politisch war.

Es lässt sich natürlich argumentieren, dass auch in der Wirtschaft oligarchische Strukturen herrschen und das Argument ist korrekt. Aber diese lassen sich leichter aufbrechen und sich in einer Demokratie besser kontrollieren. Wo die Macht von Wirtschaft und Politik sich zusammen bündeln, bestehen die grössten Probleme. Denn es ist zu leicht den eigenen Besitzstand zu wahren.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Ich »

Holla, bin jetzt aber echt positiv von Deiner Reaktion überrascht! Geht doch. ;)
Remus Horizon hat geschrieben:Gerechtigkeit beginnt und endet beim eigenen Vorteil, damit auch das Streben nach einem harmonischen Gleichgewicht.
Interessante Aussage, die Ich hier so zunächst einmal unkommentiert stehen lassen möchte.
Remus Horizon hat geschrieben:Der sterbende Mittelstand:
Der Mittelstand steht heute aus verschiedenen Gründen unter Druck. Technische Erneuerungen kommen heute schneller aus den Labor, dank höherer Produktivität und Zwang zur Kosteneffizienz sind sie auch schnell auf dem Markt. Das setzt viele Arbeitnehmer unter Druck. Vorerst traf es primär den sekundären Sektor. In der nächsten Runden kommt der Dienstleistungssektor an die Reihe. Hier sehe ich auch einfache Anlageberater in Gefahr. Schon heute gibt es interessante Anlagetools und soziale Netzwerken, mit denen, der sich selbst informiert, mehr leisten kann, als kurze Gespräche mit einem Anlageberater leisten.
Zwei Punkte, auf die Ich diesbezüglich kurz eingehen möchte:
"Zwang zur Kosteneffizienz" (z.B. durch Konkurrenzdruck) = primär niedrige Löhne, Arbeitsplatzexport bzw. Standortwechsel in Billiglohnländer etc., pp. - genau da müsste (u.a.) der Gesetzgeber ansetzen!
Tut er aber nicht. Warum? Die Antwort darauf steht in dem vorletzten Satz Deines obigen Beitrags!
Remus Horizon hat geschrieben:Ich sprach die Kosteneffizienz an. Die hat natürlich mit Gewinnen und damit Geld zu tun. Tatsächlich setzt das viele Menschen unter Druck, aber für den Fortschritt, Wohlstand und Wohlfahrt ist das unausweichlich. Es gibt immer wieder schwierige Phasen, durch die wir müssen. Wir leben heute länger als vor zwanzig, fünfzig oder hundert Jahre. In einer Zeit war ein Arzt nur etwas für Reiche, vor gar nicht allzu langer Zeit nahm ein Supercomputer, der leistet, was ich heute in der Hosentasche trage, mehrere Stockwerke ein und vieles mehr.
Tja, wie soll eine sehr rasante Entwicklung auf einem arbeitsplatzrelevanten Gebiet am besten vonstatten gehen? Man denke z.B. mal an die Robotik.
Ob die ganzen Finanzjongleure, Konzernchefs und Aktienbarone wohl an die Massen von Arbeitsplätzen (hinter jedem steckt ja mindestens ein betroffener Mensch), die dadurch ja zwangsläufig ebenso rasant wegfallen werden, wohl genauso denken, wie z.B. an ihre Gewinne und zukünftigen Märkte?

