Ist dieese Seite zu empfehlen?

Magie, Dämonologie etc. für Novizen und angehende Praktizierende
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lucien666
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Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von lucien666 »

Hallo ich habe in diesem Forum immer wieder was von Runenmagie gelesen. Jetzt hab ich gegooglet und es kam das raus: http://www.runenmagie.de/ ist die Seite zu empfehlen d.h. ist das was dort steht richtig? Oder irgend so ein Esoterik-scheiß? Sieht nämlich ein bisschen danach aus wegen der Werbung aber kann ja sein das es trotzdem Vernünftige infos sind.
Da ich null Ahnung auf diesem Gebiet habe frage ich euch: Ist die Seite vernünftig?

Danke im Vorraus
LG Lucien
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Azazel
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Azazel »

passt scho die Seite für Neulinge auf jeden Fall
Shaddai
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Shaddai »

Also ich persönlich würde dir für einen Einstieg eher die Seite Rabenbaum empfehlen.
Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Die meisten Internetseiten sind mir zu oberflächlich, deshalb tendiere ich da zu Büchern. Diese ganzen Copy & Paste Orgien verwirren mehr als sie nutzen.

Für die Theorie würde ich dieses Buch empfehlen:

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Für die Praxis kommt das hier ganz gut, sowie allgemein alle Werke von Edred Thorsson (Stephen Edred Flowers ). Das ist DER Fachmann für das ältere 24er Futhark. Generell würde ich darauf achten, dass das älteres Futhark behandelt wird, da es doch das älteste und authentischste Runenalphabet darstellt.

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Ein klassisches Werk der Runenmagie ist das von Siegfried Adolf Kummer, von dem sich viele nachfolgende Autoren in ihren Werken haben inspirieren lassen, ohne es zu kennzeichnen. Der Autor hatte großes okkultes Hintergrundwissen und wusste seine Thesen in die richtigen Zusammenänge zu setzen.

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Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Auch die Werke von Karl Spiesberger sind nicht zu verachten, wobei er das 18er-Armanen-Futhark bevorzugte, ähnlich wie Siegfried Adolf Kummer. Dennoch lassen sich die praktischen Anleitungen dieser Autoren auch auf das 24er-Futhark übertragen.
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Ich
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Ich »

Zustimmung meinerseits bezüglich Thorsson alias Flowers (bzw. seiner o.g. Werke der Runengilde)!
Von Kummer habe Ich noch nix gelesen. Danke für den Tipp.
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T von N-H

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von T von N-H »

Ich fühle bei der Seite :
Verstand , Kühle und Fakten
Klar und einfach ohne "reißerische" Elemente und Farben
Nur ein "Hauch" Magie nicht mehr , könnte die Seite "beleben"
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Alveradis
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Alveradis »

Da muss ich ja noch mal kurz was zu der angeführten Literatur loswerden:

Kummer kommt aus der Thule-Ecke im Weiteren Sinne. Wenn du vorhast das als Paradigma zu nutzen, wunderbar, wenn du Runen im Sinne der weiter zurück liegenden Vorfahren nutzen willst, würde ich Alles aus der Ecke auslassen.
Und Spießberger hat so viel Mist geschrieben, da wüsste ich jetzt so gar nicht, wo ich anfangen soll.
Von Thorsson habe ich nichts gelesen, daher keine Meinung dazu.

Genrell würde ich die Finger von Büchern lassen, die nicht historische oder archäologische Fachbücher sind. Oder "Lore", also entsprechende Überlieferungen. Jedes magische Fachbuch drückt dir eine Erwartung der Bedeutungen auf und das bringt dich kurzfristig weiter, aber wird dafür sorgen, dass du an einer gewissen Stelle hängen bleibst und dich nicht mehr weiter entwickelst. Und da wieder raus zu kommen ist echt schwer, weil du wieder an den Anfang zurück müsstest.

Such dir eine Liste der Namen und Übersetzungen der Runen und arbeite ein Jahr oder so nur damit.
- Harmony, like a following breeze // at sea, is the exception." (Harvey Oxenhorn, Turning the rig)
- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

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Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Aus welcher ideologische Ecke Kummer kommt, ist im thematischen Kontext insoweit irrelevant, als wie der Konditor von nebenan zwar Konditor ist, aber ebenso Fußballer, Model und Hobby-Archäologe sein kann.

