Tears Of Kali

Horror, Thriller, Fantasy, Sci-Fi, Mystery

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ap
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Tears Of Kali

Beitrag von ap »

Ende der Siebziger Jahre ist Poona in Indien eine Anlaufstelle für viele Menschen, die ein neues Seelenheil suchten. Anfang der Achtziger gründeten sich eine Reihe von Kommunen und Selbsterfahrungsgruppen. Von einer der größten, der Raijnish Gruppe, spalten sich nach einiger Zeit viele kleinere Gruppen ab und therapieren auf eigene Weise eine als krank empfundene westliche Welt. Eine davon war die berühmt, berüchtigte Taylor - Eriksson Gruppe, denen kein Experiment radikal genug war. Obwohl niemand genau wußte wer Taylor und Eriksson waren, woher sie kamen und was genau ihre Ziele waren, hatte die Gruppe einen großen Zulauf. Es gab seltsame Gerüchte über die Gruppe, über extreme Selbstfindungs- Experimente und das Verschwinden einiger Schüler. Dann Ende 1983 löste sich die Gruppe plötzlich auf.

(Shakti)
20 Jahre später versucht eine junge Frau, Tansu Yilmaz den Mord an den Therapeuten Samarfan zu klären. Sie stößt bei ihren Recherchen auf eine Frau, Elisabeth Steinberg, die wegen der Mordaffäre in einer psychatrischen Anstalt verwahrt wird. Während eines Gesprächs erfährt Tansu, das Samarfan Mitglied der Taylor – Eriksson Gruppe war. Bald stellt sich heraus, daß auch Elisabeth ein schreckliches Geheimnis mit sich trägt...

(Devi)
Um einer längeren Gefängnisstrafe zu entgehen, muss sich der junge Gewalttäter Robin für 15 Std. in eine sozialtherapeutische Behandlung begeben. Dr. Steiner genießt einen guten Ruf, wegen seiner großen Erfahrung mit Gewalttätern. Anfang der Achtziger vervollständigte er seinen therapeutischen Erfahrungsschatz in Poona, Indien in einer ganz bestimmten radikalen Selbstfindungsgruppe. Doch für Robin wird Dr. Steiners Therapie zu einer bösen Erfahrung...

(Kali)
Der Wunderheiler, der sich selbst „Der Goldene“ nennt, hält therapeutische Gruppensitzungen ab, in denen er Heilung verspricht. Doch in Wirklichkeit ist „Der Goldene“ ein Scharlatan und Trinker. Eines Tages bittet ein Frau um eine spezielle Behandlung. Als sie Ihn um die Befreiung von einer großen Last bittet, die sie schon seit Jahren mit sich schleppt, setzt der Heiler unbewußt eine unheimliche Macht frei...


In drei Episoden, Shakti – Kali – Devi, um die eine Rahmenhandlung gefasst ist, werden die unheimlichen Geschichten der Taylor – Eriksson Gruppe und deren Schüler erzählt, die ihre Grenzen in Selbstfindung, Sex und Gewalt neu definieren wollten. Was anfangs beginnt wie ein psychologisches Vexierspiel, entpuppt sich bald als purer Terror.
Regisseur Andreas Marschall (Schnitt, Drehbuch und Regie) begann seine Karriere als Comic- Zeichner u.a. für Heavy Metal und U- Comix. Er malte Filmplakate, Buchillustrationen und war für über 120 Schallplatten - Cover als Zeichner verantwortlich. Anfang der Neunziger drehte Andreas die ersten Musikvideos – bis heute hat er über 60 Videoclips, sowie Werbung und Industriefilme als Regisseur gedreht. Er schrieb Drehbücher und inszenierte mehrere Kurzfilme. Am Anfang der neunziger fürte er Regie bei dem ersten Horror – Musik Film mit der Rockgruppe “Kreator”. Das “Longform Video” mit dem Titel „Hallucintative Comas“ (1991) war ein Erfolg und wurde in USA , England, Japan und Deutschalnd auf dem Videomarkt veröffentlicht.Ende der Neunziger begann seine Karriere als Cutter u.a. für den Actionfilm „Track“(1999) und das Kriegsgefangenendrama „Soweit die Füsse tragen“ („As Fahr As My Feet Will Carry Me“ 2001), sowie div. TV Serien. „Tears of Kali“ ist Andreas Marschalls Spielfilmdebut.

