Angst und ritzen

Hier könnt ihr Eure selbstgeschriebenen Gedichte oder Eure malerischen Werke zur Diskussion stellen. Für Urheberrechtsverletzungen ist der/die Posterin verantwortlich.

Moderator: Cpt Bucky Saia

Antworten
Benutzeravatar
Kurai
Beiträge: 388
Registriert: 27. Feb 2006 21:02
Wohnort: Freunde werden sehr schnell Feinde
Kontaktdaten:

Angst und ritzen

Beitrag von Kurai »

Ich bin allein,
allein Zu Haus.
Das Licht geht an,
das Licht geht aus.

Ich will hier weg,
es hat nähmliche keinen Zweck.
ich habe Angest allein zu haus,
drum hollt mich hier raus.

Ich höre Schreien,
und jemanden weinen.
Was ist hier los,
ich Träume doch bloß.

Nein es ist kein Traum,
ich klammer mich am Saum.
Es spricht jemand zu mir:
Du kommst nicht weg von hier.

Ich versuche zu verschwinden,
doch kann die Tür nicht finden.
Plötzlich sehen ich einen Lichtschein,
mein Bruder kommt Heim.

Das Licht ist aus,
er macht es an.
Sieht mich am Boden sitzen,
ich tu mich vor Angst ritzen.

Kurai
Die Schatten kommen, die Schatten gehen,
doch NIEMALS wirst das Licht du seh´n.
Darona
Moderatorin im Ruhestand
Beiträge: 617
Registriert: 16. Jun 2005 22:22
Wohnort: Ein Tag ohne lächeln ist ein verlorener Tag

Beitrag von Darona »

Das ist echt hart aber sehr gut geschrieben.
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

Hi kleine Kurai,

Jesus sprach es werde Licht, doch er fand den Schalter nicht. Als er den Schalter endlich fand, war das Streichholz abgebrannt :au: Angst ist noch lang kein Grund die neueste Schnitzkunst am eigen Fleisch und Blut auszuprobieren :ggg Obwohl Piercen und sich Tattoos stechen lassen wahrscheinlich ähnlich begründet ist als nur in einem "Wer schön sein will muss leiden"

Vor einigen Jahren hab ich mal geträumt - und daran erinnert mich dein Gedicht bissel - dass ich nach Hause komme, dorthin wo ich lange Zeit gewohnt hab, aber meine Familie ist nicht da, die Wohnung ist leer, es ist Nacht und dunkel, nur ein großer, alter Ohrensessel steht im Wohnzimmer. Mich gruselts, als würde nen Heer Ameisen über meinen Körper marschieren. Ich krieg einen Angst- und Schüttelschauder nachm andren, ich fühl mich einsam und allein (vgl. keine Familie, niemand da, keine sozialen Kontakte und Geflechte) und als sich dann der Sessel dreht und ich da selber drin sitze und mich angucke, wache ich schreiend auf. Mir war den ganzen Tag noch schlecht und ich hatte etlich zu tun, das Traumgefühl loszuwerden.

Jedenfalls find ichs ziemlich gefühlvoll, dein Gedicht.

*wink*
SW

Zurück zu „Kunst und Krempel“