Und wer soll diese Massen dann auch noch "am Kacken" halten? Etwa dieser Staat? :lol: Ernsthaft: Sozialer Sprengstoff.
Oh, man sorgt schon vor:
Aber nicht mit weltfremden Sozialprogrammen (welche in diesen Maßstäben sowieso nicht mehr umsetzbar wären), sondern eher mit diversen & lustigen "Institutionen", wie z.B. Eurogendfor etc. ...
Remus Horizon hat geschrieben:Dort fänden auch Fond der Altersversorge Möglichkeiten zum Investieren. Liquidität würde nicht länger vegetieren sondern arbeiten. Gesetzlich liesse sich die Grundversorgung wie angemessene Gewinne sichern. Bei den heutigen Renditen auf Top-Bonität-Bonds währen schon fünf Prozent fürstlich. Das Interesse der Allgemeinheit und damit der Demokratie und der Wirtschaft und damit der Marktwirtschaft/dem Kapitalismus liessen sich vereinbaren.
Wie definierst Du eigentlich "Kapitalismus"? Dieser muss übrigens rein gar nichts mit "Demokratie" zu tun haben (und hat es zumeist auch nicht!).
Und der globale (!) Kapitalismus ist auch weniger an Altersvorsorgen interessiert. Hauptsache, der "One-World"-Konsumbürger hat (gerade) noch genug in der Tasche, um die entsprechenden Produkte, welche ihm werbewirksam ins Unterbewusstsein gehämmert werden, kaufen zu können - am besten noch auf Pump, damit auch die Banken davon mit profitieren können.
(Nebenbei bemerkt: Deine Argumentation - v.a. speziell hier - lässt schon darauf schließen, dass Du Dich mit möglichen Alternativen bislang noch nicht wirklich auseinandergesetzt hast. Nix für ungut)
Remus Horizon hat geschrieben:Ein grosses Problem ist die mangelhafte Kooperation zwischen den Staaten, die Konzernen erlaubt, diese gegeneinander auszuspielen.
Wundert Dich das? ;) Die klassischen Nationalstaaten gibt es (auf Regierungsebene) schon lange nicht mehr bzw. werden gezielt korrumpiert und sabotiert.
Politiker z.B. sind doch zumeist nur die sichtbaren Strohmänner vor dem Bühnenvorhang, wenn man so will. Man schaue sich z.B. nur mal den ganz unverblümten Lobbyismus in Farwest an. So wird heute Politik gemacht. Da geht es nur um Kohle (und um Kontrolle!). Zwischenfrage: Sagt Dir z.B. "Black Rock" etwas? Bestimmt.
Aber das ganze ist noch durchaus weitreichender:

Was steht diesen globalen Finanzstrategen (!) im Wege? V.a. jede Kultur und auch jede Art von Nationalgefühl (also alles, was einen verbindenen Charakter, welcher sich durch diverse Werte definiert, hat). So sind z.B. die heutigen Kriege nicht nur Riesengeschäfte, sondern zugleich auch ein Mittel, um o.g. langfristig zu unterminieren und letztendlich zu zerstören, indem man diese verschiedenen Menschen gegeneinander aufhetzt. (Das kann man heutzutage u.a. wunderschön bei den militärischen US-Destabilisierungsaktionen ganzer Regionen beobachten.) Ergo: Eine Doppelstrategie.

Erst dann hat man nämlich eine (relativ solide) neue Welt erschafft, der man ungestört eine völlig geistlose Art von "McDoof- und Cola-Pseudokultur" global aufoktroyieren kann, mit einer Weltbevölkerung, bei der iwelche Werte nichts mehr zählen bzw. gar nicht (mehr) bekannt sind und sich so obendrein auch noch umso leichter (wie jeweils gewünscht) manipulieren lässt- sprich: moderne Sklaverei!
Also eine Weltbevölkerung, die als (gewollte) Konsequenz hauptsächlich aus geistlos gezüchteten Konsumzombies besteht. Das nenne Ich wirklich menschenverachtend.

Noch etwas anderes: Die These, dass gerade dieser vorherrschende (Raubtier-)Kapitalismus als Garant für "Wohlfahrt" etc. zu bezeichnen wäre, halte Ich dann doch für... "sehr gewagt". :lol:
Remus Horizon hat geschrieben:Sehe ich mir die Gegenwart an. Sehe ich das kollabierende sozialistische Venezuela, ich sehe ein mit Rohstoffen, landschaftlicher vielfallt, einem fleissigen und kreativen Volk gesegnetem Russland, dass wirtschaftlich desolat ist, es als Sowjetunion war und auch als Zarenreich ein Nachzügler war, weil immer oligarchische Strukturen herrschten, deren Zentrum politisch war.