„TEARS OF KALI“ lief bisher auf diversen Festivals im Ausland, wo der Film folgende Preise mit nachhause brachte:

22nd Brussels International Festival of Fantastic Film
12 - 24 March 2004, Auditorium 44

Special Mention
(Mention Spéciale)

Tears of Kali
directed by Andreas Marschall (Germany)

" Mention awarded to director Andreas Marschall (and to producer and distributer) as an encouragement for his inventive approach in the tradition of horror films. "

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LE MELIES D'ARGENT
(Silver Melies)

Winner of the European Competition

CINENYGMA - Luxembourg International Festival / 8th Editition
28 March - 2 - April, Utopolis, Luxembourgh

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Trailer Quicktime 1,2 MB: [url]undefined://www.tears-of-kali.de/download/trailer/trailer_mini.mov[/url]

Trailer Quicktime 7,7 MB: [url]undefined://www.tears-of-kali.de/download/trailer/t ... medium.mov[/url]

Trailer Realtime 33,6 MB: [url]undefined://www.tears-of-kali.de/download/trailer/h ... trailer.rm[/url]

Hier 11 exklusive Bilder zu den letzten beiden Episoden des Films. Bitte bedenkt, dass die Bilder nur Presseshots sind und sich optisch vom Film unterscheiden:

[img]undefined://www.wicked-vision.com/news/teras_news/cover.jpg[/img]

[img]undefined://www.wicked-vision.com/news/teras_news/2.jpg[/img]

[img]undefined://www.wicked-vision.com/news/teras_news/7.jpg[/img]

[img]undefined://www.wicked-vision.com/news/teras_news/9.jpg[/img]

[img]undefined://www.wicked-vision.com/news/teras_news/10.jpg[/img]



Die DVD soll 2005 von ANOLIS kommen.


Quelle: [url]undefined://forum.dvd-inside.de/showthread.php?t=109224[/url]

Mehr Info: [url]undefined://www.wicked-vision.com[/url]




Mathieu Carrière

Mathieu Carrière (Cornelsen, der Goldene, Episode Kali). Über seinen künstlerischen Status gibt es keine Zweifel. Er nimmt wie selbstverständlich im internationalen Kino (im deutschen sowieso) eine Sonderstellung ein. Seine Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Thiele, Schlöndorff, Vadim, Borowczyk, Wajda, Rohmer, Kümel, Cajano, Bava oder Castellari. Carrière, geboren in Hannover, Deutschland, wurde durch den berühmten Zufall schon im Alter von 13 Jahren entdeckt. Und seit dem ist er den Kino verfallen, unermüdlich spielend, in einen Film nach dem anderen, rastlos und kreativ. Dabei spielt das Genre keine Rolle. Und immer wieder spielte er auch in Filmen mit, die zum phantastischen Genre gehören.

Mathieu Carrière – Seine Filme (Auswahl)

Tonio Kröger (1964)
Passante du Sans-Souci, La (1982)
Junge Törless, Der (1966)
Flambierte Frau, Die (1983)
Gates to Paradise (1968)
Terminus (1987)
Malpertuis (1971)
Placer de matar, El (1987)
Bluebeard (1972)
:arrow: Christopher Columbus: The Discovery (1992)
Parapsycho (1975)
Grande fuoco, Il (1996)
Germicide (1976)
Ritorno di Sandokan, Il (1996)
Born for Hell (1976)
Joy-Rider (2002)
Police Python 357 (1976)
High Speed (2002)
La chute de la maison Usher (1981)
:arrow: Luther (2003)
Dantons Tod (1981)
Tears of Kali (2004)


Peter Martell (Pietro Martellanz)

Peter Martell (Eriksson, Episode Poona: 1983), geboren in Bozen, Italien, begann als Stuntman beim Film. Bekannt als Schauspieler wurde er durch viele Genreproduktionen, vornehmlich Agenten, Thriller und Westernfilme. Seit den sechziger und siebziger Jahren spielte er in vielen internationalen Produktionen mit. In den achtziger und neunziger wurde es stiller um Ihn, seit 2001 steht er wieder regelmässiger vor der Kamera.