Was macht es nach dem Abziehen aller ideologischen Ingredienzen, für Kummer's Lehren, Praktiken und Forschung an sich für einen Unterschied, ob er aus der Thule-Anhänger oder Konditor war? Kummer hatte ein sehr bewegtes Leben als Okkultist, dabei sind seine Lehren alles andere als völkisch-rassistisch. Diese alberne Political-Correctness-Scheiße sollte man als Freidenker irgendwann mal überwunden haben, denn sonst ist man nämlich gar nicht geistig frei, sondern hat seine Vordenker im linksfaschistischen Mediensumpf.

Kummer hatte interessante Runenübungen und anderweitige Runenpraktiken entwickelt, die man als intelligenter Mensch auch ohne ideologische Verquarzung praktizieren kann - nur darum geht es.
Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Was genau ist denn an Spiesbergers Runenmagie so anstößig, wenn man mal von seinen patriarchalischen Denkstrukturen absieht? Ich meine, welcher Depp übernimmt denn für sich bitteschön eins zu eins die Ideologie eines magischen Autors? Solche Bücher sind nur Inspirationen, denen man kein Wahrheitsgehalt zubilligen muss.
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retsnoM
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von retsnoM »

Lady Yrsethra hat geschrieben:Ich meine, welcher Depp übernimmt denn für sich bitteschön eins zu eins die Ideologie eines magischen Autors?
Da gibt es genug ...
Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Die sind für Magie im Grunde untauglich.
T von N-H

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von T von N-H »

Meine Meinung ehrlich :
Es ist ja durchaus wünschenswert ,wenn man nicht weiter weiß , mal im Forum nachzufragen , dafür ists ja da , aber ..............
Letzten Endes gibt es viele Meinungen und man dann doch nicht recht weiß , weil :
ES für einen einfach PASSEN MUSS . Und da muß man erstmal wirklich Lehrgeld zahlen , um DAS zu finden , was für einen selbst paßt .
Man kann viel lesen und sich mit Vielem verkaufen ,aber wenns dann paßt ...........braucht man nicht mehr suchen. Das reicht dann schon .
Es gibt einfach sehr sehr viel und da durchzublicken ist bald unmöglich , deshalb denke ich mal ...................
Man ist auf "dem Weg" und alles entwickelt sich . Mal gehts schneller und mal geht einfach nichts , daß man verzeifeln könnte und dieser "ganze Kram nervt" .
Und so ist das auch mit Büchern . Jeder muß da ganz individuell "durch" und plötzlich sagt man sich dann "DAS isses" . Und dann fügt sich alles
zusammen und man ist nen Stückchen weiter . Das ist alles Entwicklung und da gehört auch das Finden der "richtigen Bücher" zu .
So hab ichs unabhängig und ganz alleine ohne jemanden erfahren . Hat auch lange gedauert .................
Es geht immer weiter , ob MIT oder OHNE Meinungen .
Sicher sind sie hilfreich ,aber sich damit auseinanderzusezten bleibt einem dann letzten Endes doch nicht ersparrt .
Wär wirklich klasse , immer gleich auf Anhieb das richtige und passende Buch zu finden , aber ich bin bald schon zu sagen :
Du findest nicht das richtige Buch (Lehrgeld zahlen) , sondern das richtige Buch findet Dich , wenn der Zeitpunkt stimmt .
Nicht gerade sehr hilfreich , weiß ich ,aber so ists meistens bei mir und ich greife manchmal auch noch "daneben" , aber ehrtlich .
kona
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von kona »

hi lucien666

falls du nebst internet-info auch lust auf bücher über runen hast:
ich find auch die bücher von thorsson empfehlenswert (v.a. "runelore" (ich habs auf englisch, weiss den deutschen titel nicht), und "die neun tore von midgard").
ich persönlich gehe durch sein buch "die neun tore von midgard", ein fast dreijähriger lehrgang, bin bald in der hälfte. ich mach nicht alles so wie er das vorschlägt, aber den grundrhythmus folge ich, und zur zeit fängts an richtig cool werden. einige übungen baut er wriklich gut über monate hinweg auf, beginn ich jetzt zu merken - und er gibt gute anregungen wie man sich den runen nähern kann, als neuling.
falls du gerne nach stundenplan arbeitest - das kann ich empfehlen.

ausserdem "helrunar" von jan fries, der ist einfach gut drauf der typ, und hat einen recht freien umgang mit der materie "magie", welchen ich, gerade für die runenarbeit, schätze.
ein englischsprachiger autor der viel über runen weiss ist nigel pennick; "rune magic", "runic astrology", "practical magic of the northern tradition" z.b., oder auch "magical alphabets", in welchem er hebräisch, griechisch, runen, ogham und anderes bespricht.