Es lässt sich natürlich argumentieren, dass auch in der Wirtschaft oligarchische Strukturen herrschen und das Argument ist korrekt. Aber diese lassen sich leichter aufbrechen und sich in einer Demokratie besser kontrollieren. Wo die Macht von Wirtschaft und Politik sich zusammen bündeln, bestehen die grössten Probleme. Denn es ist zu leicht den eigenen Besitzstand zu wahren.
Venezuela... Wer Beansprucht denn dort - ganz offen - die Vorherrschaft und hat mit Hilfe einiger Lokaleliten noch vor ein paar Jahren versucht, den mittlerweile verstorbenen Chavez mit einem Putsch aus dem Wege zu räumen? (Dies ist übrigens ein Fall, bei dem die Vorgehensweise mit der des Maidan fast identisch ist!)
Remus Horizon hat geschrieben:Wo die Macht von Wirtschaft und Politik sich zusammen bündeln, bestehen die grössten Probleme.
In allen Industriestaaten (welche sich natürlich auch alle als "demokratisch" bezeichnen) ist das doch schon lange gegeben.

Wo ist das (heutzutage) denn nicht so?


So, jetzt aber erst einmal genug für heut'.
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Re: Geldzauber

Beitrag von gabor »

Oha...Finanzkasper, und hat auch noch die ganze Welt bereist...und alles gesehen.
Und wer was wo falsch macht, weiss er auch noch... :lol: :lol: :lol:
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Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Geldzauber

Beitrag von Remus Horizon »

Der Lobbyismus erschwert die Kooperation zwischen Staaten, in dem er die Eigeninteressen der eigenen Branchen in den Vordergrund stellt. Gewinne versorgen die Staatskasse, gesicherte Arbeitsplätze liefern Wählerstimmen.

Ohne Zweifel wird die Werbung immer ausgefeilter, wozu die personalisierte Werbung gehört. Schlussendlich bleibt es im Ermessen von Konsumenten, sich beeinflussen zu lassen. Werbung nutzt die Triebe, Hoffnungen und Ängste der Menschen und setzt auch bei den sozialen Bedürfnissen an. Kleider müssen von einer gewissen Marke stammen, gewisse Getränke werden in bestimmten Gruppen konsumiert usw. Hier ist Willenskraft gefordert, Selbstvertrauen, dass gefördert werden sollte.

Ich halte die EU auch für ineffizient und reformbedürftig, wobei ich den ein oder anderen Schritt zurück machen würde. Die geordnete Abwicklung vom Euro würde ich ganz oben auf die Liste setzen. Das wäre entgegen der Behauptung der Politik sehr wohl möglich. Vorübergehend könnte der Euro alles Kunstwährung ähnlich dem Sonderziehungsrecht erhalten bleiben, damit finanziell angeschlagene Staaten nicht kollabieren. Ihre Währungen würden massiv an Wert verlieren, Kapital würde abgezogen. wobei vorübergehend wahrscheinlich für Jahrzehnte stehen würde. Die Zinsen würden natürlich schwer belasten, sodass eine teilweise Stundung erforderlich wäre. Der Wert der Anleihen bliebe erhalten – auch wenn es noch künstlich wäre –, es käme zu einem sanften Schuldenabbau, während die angeschlagenen Staaten den finanziellen Spielraum hätten, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Gelang ihnen das, erholen sich die Währungen, ein Teil der Zinsen währe wieder tragbar oder sie nutzen Überschüsse, um gestundete Schulden abzubauen. Der Weg wäre nicht einfach, aber auf diesem Gerüst liesse sich etwas aufbauen.