Peter Martell – Seine Filme (Auswahl)

Long Day Of Hate (1967)
Lola Colt (1967)
The Cobra (1968)
Bandits In Milan (1986)
Operation Redpoint (1969)
Gunman Of Ave Maria (1969)
The Bloody Judge (1970)
Mission Phantom (1970)
Ciakmull-The Unholy Four (1970)
Dolanies Melody-Desert Of Fire (1971)
Paris Sex Murders (1973)
Death Walks At Midnight (1973)
The Sicilian Cross-Streetpeople (1975)
Safari Express (1976)
:arrow: Momo (1986)
Starring Peter Martell (Dok. 1997)
:arrow: Killerbarbies VS. Dracula (2002)
Tears Of Kali (2004)


Adrian Topol

Adrian Topol (Florian, Episode Shakti), sechsfacher Deutscher Meister in verschiedenen Kampfkunst-Arten, u.a. Kung-Fu und Schwertkampf (Aufenthalt im Kloster Shaolin, China). Er begann Ende der neunziger mit seiner Schauspielaus - bildung. 2001 stand er das erste Mal vor einer Kamera und seitdem ist Adrian einer der jungen Darsteller im Deutschen Fernsehen. 2003 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis (Förderpreis für den Film „Königskinder“) als bester deutscher Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Für „Tears of Kali“ fungierte er auch als Co - Produzent.

Adrian Topol – Seine Filme

Geknallt (2001)
Tausche Firma gegen Haushalt (2002)
Robbie (2003)
:arrow: Tatort: Die Liebe und ihr Preis (2003)
Stubbe: Von Fall zu Fall (2003)
:arrow: Tatort: Teufelskreis (2003)
Sperling & die Angst vor dem Schmerz (2003)
Bloch: Der Fleck auf der Haut (2003)
Königskinder (2003)
Tears Of Kali (2004)

Magdalena Fernandez Ritter

Magdalena Fernandez Ritter (Erikssons Schülerin, Episode Poona:1983) Magdalena spielte in vielen deutschen TV und Kinofilmen, aber auch in internationalen Produktionen. Außerdem ist sie regelmäßig auf deutschen Theaterbühnen zu sehen.

Magdalena Fernandez Ritter – Ihre Filme (Auswahl)

Flucht nach vorn (1986)
Der Madonna Man (1987)
La Forja De Un Rebelde (1989)
Sunday Boy (1991)
The Man On The Balcony (1993)
La Due Madre Per Rocco (1993)
Das Double (1993)
:arrow: Nostradamus (1994)
:arrow: Tatort: Der Trippler (2000)
Tears Of Kali (2004)

Anja Gebel

Anja Gebel (Kim, Erikssons Shülerin, Episode Poona:1983) steht seit 2001 vor der Kamera. Ihr Lieblingsgenre ist der Fantasy und Horrorfilm. Sie ist auf dem besten Wege, Deutschlands „Scream Queen Nr.1“ zu werden.

Anja Gebel – Ihre Filme (Auswahl)

:arrow: Dämonenbrut (2000)
Feuchte Mösen nach Schulschluß (2001) :D :D :D
:arrow: Mutation 3-Century Of The Dead (2002)
:arrow: Rigor Mortis-The Final Colors (2003)
At The End Of Eternity (2003)
Sounds Of Fear (2003)
:arrow: Space Wolf (2003)
:arrow: Lord Of The Undead (2004)
Daniel von Euw's Dunkles Vermächtnis (2004)
Tears Of Kali (2004)


Weitere Hauptrollen:

Michael Balaun (Dr. Steiner, Episode Devi ) ist in Deutschland ein bekannter Theaterschauspieler und Schauspiellehrer. Alle Jahre wieder sieht man ihn auch vor der Kamera, u.a. in „Michelle“(1994), „Die Abenteuer der Frau Helene“(1996) und „Eine Familie zum Pferdestehlen“(1998).