...um in den groove der nordischen magie zu kommen finde ich ausserdem "weltenesche, eschenwelten" von voenix inspirierend, und auch "the masks of odin" von elsa-brita titchenell (dies ist eine excellente, allerdings theosophisch angehauchte, besprechung von einigen hauptmythen aus der edda). oder "myths and symbols of pagan europe" von h.r. ellis davidson.

und natürlich die edda selbst.

...wie auch schon geschrieben wurde: du kannst auch die runen nehmen und mal damit arbeiten, ohne hintergrundwissen; ich mag das wissen, vor allem die allgemeineren infos zur nordischen mythologie und tradition (weniger die farbzuordnungen zu jeder rune und so, da erleb ich vieles anders), weil es mich gut auf den runengroove einstimmt - der ist nämlich (so meine erfahrung) recht anders als die hebräisch-wurzelige stimmung der zeremoniellen europäischen magie.
(ich mag beides, eben gerade weil so unterschiedlich)

freundliche grüsse

kona
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Alveradis
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Alveradis »

Zu Kummer: Stimmt erstmal, aber wenn der Konditor aus der Ecke mit Maissyrup und Eiersatz backt, kommt vielleicht ein Kuchen raus, mit einem traditionellen Apfelkuchen hat es aber nichts zu tun. Und von Maissyrup und Eiersatz auf Mehl und Zucker zu kommen ist fast unschaffbar, vor Allem, wenn man sich selbst nicht eingesteht, dass das vielleicht Kuchen ist, der nicht der Kuchen, auf den man hinaus wollte. Selbiges gilt auch für Spießberger.

Ein gravierendes Beispiel ist die Zuordnung der Runen zu Odin's Zauberliedern. Da muss man doch schon grob was missverstanden haben?
Zusammenfassend: Spießberger's Buch ist voll von Halbwahrheiten, die sinnvoll klingen und auch ein funktionierendes System konstruieren. ABER mit dem, was unsere frühen Vorfahren machten, mit der Magie, die in den Überlieferungen angesprochen wird, hat das ziemlich wenig zu tun. Letztendlich kommt man nur wieder auf eine germanisierte Version der neueren Ritualistik.
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nola-blair

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von nola-blair »

Lady Yresthra,

zu Adolf Kummers Runenmagie kann ich nur zustimmen. Ich danke dir, jetzt weiß ich wieder
das ich mir das Buch" Heilige Runenmacht" von ihm auch noch besorgen wollte.

Mal eine Frage ich habe mal gehört das von ihm ich glaube das war 1932 auch das Buch " Das große Geheimnis
der Runen Mysterien" geschrieben wurde? Wenn ja, weißt du wo man das bekommen kann, denn google
spuckt dazu nichts aus.
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Ich
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Ich »

retsnoM hat geschrieben:Da gibt es genug ...
Was wohl kaum ein Argument darstellen dürfte.
Außerdem wäre das dann wohl grundsätzlich auch deren Problem, oder? Also - so what?
Das Thema sollte hier nicht (schon wieder mal!) ständig so reflexartig & hektisch "ideologisiert" (o.ä.) werden! :grummel
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Alveradis
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Alveradis »

Sorry Ich, aber wenn es um Runen und nordische Magie [1] geht, hat die Revival-Bewegung der Romantik und ihre Ausleger (und da gehören auch alle Vertreter der völkischen Runenlehre hin, die ich bis jetzt gelesen habe) keinen Nutzwert. Genauso, wie du als Praktizierender aus dem keltischen Paradigma von Ossian als Einstieg die Pfoten lassen solltest. Politische Färbung hin oder her.
Dass man Runen auch im Rahmen anderer Paradigmen verwenden kann, steht außer Frage.

[1] Noch mal, ich unterscheide zwischen germanisierter modernen Magie, die auch funktioniert usw. und der Magie, von der in den Überlieferungen gesprochen wird. Und wie ich gebetsmühlenartig ohne Effekt auf meine Mitdiskutierenden wiederhole: Mir geht es um Letzteres. Nordische Magie ist für mich eine Rekonstruktion der Magie der Überlieferungen.
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kona
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von kona »

was mir an den runen gefällt ist dieses archaische in der natur verwurzelt sein, welches ich mit ihnen erlebe.
das ist die unterste schicht, die schamanischste und magischste - der direkte kontakt mit den kräften.
runen als naturkraftsigillen, als zaubertore.
durch die runen erscheinen aber manchmals auch götter, göttinnen, wesen, welche dann mehr kultur mit sich tragen.
sie gehören ja zueinander, die tore und die wesen der nordischen tradition.
und eine tradition schliesst immer andere traditionen/nationen aus, sonst wär sie ja keine tradition :lol:

das spezifisch germanische ist halt für uns heutigen traumatisiert (ich nehme an, das ist bei fast allen so); von dem her ist ein zugang über die neueren deutschen schulen vielleicht anstrengender.