Ohne Zweifel verfolgen die USA ihre geopolitischen Ziele. Dass die USA ein gross angelegtes Destabilisierungsprogramm besitzen, erachte ich als unwahrscheinlich. Chaotische Verhältnisse lassen sich nicht kontrollieren, sodass immer offen ist, der als Sieger hervorgeht. Die Situation in Nordafrika und dem Nahen Osten ist kaum im Interesse der USA, genauso wenig die Situation in der Ukraine. Die Eskalation endokrine basiert wesentlich auf Putins Angst, dass die NATO ihre westliche Flanke vollkommen einschliesst und besonders dem ballistischen Schild, der einen effizienten nuklearen Zweitschlag verunmöglicht.

Mit den Wirren nach dem arabischen Frühling ist die südwestliche und westliche Flanke von Europa aufgebrochen. Teile von Syrien sind postapokalyptisches Ödland, Libyen ist auf dem besten Weg dorthin, Ägypten, dass ein treuer Verbündeter der USA war, ist geschwächt, dazu nicht mehr so kooperativ, nachdem die USA sich während dem arabischen Frühling als wenig zuverlässig erwiesen. In Anbetracht, dass die USA sich aus dem Irak und Afghanistan weitgehend zurückziehen musste, ist es unlogisch, dass Chaos nützlich wäre. Es hätte immer militärisches Potenzial gebraucht, um das Chaos zu nutzen. Aber mindestens den Willen, nichtdemokratische Kräfte zu unterstützen. Das hätte die Unterstützung der Bevölkerung erfordert, die kaum vorhanden war. Was militärische Interventionen angeht, USA besitzen das mächtigste, aber auch das teuerste Militär. In Anbetracht der finanziellen Situation der USA, war eine Intervention unmöglich. Dazu wollen die Bürger, dass mehr für die Wirtschaft und Arbeitsplätze getan wird.

Zum Kapitalismus gehört für mich unter anderem, dass man die Früchte seines Erfolges ernten darf, dass Leistung belohnt wird, Eigentumsrechte garantiert sind, auch die Konsumgesellschaft gehört dazu. Man soll konsumieren, was man für richtig hält.

Kapitalismus und Demokratie stehen tatsächlich nicht in unmittelbarer Beziehung. Sie schliessen sich sogar raus. Deswegen will ich, dass auf wirtschaftlicher Ebene die Marktwirtschaft gehört, auf politischer Ebene gehört die Demokratie. So soll ein Gleichgewicht zwischen Kapital und Machtkonzentration auf der einen Seite und Masse und Egalität auf der anderen Seite bestehen.

Die Verquickung von Wirtschaft und Politik ist Realität. Aus diesem Grund vermag Demokratie und Kapitalismus nur schwer ein Gleichgewicht zu finden. Sitze in einem Parlament bedeuten Zugang zu Lobbyisten und die zu lukrativen Jobs nach dem Ende der politischen Karriere – oder sogar während dieser.
Eine Theorie zu den Multiversen besagt, dass jeder Gedanke ein neues Universum erschafft. Kein wunder verirren wir uns so häufig.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Tyger »

Remus Horizon hat geschrieben: Zum Kapitalismus gehört für mich unter anderem, dass man die Früchte seines Erfolges ernten darf, dass Leistung belohnt wird, Eigentumsrechte garantiert sind, auch die Konsumgesellschaft gehört dazu. Man soll konsumieren, was man für richtig hält.

Kapitalismus und Demokratie stehen tatsächlich nicht in unmittelbarer Beziehung. Sie schliessen sich sogar raus. Deswegen will ich, dass auf wirtschaftlicher Ebene die Marktwirtschaft gehört, auf politischer Ebene gehört die Demokratie. So soll ein Gleichgewicht zwischen Kapital und Machtkonzentration auf der einen Seite und Masse und Egalität auf der anderen Seite bestehen.
Was immer Du persönlich unter Kapitalismus verstehst - Kapitalismus ist die Absolutherrschaft des Kapitals, also des Geldes als solches. Das ist der Wert, der im Kapitalismus über allem steht, einschließlich jeglicher menschlicher Freiheiten oder gar Leistungsgerechtigkeit. Marktwirtschaft und Kapitalismus schließen sich gegenseitig aus. Die Einführung von Marktwirtschaft anstatt Kapitalismus würde auch ich mir wünschen, dann würde z.B. jeder Mensch als König Kunde behandelt werden statt als Konsumvieh.
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Re: Geldzauber