Cora Chilcott (Mira, Episode Kali), Sängerin, Diseuse, DADAistin und Schauspielerin aus Berlin. Im deutschen TV durch viele Rollen bekannt u.a. „Das Schwein“ (1994), „Alarmcode 112“ (1995), „Champagner und Kamillentee“ (1997), „Balko“ (1999) und „SOKO Leipzig“ (2003)


Ulrich Lenk (Haymo, Episode Kali), ist in Deutschland ein bekanntes Gesicht in der Theaterszene. Seit Anfang der neunziger spielte der Charaktermime auch in vielen TV Filmen mit, so u.a. in „Tandem“ (1991), „Basel-Barfi“ (1995), „Underdogs“ (2002) und „Süchtig – Sehnsüchtig (2003).


Irena-Heliana Jandris (Shakti/Elisabeth Steinberg, Episode Shakti, Hauptrolle) und Nuran Celik (Tansul Yilmaz, Episode Shakti, Hauptrolle), Vronie Kiefer (Tilde, Episode Kali, Hauptrolle) sowie Marcel Trunsch (Robin, Episode Devi, Hauptrolle) geben in „Tears of Kali“ ihr Debut vor der Kamera.

Special Make up Effects

Für die Special Make Up SFX in der Episode Shakti zeichnet sich Nikolaj Espinoza y Bach verantwortlich. Er war Chef-Maskenbildner bei verschiedenen Theater und Musicals. Für das Kino arbeitete er als Make Up Artist u.a. an den Filmen “Der Schübling” (2000) und “Wolfszeit” (2002). (undefined://www.headquarter-make-up.de).


Für die Episoden Poona 1983, Devi und Kali kreierte dr jones laboratories die Special Make Up SFX. Ariane Kohlheim (SFX and Character Make up) und Marcel Caspers (Dummies, Animatronics and practical SFX). Das in Berlin ansässige SFX Labor führte führte bei vielen Produktionen die verschiedensten SFX aus, u.a. für “Lex – The Dark Zone / Season 2 (1998) “Tangled” (1999), “Day 26” (2001) “Detective Lovelorn and the Revenge of the Pharao” (2002), “Agon” (2003), “Invasion of the Planet Earth” (2003), “Corpus Delicti” (2003), “Your Heart inside my Brain” (2004). (undefined://www.drjoneslab.com).

copyright der texte bei Cut & Run und Anolis Film





Noch mehr über den Regiesseur Andreas Marschall:
Biografie:

Geboren 1961 in Karlsruhe.
Seit 1981 wohnhaft in Berlin.

Zunächst als Werbe-Illustrator und Kunstmaler tätig (Coverdesign für Schallplatten und Cds, Filmplakate etc.)

Veröffentlichungen von Comics nach Texten von Rodolphe/Letendre in Metal Hurlant (Frankreich) , Vibora (Spanien) , Schwermetall , Stripspiegel u.a.
Gleichzeitig bis 1986 Mitarbeit an Kurzfilmen der HFF München als Ausstatter und Storyboardartist.
1987 Drehbuch des Kurzfilms "Kristalltod"(Regie: Pascal Hoffmann), Mitarbeit an Filmen des Regisseurs Jörg Buttgereit ( " Hot Love").

Regieassistent bei der Comedyserie SKETCHHOTEL ( VOLCANO M für RTL PLUS)
Regie bei drei Folgen derselben Serie.

Freier Regisseur seit 1988. Regie bei Musikclips (1990-92 bei MODERN VIDEO; Berlin) und Werbespots.

1995 Gründung der Produktionsfirma CUT AND RUN mit Heiner Thimm. Regie und Schnitt von Musikvideos ( Kreator,Extrabreit, Harald Juhnke, Guano Apes, uvm.)

