Unendlichkeitsmeditation

Magie, Dämonologie, Traumdeutung, Tarot, Astrologie

Moderator: cool_orb

Antworten
Ambra

Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Ambra »

Unendlichkeitsmeditation


1. Phase

Versucht nach möglichkeit sicher zu gehen das ich nicht gestört werdet. In der anleitung steht das man ca. 3 std vor der Meditation nichts mehr essen soll. Gerade vollgefressen sollte man wirklich nicht sein, erschwert die Konzentration.
Setzt euch bequem auf den Boden, für die Meditationshaltung gilt das allgemein gültige „Locker aber fest“ – Prinzip. Nach meiner Erfahrung hilft es wenn der Raum gut beleuchtet ist, warum sieht man später.


2. Phase.

Nachdem man sich (individuell) etwas eingestimmt hat schließt man die Augen und versucht sich der Welt auf der man sitzt Bewusst zu werden. Ich persönlich versuche auch ihre Größe ein wenig zu „fühlen“. Anschließend versucht man sich des Kosmos der einem (und die Erde) umgibt bewusst zu werden.
Hat man das beides „zufrieden stellend“ geschafft beginnt die nächste Phase.


3. Phase

Imaginiert/visualisiert einen Lichtpunkt der durch den rechten Zeh in euren Körper eindringt und langsam im Bein emporsteigt und zwischen den Beinen (etwa Muladhara-Chakra) stehen bleibt. Dasselbe Spiel wiederholt man jetzt mit dem Linken Bein. Die beiden Lichtpunkte verbinden sich. Betrachtet den so entstandenen Punkt ruhig eine weile. Anschließend steigt der Punkt die Wirbelsäule empor bis er am Hinterkopf gegenüber des Dritten Auges steht. In gerader Linie wandert er nun durch den Kopf direkt zum Dritten Auge.
Hellt sich nur das Bild das ihr im Kopf habt auf, oder ihr seht tatsächlich nur noch licht ist das ein gutes Zeichen.


4. Phase

Nun beginnt ihr die Welt und den Kosmos (im Orginal heißt ist nur von der Welt die rede), in Licht aufzulösen. Eine genaue Technik gibt es hierbei nicht, später gebe ich noch ein paar Tipps die bei mir recht gut funktioniert haben.
Wenn man damit zufrieden ist (das sollte jeder selbst wissen wann das ist), löst ihr nun auch euren Körper auf. Ist das erfolgt soll man das Mantra:

Ham So (nasal ausgesprochen Hong So) was soviel wie „Ich bin Unendlichkeit“ heißen soll, aber ein ähnliches Mantra würde sicher auch funktionieren.


5. Phase

Will man die Meditation beenden, beginnt man erst wieder seinen Körper wahrzunehmen und anschließend die Welt und den Kosmos, sieht man das alles klar kann man die Meditation beenden.


Diese Meditation erfüllt wohl mehrere Zwecke. Erstens ist es eine gute Übung in Dingen wie Imagination, Visualisierung, Trance und Meditation etc. Zweitens vermittelt es eine neue Sicht der Welt und verändert auch die Wahrnehmung der selbigen. Drittens ist sie eine gute Entspannungsübung (wenn sie gut klappt stellt sie tatsächlich viele Dinge weit in den Schatten).
Sicher ist da noch mehr, aber die restlichen Wirkungen entwickeln sich wohl langsam, ist auch gut möglich das sie bei jedem etwas anders wirkt.


Nachwort:
In der Beschreibung der Meditation wird gesagt das man die Meditation min. ein halbes Jahr täglich ausführen muss. Nun, ich habe mich daran gehalten und übe nun schon seit über 2 Jahren, aber ich denke nicht das dass wirklich notwendig ist. Probiert sie einfach aus wenn ihr wollt und seht was passiert.
Immer noch die beste Methode.

