Des Mondes leise Tränen
Die Nacht verdrängt des Tages Glanz
Der Mond sich aus dem Grab erhebt
Geflochten nun der Sternenkranz
Und sanft der Sehnsucht Winde weht
Des Mondes Schein den Wald erhellt
Des Wolfes Ruf die Sterne grüßt
In fernen Zeiten rechtgestellt
Sie sanft von seinen Lippen liest:
"Leis wie des Lichtes heller Schein
Meine Lust Erfüllung drängt
Ich werd der Liebe Bote sein
Bring dir der Liebe schönst Geschenk
Sieh nun des Herzens tiefste Qual
Erkenn die Sehnsucht meiner Seele
Tanz mit mir in finstrem Saal
Wenn ich des Mondes Liebe stehle!
Komm mit mir in gar ferne Welt
Hör die Wölfe klagend rufen
Die Liebe uns in Frage stellt
Lässt uns nach bessrem Leben suchen
So komm mit mir an fernen Ort
Vertraue mir und fürcht dich nicht
Ich bringe uns von Erden fort
Dort scheint für uns das schönste Licht!"
Die Träne sich den Wege macht
Das Messer sich gen Mond erhebt
Das Blut fließt lautlos in die Nacht
Der Körper sich nun nicht mehr regt
Und nun des Messers blut'ge Klinge
Durchdringt sein hell erleuchtet Herz
Des Messers blutverschmierte Klinge
Nimmt von ihm den graussam' Schmerz
Des Messers blutverschmierte Klinge
Sein Haupt sinkt nieder in den Schoß
Des Messers blutverschmierte Klinge
Reisst sie von allem Elend los