1998-99
Schnitt des Spielfilms "Track"( Regie: Sami Balkas)
Konzeptionsarbeit und Regie von Imagefilmen für Firmen der Kirch Gruppe (Beta Business, Beta Research).

Seit 99 Szenenarbeit (Kameraarbeit) mit Schülern der REDUTA Schauspielschule Berlin. Theaterarbeit mit der Sängerin und Schauspielerin Magdalena Fernandez Ritter ("Im Flammenwalzer").

Seit 1999 Schnitt von Fernseh- und Kinospielfilmen ("Soweit die Füße tragen"(CASCADEUR FILM), "Küstenwache" (OPAL FILM, ZDF).


:arrow: :arrow: :arrow: Metal-Fans sollten mal ihre Cover checken.... :!:

Und die Zusammenarbeit mit Buttgereit ist auch nicht ohne (ganz davon abgesehen das sich der hochtalentierte Andreas seit Jahren professionell im Filmbiz betätigt).

TEARS OF KALI würde ich daher gar nicht als Amateurfilm ansehen, sondern als Quintessenz eines langen künstlerischen Werdeganges in vielen Bereichen.
Quelle: DVD-Inside, Autor BATO






ap sagt: *Lechz* 8O 8) Das klingt ja schon mehr als blos ein wenig gut, das klingt ja richtig Lecka !!!! :D
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ap
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Beitrag von ap »

und gesehen hab ich das Teil mittlerweile auch...:

ap hat geschrieben:sodala, ich hab den gestern Abend auch gesehen. Ich fand den Film sehr gut, vor Allem für einen deutschen Film !! TEARS OF KALI überzeugt durch 3 dichte, atmosphärisch starke geschichten, sehr spannend umgesetzt. Die Splatereffekte wirken gut und sind keinenfalls selbstzweckhaft (oder so) inszeniert.
Am besten hat mir die zweite Geschichte gefallen, das ist auch sicherlich die härteste, auch von wegen Spladders.
Story 3 hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, sie erinnert mich irgendwie an eine Kurzgeschichte von Stephen King.
Aber auch Story 1 konnte schon überzeugen.

Zwar erfindet Tears of Kali das Genre nicht neu, die Ideen der einzelnen Storys sind sicherlich auch schon mehr oder weniger ähnlich da gewesen. Trotzdem konnte mich der Film mehr überzeugen als so manch andere Vertreter dieses Genres.
Von diesem Regiesseur möchte ich nochmehr sehen! 8)
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Azazel
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Beitrag von Azazel »

sehe ich das fast genauso wie Du ;-) - mir hat ebenso die zweite Story am besten gefallen! Der Film insgesamt ist für einen deutschen Horrorfilm wirklich 1a!

hier meine Radiokritik dazu!

Ein deutscher Horrorfilm soll sehenswert sein?
Als ich von einem Freund die Empfehlung bekam mir unbedingt Tears of Kali anzusehen, waren das die ersten Worte, die mir durch den Kopf gingen und das zurecht; denn die Liste guter deutscher Horrorfilme der letzten 80 Jahre ist nicht länger als ein Einkaufszettel für Aldi. Außer den beiden Nosferatus von Murnau und Herzog und mit Abstrichen vielleicht noch Anatomie von Stefan Ruzowitzky und einige der Buttgereitfilme, wenn man die als Horrorfilme bezeichnen will, ist mir spontan kein Film eingefallen, doch sei’s drum – Alex, der mir diesen Film empfohlen hat, hat eigentlich einen guten Geschmack, der sich nicht selten mit meinem deckt – also brach ich auf um mir den Film zu holen und legte ihn eher skeptisch in den DVD-Player ein.

Was ich dann in den knapp 106 Minuten zu sehen bekam, war allerdings mehr als empfehlenswert, ja auf eine gewisse Weise beeindruckte mich der Film derart, dass er sofort einen Platz in meinen TOP 50 der besten Horrorfilme bekam.