Beitrag von Ich »

Remus Horizon hat geschrieben:Ohne Zweifel verfolgen die USA ihre geopolitischen Ziele. Dass die USA ein gross angelegtes Destabilisierungsprogramm besitzen, erachte ich als unwahrscheinlich. Chaotische Verhältnisse lassen sich nicht kontrollieren, sodass immer offen ist, der als Sieger hervorgeht. Die Situation in Nordafrika und dem Nahen Osten ist kaum im Interesse der USA, genauso wenig die Situation in der Ukraine. Die Eskalation endokrine basiert wesentlich auf Putins Angst, dass die NATO ihre westliche Flanke vollkommen einschliesst und besonders dem ballistischen Schild, der einen effizienten nuklearen Zweitschlag verunmöglicht.

Mit den Wirren nach dem arabischen Frühling ist die südwestliche und westliche Flanke von Europa aufgebrochen. Teile von Syrien sind postapokalyptisches Ödland, Libyen ist auf dem besten Weg dorthin, Ägypten, dass ein treuer Verbündeter der USA war, ist geschwächt, dazu nicht mehr so kooperativ, nachdem die USA sich während dem arabischen Frühling als wenig zuverlässig erwiesen. In Anbetracht, dass die USA sich aus dem Irak und Afghanistan weitgehend zurückziehen musste, ist es unlogisch, dass Chaos nützlich wäre. Es hätte immer militärisches Potenzial gebraucht, um das Chaos zu nutzen. Aber mindestens den Willen, nichtdemokratische Kräfte zu unterstützen. Das hätte die Unterstützung der Bevölkerung erfordert, die kaum vorhanden war. Was militärische Interventionen angeht, USA besitzen das mächtigste, aber auch das teuerste Militär. In Anbetracht der finanziellen Situation der USA, war eine Intervention unmöglich. Dazu wollen die Bürger, dass mehr für die Wirtschaft und Arbeitsplätze getan wird.
Heute nur kurz etwas dazu - zuerst zu Deinem letzten Satz: Die Rüstungsgiganten, mitsamt ihren verschachtelten Tochterfirmen, sind die potentesten Arbeitgeber, vor allem in den USA (z.B. Boeing etc.).

Zu oben: Das Ziel der angloamerikanischen Militäreinsätze ist (neben der Regulierung des weltweiten Opiumhandels in Afghanistan) es doch gerade, in diesen Ländern erst richtig Chaos zu schaffen - und kein klassischer Sieg auf Schlachtfeldern! Divide et impera. Und dabei sahnen sie auch richtig ab (u.a. auch Öl, aber nicht nur). Ihre Truppenkontingente sind z.Zt. weltweit überdehnt. Daher labern sie auch Europa in puncto Mil-Unterstützung immer wieder voll, zeitgleich mit überaus nützlichen Begleiterscheinungen, wie z.B. obskure Weihnachtsmarkt-Touren via Lkw usw., versehen...
Chaos stiften, Menschen (hinterrücks) gegeneinander aufhetzen (siehe oben ;) )... sprich: das Spalten! Übrigens eine beliebte Masche der alten (GREAT*würg*-)Briten - was man heute noch sehr gut an den Kaschmir-Konflikten erkennen kann - welche als Strategie übernommen wurde, um Kontrolle (via Chaos) bzw. Druck ausüben (heute v.a. seitens Farwests) zu können, wenn es zeitweise nicht direkt(er) geht.
Mehr dazu bei Interesse. Thx. ;)
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Bedecktes Feuer hitzt am meisten.