schicksal und chance der nordischen tradition ist doch gerade, dass der faden gerissen ist, und ihn jeder (spinner >:-> ) selbst wieder anknüpfen muss.

(die kabbalah hat den direkten draht zum anfang der eigenen überlieferungen, und das ist sowohl sehr lehrreich als auch einengend...)
Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

Selbiges gilt auch für Spießberger.

Ein gravierendes Beispiel ist die Zuordnung der Runen zu Odin's Zauberliedern. Da muss man doch schon grob was missverstanden haben?
Sehr viele nachfolgende Runenpraktiker und Autoren haben von seinen Büchern abgekupfert, da sie gar nicht wissen, wie Runenmagie eigentlich sonst praktiziert werden könnte. Das hat sich bis zum heutigen Tage so gehalten, was ich auch nicht sonderlich schlimm finde, da die Methoden ganz funktional sind. Kummer und Spiesberger sind sozusagen die Vorreiter heutiger Runenmagie. Dass man sich dann an deren Ideologien nun aufhängt und sie infolgedessen abwertet, empfinde ich als ein Mangel an Weitsicht.

Wenn ich mir da im Vergleich so Bücher wie Helrunar anschaue, mit der ganzen Sigillenmagie-Schwurbelei, dann wird mir ganz übel.

das spezifisch germanische ist halt für uns heutigen traumatisiert (ich nehme an, das ist bei fast allen so); von dem her ist ein zugang über die neueren deutschen schulen vielleicht anstrengender.
Wenn hier wer traumatisiert sein müsste, dann das amerikanische Volk, denn deren Außenpolitik für seit ihrer Gründung durchgehend Krieg, dagegen wirken die Nationalsozialisten wohl wie Engel.
Aber so ist das eben, wenn man der System- und Medienpropaganda aufgesessen ist, da geht der klare Blick völlig verloren.
kona
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von kona »

Lady Yrsethra hat geschrieben:
Selbiges gilt auch für Spießberger.

Ein gravierendes Beispiel ist die Zuordnung der Runen zu Odin's Zauberliedern. Da muss man doch schon grob was missverstanden haben?
Sehr viele nachfolgende Runenpraktiker und Autoren haben von seinen Büchern abgekupfert, da sie gar nicht wissen, wie Runenmagie eigentlich sonst praktiziert werden könnte. Das hat sich bis zum heutigen Tage so gehalten, was ich auch nicht sonderlich schlimm finde, da die Methoden ganz funktional sind. Kummer und Spiesberger sind sozusagen die Vorreiter heutiger Runenmagie. Dass man sich dann an deren Ideologien nun aufhängt und sie infolgedessen abwertet, empfinde ich als ein Mangel an Weitsicht.

Wenn ich mir da im Vergleich so Bücher wie Helrunar anschaue, mit der ganzen Sigillenmagie-Schwurbelei, dann wird mir ganz übel.

das spezifisch germanische ist halt für uns heutigen traumatisiert (ich nehme an, das ist bei fast allen so); von dem her ist ein zugang über die neueren deutschen schulen vielleicht anstrengender.
Wenn hier wer traumatisiert sein müsste, dann das amerikanische Volk, denn deren Außenpolitik für seit ihrer Gründung durchgehend Krieg, dagegen wirken die Nationalsozialisten wohl wie Engel.
Aber so ist das eben, wenn man der System- und Medienpropaganda aufgesessen ist, da geht der klare Blick völlig verloren.
ja, ok, auch das spezifisch amerikanische ist traumatisiert, ich würd sogar sagen das spezifisch menschlische :har:

schönen tag noch
Shaddai
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Shaddai »

