Trauer: Totengesänge in A(ngst) Moll

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Moderator: Cpt Bucky Saia

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Saiigal
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Trauer: Totengesänge in A(ngst) Moll

Beitrag von Saiigal »

Trauer: Totengesänge in A(ngst) Moll

Kurz ist die Zeit, die der Mensch auf Erden verweilt.
Lang ist die Qual, die er zurücklässt im Trauertal.
Bleiche Gesichter zu Fratzen verzerrt.
Der Tod ist abscheulich anzusehen,
und doch ist er es der uns zu Leben lehrt.

Tilge die Vergangenheit, erlöse dich von diesem Leid.
Das alte Blut gerann, die Trauer hielt den Atem an.
Und du hoffst, dass es vorübergeht.
Empfang den Tod mit offnen Armen.
Der Staub von Knochen im Winde verweht.

Was bleibt ist Angst, die du unbewusst verlangst.
Ein Bewusstsein wankt, an dem Schwarzgeflecht sich rankt.
Die Trauer frisst sich bis zum Grund.
Immerzu nagend an diesem Verstand.
Alles im Innern blutig und wund.

Regen fällt auf dein Grab, das es schon vor dir gab.
Zu deinem Gott du flehst und in die Dunkelheit du gehst.
Doch er kann dich nicht hören.
Nur die Wölfe nehmen sich dir an.
Singend sie den Tod beschwören.

Siehst du die Wolken fliehen?
Die Schlächter deines armen Geistes.
Siehst du die Toten ziehen?
Gefallne bei ihrer letzten Fahrt.
Und sie singen leise…
Vie doede ikke, vi har aldri levt... - Wir sind nie gestorben, wir haben nie gelebt...
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Apokalypse
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Beitrag von Apokalypse »

romantisch und traurig ich dahin schmelz in selbstmitleid....
The Chaos
by G. Nolst Trenite' a.k.a. "Charivarius" 1870-1946

"Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmass menschlicher Dummheit betrachten."
-Voltaire
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Fallen Angel
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Beitrag von Fallen Angel »

ICh fang mal wieder an mich zu wiederholen, aber was solls.

Klasse, Saiigal, einfach klasse! Die tragik, die du mit dem gedicht führst, macht dem leser glauben, dass er dieses Gedicht liebt, bzw. gelebt hat. Die worte, die du gewählt hast, verstärken diesen Eindruck nur noch!

MfG Fallen Angel und mach weiter so!
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Ingenuus homo sit, auxliaris et bonus. wenn der Mensch berechenbar ist, ist er dann noch frei?
Lord_Diabolus

Beitrag von Lord_Diabolus »

Nunja, wo soll ich anfangen..
Zuerst mal ein großes Lob.
Ich möchte durchaus unterstreichen (ich wusste, ich brauche den Knopf mal :D), dass mich das Gedicht durchaus anspricht.
Doch für mich persönlich zählen die Worte nichts.
Viel mehr die bildliche Vorstellung dessen, was das Gedicht ausdrückt.
Für mich eine Hymne des Wahnsinns, langsamer Verfall, Hoffnungslosigkeit.
Kurz: Grausamkeit auf eine wunderschöne, inspirierende Art.
Weiter so ;)
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Saiigal
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Beitrag von Saiigal »

Uuund ein weiteres mal danke an euch alle :knuddel:
Lord_Diabolus hat geschrieben:Für mich eine Hymne des Wahnsinns, langsamer Verfall, Hoffnungslosigkeit.
Kurz: Grausamkeit auf eine wunderschöne, inspirierende Art.
Hast du schön interpretiert =) Ich persönlich wollte damit die Unausweichlichkeit und den Schrecken des Todes in Worte fassen (wie schon so oft ;))

grz
Saiigal
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Lord_Diabolus

Beitrag von Lord_Diabolus »

:D Scheiß aufs Paradies und Erlösung, wa?
:lol:
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Saiigal
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Beitrag von Saiigal »

so in etwa :D
Vie doede ikke, vi har aldri levt... - Wir sind nie gestorben, wir haben nie gelebt...

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