Tears of Kali – the dark side of New Age von Andreas Marschall hat nicht umsonst bei diversen Festivals des phantastischen Films Preise bekommen; denn der Film ist nicht nur handwerklich gut gemacht, sondern es gelingen dem Regisseur auch zwei entscheidente Dinge, die unabdingbar sind um einen Film in Erinnerung zu behalten – das ist zum einen die Atmosphäre des Films – dem Regisseur gelingt es den Eindruck entstehen zu lassen, dass diese Geschichte einen Kern an Wahrheit enthalten könnte bzw. so passieren könnte und zum zweiten beinhaltet der Film immensen Stoff um danach noch darüber zu grübeln und sich Gedanken über den Kerninhalt zu machen – beides Dinge, die nicht vielen Filmen gelingt; denn wenn wir ehrlich sind, dann vergisst man den ohnehin zumeist bescheidenen Inhalt auch guter Horrorfilme zumeist nach Verlassen des Kinos schon wieder und hängen bleiben oft nur gute Special Effects – nicht so bei Tears of Kali....

Tears of Kali erzählt in einer Rahmenhandlung, die drei einzelne thematisch zusammenhängende Episoden miteinander verbindet – die Geschichte einer extremen Selbstfindungsgruppe in Poona/Indien in den 80er Jahren – die Tyler/Erickson-Gruppe, die, berüchtigt für ihre radikale Methoden ihren Mitgliedern die Türen in die dunkelsten Ecken des eigenen Unterbewusstsein eröffnete. Hier liegt auch der Reiz des Films begründet; denn gerade der Abstieg in das dunkelste innerste Selbst und die Begegnung mit den ureigensten Dämonen wird in eindringlicher Weise in die Hirne der Zuschauer transportiert.
Die Meditationspraktiken der Gruppe öffnen Türen, die besser geschlossen hätten bleiben sollen und die Auswirkungen auf einzelne Mitglieder sind katastrophal, was in Form der drei Episoden im einzelnen beleuchtet wird.

Im ersten Abschnitt – Shakti – recherchiert die indische Reporterin Tansu den mysteriösen Tod ihres Bruders Samarfan – ein Mitglied der Tyler-Erickson-Gruppe. Sie besucht Elisabeth, die sich während ihrer Zeit in Poona Shakti nannte auf. Dieselbe sitzt in einer psychatrischen Anstalt ein – indem Sie Shakti mit Details des Mordes konfrontiert, erhofft sich Tansu Aufklärung über den Tod ihres Bruders, der zerstückelt aufgefunden wurde.
Shakti gab damals bei der Polizei an selbst Samarfan ermordet zu haben, was aber nicht möglich war, da es Zeugen gab, die Shakti zum Zeitpunkt des Mordes an einem anderen Ort gesehen hatten – Tansu erfährt letztendlich wer die Mörderin ihres Bruders war, aber diese Information bezahlt sie mit ihrem eigenen Leben....

In der zweiten Episode DEVI – muss sich der Skinhead Robby einer Therapie unterziehen um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden. Der Therapeut Dr. Steiner – selbst einst Mitglied der Taylor-Erickson-Gruppe hat eine ungewöhnliche Behandlungsmethode die Robby auch über den Tod hinaus auf ewig heilen werden wird....

Der letzte Beitrag – Kali erzählt die Geschichte eines abgetakelten und unter Alkoholproblemen leidenden Wunderheilers, namens Cornelsen , der im Rahmen einer Sitzung eine Klientin von einem anscheinend psychischen Leiden erlösen kann – doch die Last von der er die Dame befreien kann, entpuppt sich als uralte dämonische Kreatur, die von der Frau damals in Poona durch die Meditationstechniken heraufbeschworen wurde und die sich nicht so einfach wegheilen lässt....

Fazit: der Film Tears of Kali – The dark side of New Age wird sich in eure eigene Seele einschleichen und dort an den Türen rütteln, hinter der Eure Dämonen nur darauf warten heraus zu können.....

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