Ich bezweifle sehr stark, dass hier um einen "Mangel an Weitsicht" geht, sondern eher um einen Mangel an Textverständnis. Al hat sich schließlich sehr klar ausgedrückt und das Kuchenbeispiel finde ich sehr gut. Und auch ihre Aussage, dass es sich bei der heutigen nordischen Magie (zu denen ich jetzt auch mal alle zuvor genannten Autoren zähle) nur um ein Konstrukt aus Überlieferungen mit persönlichen Vorstellungen und Inhalten handelt (was jetzt nicht auf die Ideologie beschränkt ist sondern allgemein auch mit magischer Weltsicht) ist völlig korrekt. Das Argument, dass viele andere von irgendwelchen anderen abgeschrieben haben hat schon bei Klassenarbeiten in der Schule nicht gezählt. Bester Vertreter neo-nordischen Mindfucks ist Gardenstones "Germanische Magie". Wer das liest und annimmt, dass es sich tatsächlich um germanische Magie handelt, der gerät in die von Al beschriebene Falle.
ABER niemand (auch Al) hat behauptet, dass diese Systeme nicht funktionieren würden. Ich verstehe nur nicht, warum man nicht einfach zugibt mit einem Konstrukt zu arbeiten? Ist doch nicht schlimm. Seit der Chaosmagie ist das doch eh in Mode gekommen, sich nicht mehr auf "altehrwürdige Traditionen und Blutlinien" beziehen zu müssen, also zitiere ich hier mal (wenn auch mit anderer Intention) Ich: so what?

Um mal ein anderes Beispiel des Okkultismus zu nennen: Henochishe Magie
Wer sich heute mit henochischer Magie beschäftigen möchte, der stößt unweigerlich auf die Lehren des einflussreichsten magischen Ordens der Geschichte: dem Golden Dawn
Deren henochische Praxis hat sich durchgesetzt und wird bspw. im GBRP einfach übernommen, in denen mit henochischen Formeln gearbeitet wird.
Und ja, das System funktioniert, es ist in sich konsistent und solide strukturiert aufgebaut.
ABER es hat mit der henochischen Magie von John Dee überhaupt nichts zu tun. Johnny würde sich im Grab umdrehen, wenn jemand seine Wachtürme zerschneiden würde. Er würde sich fragen, wo die Tabula Sancta hin ist und vor allem, warum der Golden Dawn die Wichtigkeit der planetaren Kräfte im henochischen System einfach unterschlagen hat (die sich auf die "Elementtafeln" versteift haben).
Es ist eben ein (neutraler!) Unterschied, ob man sich mit den eigentlichen Quellen oder darauf aufbauenden Konstrukten beschäftigt, es kann alles (wenn auch unterschiedlich) funktionieren. Nur sollte man es wenigstens sich selbst gegenüber eingestehen. Da geht es dann nämlich schon eher mit der Weitsicht los...

Und noch ein zusammenfassendes Beispiel aus meinem Leben:
Wir hatten immer mal wieder Jahreskarten für ein Freilichtmuseum hier um die Ecke. Damit bin ich öfters mal einfach nach der Arbeit kurz rein, bin zur Backstube gegangen und habe dort frisches und eben authentisches Brot oder Kuchen gekauft (schmeckt eben anders und leider geil ^^). Ich gehe aber auch ganz normal in den Discounter und kaufe entweder dort vom Aufbackbäcker oder nehme mir auch mal in Plastik eingepacktes Brot mit (was nicht immer unbedingt schlechter schmecken muss). Diesen Unterschied akzeptiert man doch auch ohne Probleme, warum ist das bei magischen Paradigmen nur immer so ein Kampf?
Niemand will einem die persönlichen Erfahrungen absprechen, nur weil man ein System von einer anderen Seite (sei es neu oder alt) aufrollt. Da meldet sich dann immer nur das Ego, weil es sich bedroht fühlt.
Lady Yrsethra

Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Lady Yrsethra »

n eher um einen Mangel an Textverständnis
Ja genau.

Ich schrieb: "Aus welcher ideologischen Ecke Kummer kommt, ist im thematischen Kontext insoweit irrelevant, als wie der Konditor von nebenan zwar Konditor ist, aber ebenso Fußballer, Model und Hobby-Archäologe sein kann."