Tipps:
1. Den Raum gut beleuchten. Bei guten Visualisierungsfähigkeiten kann darauf verzichtet werden.
2. Ruhig bleiben, kein Stress. Mit Verkrampfungen funktioniert bei dieser Meditation sehr wenig (jedenfalls lassen sich die Resultate nicht vergleichen).
3. Man sollte sich bewusst sein das es darum geht den Körper AUFZULÖSEN, nicht in zu verdrängen, dasselbe gilt für die Welt. Man sollte Locker bleiben und eher versuchen das alles „loszulassen“ anstatt bewusst zu verändern



Doch beinahe die Quellenangabe vergessen:
Schule der Hohen Magie Band 2
Benutzeravatar
Alveradis
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 4340
Registriert: 16. Apr 2008 16:23
Religionszugehörigkeit: alveradisch...

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Alveradis »

Naja, ganz so steht es in der Schule der Hohen Magie auch nicht drin, musst deine eignen Ideen nicht verstecken ;)

Guter Beitrag, auch wenn ich dir nicht versprechen kann, das Ganze mal auszuprobieren.
- Harmony, like a following breeze // at sea, is the exception." (Harvey Oxenhorn, Turning the rig)
- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

PS: Suchfunktion!
Benutzeravatar
Ich
Beiträge: 4183
Registriert: 1. Feb 2009 04:52
Religionszugehörigkeit: nonkonformistisch
Wohnort: ᚛ᚐᚍᚓ᚜
Kontaktdaten:

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Ich »

...
Zuletzt geändert von Ich am 18. Mär 2012 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
Bedecktes Feuer hitzt am meisten.
Ambra

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Ambra »

@Al: Steht da nicht so drin?

@Ich:
Zur ersten Frage: Stimmt, das wollte ich noch sagen. Wenn der Raum gut beleuchtet ist fällt etwas von dem Licht durch die Augenlieder und erleichtert die konzentration auf Licht. Vielleicht nicht ganz "magisch", funktioniert aber.

Zweite Frage:
So einfach ist das wirklich nicht zu beschreiben.
Der Geist bleibt, der Körper löst sich wie jede Materie auf. Man löst also weniger den Geist vom Körper, als viel mehr den Körper vom Geist.
(kann zu sehr lustigen Phänomenen nach der Meditation führen)
Benutzeravatar
Ich
Beiträge: 4183
Registriert: 1. Feb 2009 04:52
Religionszugehörigkeit: nonkonformistisch
Wohnort: ᚛ᚐᚍᚓ᚜
Kontaktdaten:

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Ich »

...
Zuletzt geändert von Ich am 18. Mär 2012 20:42, insgesamt 2-mal geändert.
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
Bedecktes Feuer hitzt am meisten.
Lord_Diabolus

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Lord_Diabolus »

Vielen Dank für die Anregung zu einer interessanten Meditation, Ambra!

Ich habe es mal ausprobiert, ein erleuchtetes Zimmer erleichtert wirklich die Visualition, allerdings greife ich da auf eher bescheidenes Licht (beispielsweise zwei, drei Kerzen) zurück.

Darf ich Dich fragen, ob Du zufälligerweise auch weißt, aus welchem kulturellen Kreis das Mantra stammt?
Habe ich vorher noch nie gehört und es hat eine recht angenehme Wirkung beim Intonieren gezeigt.

Mit dem Wort "auflösen" hatte ich eigentlich keine Probleme, ich habe es mir so vorgestellt, mit dem Kosmos und seinen Energien zu verschmelzen und mich von einem klaren Bewusstsein zu lösen. Gut bei der "Auflösung" half mir jedes Mal das Ausatmen.

Wirklich sehr schöner und interessanter Beitrag, mein Freund!

Xeper!
Diabolus
Ambra

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von Ambra »

@Diabolus:
Woher das Mantra genau stammt weiß ich nicht, vermute aber das dass Mantra in Sanskrit formuliert ist.
RoSa

Re: Unendlichkeitsmeditation

Beitrag von RoSa »


"Spät kommt Ihr, Isolani; doch ihr kommt ...."
~ Ich hinke wie immer hinterher, wie die ald' Fasenachd - eccomi .....

Hab' Dank für dieses, eigene Sichtweise einer Meditation und der interessanten Beschreibung derselben.

Du lehnst Dich wenig an Vorgekautes an und ziehst den individuellen Weg vor - klingt vielversprechend für den Weg, welchen Du vorhast einzuschlagen; was meine persönliche Meinung ist.