totes Kind

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Moderator: Cpt Bucky Saia

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Annarhi

totes Kind

Beitrag von Annarhi »

noch einmal deine hände halten
so winzig klein und zart
noch einmal über dein köpfchen streicheln
behutsam sanft
noch einmal deine augen
deine stirn küssen
bevor ich dich
deine und meine zukunft loslasse
deinen körper und die schönsten
meiner träume der erde zurück
und deine seele freigebe

noch einmal deine hände halten
marvin.
devilsnake

Beitrag von devilsnake »

das ist wirklich sehr traurig und genau das macht dein gedicht so schön
kanntest du einen marvin der gestoben ist?-tut mir leid wenn ich dir damit zu nahe trete
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Kurai
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Beitrag von Kurai »

Ich kann mich nur anschließen.
Es ist sehr traurig und genau das macht dieses Gedicht so schön.


Eure kleine Kurai
Die Schatten kommen, die Schatten gehen,
doch NIEMALS wirst das Licht du seh´n.
Annarhi

Beitrag von Annarhi »

Hallöchen ihr zwei *g*

Halb so wild, ist schon ne Weile her und betrifft nen Gefühlsbereich von mir, den ich eigentlich nich so gut beschreiben kann. Ich wunder mich manchmal über mich selber. Manchmal denk ich, ich müsst an den Tod um mich gewöhnt und relativ abgestumpft sein, so viel Menschen wie ich selber von Kindesbeinen an hab sterben sehn, Freunde, Bekannte, Verwandte, die um mich herum wegsterben wie die Fliegen.

Aber irgendwie ist dem doch nich so. Ich hab eigentlich nen relativ rohes und ruppiges Verhältnis zum Tod, von daher ist nen gewählterer, sensiblerer Sprachgebrauch in der Richtung für mich ne ziemliche Übungsangelegenheit. Freut mich jedenfalls, wenns euch gefällt. Ich mein, gibt zwar Todesarten, die langsam und qualvoll sind und ne ziemlich harte Belastungsprobe für die eigne Leidensfähigkeit und die andrer Leute ist, aber damit hat man zumindest mehr Handlungsspielraum (sich und sein Leben, die Lebensweise bzw. -art) zu verändern, sich seelisch und moralisch drauf einzustellen, als im Gegensatz zu überraschend und schnellen Todesarten, wo der Einflussbereich nen Quentchen Minimalismus umfasst, wie z.B. Unfälle, plötzlicher Kindstod usw. oder Mord als Affekthandlung.

Wobei Mordlust und Mordlustigkeit, Mordlüsternheit, blinder Hass ja oftmals so ne Sache für sich ist und das federleichte, reine Gewissen der einen das des anderen massiv belasten kann, nicht nur vor Gericht. Wenn ich dran denk, was mir mein Vater früher von seiner Arbeit erzählt hat, dass da Frauen in der Vollzugsanstalt eingesessen haben, die ihre Babys aufm Plumpslo geboren, mit ner rostigen Schere entnabelt und in die Klärgrube haben fallen lassen, dreht sich mir der Magen und mein Herz um. Solche Tussen kriegen Kinder, die sie gar nicht wollen und lieben. Ist mir unbegreiflich, wobei auch viele zu jung sind, um die Verantwortung übernehmen und selber tragen zu können, anstatts auf den Staat oder andre Leute, Familienangehörige abzuwälzen.

Oder Paris Hilton, die jetzt meint, nach dem Britney Spears das Gebärmaschinchen nen Kind hat und wieder schwanger ist an ihre Muttergefühle appelliert hat, sich auch nen Kind wünschen zu müssen, ist mir unbegreiflich. Sicherlich hat Blondi jede Menge Geld, um dem Kind was bieten zu können, aber außer biologischer Reife kann sie dem auch nix bieten. Vielleicht paar Zeitungsausschnitte ihres skandalösen Lebens oder ihre Eltern. Naja egal.

Jedenfalls hab ich letztens nen Gedicht gelesen, was die Sache mit dem Tod eigentlich ziemlich treffend beschreibt. Memento:

vor meinem eignen Tod ist mir nicht mehr bang
nur vor dem Tode derer, die ich liebe
wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind
allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willens in das Dunkel treiben
Weggehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
und die es trugen, mögen mir vergeben
Bedenkt, den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben.

(Quelle: undefined://www.tabea-ev.de)

Liebe Grüße
Annarhi

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