Damit war gemeint, dass seine ideologische Vorbelastung den Wert seiner Runenmagie nicht schmälert. Denn Kummer war nicht NUR Thule-Anhänger, sondern AUCH Sportler, Vater, Runenmagier, Schriftsteller..usw..
Wenn man Kummer auf seinen bestimmten Karriereabschnitt limitiert, wie das heute im Sinne der Polical-Correctness-Hysterie als bedeutsam erzwungen wird, dann verschleiert das den Blick auf seine ganzen Arbeiten, denn man hat ständig gewisse Vorurteile im Hinterkopf, weshalb man dann nicht mehr in entsprechender Weise zu filtern vermag.
Ich verstehe nur nicht, warum man nicht einfach zugibt mit einem Konstrukt zu arbeiten?
Sicher arbeitet man dabei mit einem Konstrukt. Wo liest du da raus, dass jemand das nicht zugeben will?
Seit der Chaosmagie ist das doch eh in Mode gekommen
Die Chaosmagie ist für mich eine moderne Kuriosität, ähnlich wie der Kram mit der Sigillenmagie. Die scheint jedoch ziemlich beliebt zu sein, wohl weil gewisse "Chaoskonzepte" gerade IN sind....anders kann ich es mir nicht erklären...
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von Alveradis »

Lady Yrsethra hat geschrieben: Damit war gemeint, dass seine ideologische Vorbelastung den Wert seiner Runenmagie nicht schmälert. Denn Kummer war nicht NUR Thule-Anhänger, sondern AUCH Sportler, Vater, Runenmagier, Schriftsteller..usw..
Wenn man Kummer auf seinen bestimmten Karriereabschnitt limitiert, wie das heute im Sinne der Polical-Correctness-Hysterie als bedeutsam erzwungen wird, dann verschleiert das den Blick auf seine ganzen Arbeiten, denn man hat ständig gewisse Vorurteile im Hinterkopf, weshalb man dann nicht mehr in entsprechender Weise zu filtern vermag.
Wir reden aneinander vorbei. Ich bemängle nicht die Nähe zum Nationalsozialismus, so lange man keine Armanen-Runen verwendet, hält sich mein Problem da in Grenzen. Ich bemängle die Nähe zur Post-Romantik und damit der romantischen Verklärung von Überlieferungen. Die Archäologie war damals noch nicht so weit wie heute und sehr viel von dem, was in den früheren Werken behauptet wurde inzwischen ziemlich sicher widerlegt.
Das stellt einen jetzt vor das Dilemma, es mit zwei unterschiedlichen Systemen zu tun zu haben, die unter dem gleichen Namen verkauft werden. Beide diesesr Systeme funktionieren und sind gleichwertig, aber sie sind unterschiedlich.
* Moderne Runenmagie, die ihre Wurzeln in erster Linie in den neueren Vorläufern hat.
* "Alte" Runenmagie, also das, was in den entsprechenden Überlieferungen erwähnt wird.

Wie erwähnt, die Systeme sind gleichwertig und haben beide ihre Berechtigung, und je nach Veranlagungen des Praktizierenden ist halt das eine oder andere besser geeignet. Wogegen ich mich wehre, bzw wo mir regelmäßig der Hut hochgeht, ist das pauschalisieren und Pressen von Neulingen in den ersten Zweig.
Was ist so schlimm daran, anzuerkennen, dass es zwei Zweige sind? Und was ist so schlimm daran, den Neuling entscheiden zu lassen, welchen Weg er gehen will? Fühlen sich die modernen Runenmagier so sehr in ihrer Autorität angegriffen, oder was ist das Problem? (Ehrliche Frage.)

Ich wäre also sehr froh, diese Strohmanndiskussion über ideologische Färbungen und die Verblendungen durch "political correctness" und Hysterie zu verlassen und zum eigentlichen Thema zurück zu kommen.
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Re: Ist dieese Seite zu empfehlen?

Beitrag von lucien666 »

Erstmal danke für die vielen Antworten.
So ich habe hier etwas von Siegfried Adolf Kummer gefunden: http://www.verlag-dr.de/pdf/R-magie-A5.pdf allerdings gibt es in seinem Runen-Alphabet nur 18 Buchstaben.
Aber auf Rabenbaum.com ist die Rede von 24 Runen. Und was das besorgen von Büchern angeht bin ich ziemlich eingeschränkt einerseits wegen Finanziellen Mitteln und andererseits, da ich mir die Bücher heimlich holen muss, da meine Eltern bestimmt nicht begeistert sind, wenn ich mich mit Okkulten Praktiken beschäftige. Ich werde mir wahrscheinlich einen Runensatz schnitzen und vorerst so ein wenig damit herumexperimentieren.
Und noch eine Frage: Runen speichern ja meine Energie. Wenn ich nun die Rune Kano/Kennaz also die Rune der Liebe mit meiner Energie lade und sie dann einer Person unterjubel überträgt sich dann meine Energie auf die Person? In diesem Fall also meine Lustgefühle etc. (Ihr wisst woraus ich hinaus will)