ATU XXI

Ein Projekt der Dämonenwelt zum Thema Tarot
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Thefalus
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ATU XXI

Beitrag von Thefalus »

Das hier ist nicht leicht zu erklären. Sagen wir es mal so: Vieles auf dieser Welt ist durch Mißverständnisse entstanden. Da hört jemand nicht richtig zu, übersetzt falsch, versteht nur die Hälfte und dichtet den Rest selbst. Das hebräische Konzept des Ain, des Nichts, ist ein absolut göttliches Konzept, das Konzept des Schöpfers. "Alles entstammt dem Nichts" ist also die ursprüngliche Botschaft. Die Worte Ain und Ayin gleichen sich aber so sehr, daß sich sehr schnell ein (mißverstandenes) Auge (Ayin=Auge) anstelle des schöpferischen Nichts (Ain=Nichts) befand. Und obwohl dieses Auge absolut nichts in diesem Kontext zu suchen hat, hat es sich schon zu Zeiten der Thora durchgesetzt und thront heute u.a. über der Freimauerer/Illuminaten-Pyramide.

Und da Dummheit immer Konsequenzen hat, bleibt auch diese blöde Verwechslung nicht ohne durchschlagende Konsequenzen für die Welt. Während nun die Welt aus einem Auge, statt aus dem Nichts geboren wurde, stellt sich für die Blöden natürlich die Frage wie das kommt. Die Antwort ist ebenso klar wie naheliegend, denn Ayin bedeutet im hebräischen auch umgangssprachlich Vagina. (Ayin-Tzain=Auge-Schwert=Geschlechtsverkehr) Auch (und insbesondere) für einen Blöden klar, daß die Welt aus einer Vagina geboren wurde! Und so bekommt das Universum der Blöden am Himmel ein Auge, eine Vagina. Und es heißt, wenn es sich öffnet (denn es ist natürlich normalerweise geschlossen), dann würde es die ganze Welt wieder in sich aufnehmen. Und damit ist auch gleich der (blöde) Gedanke einer Apokalypse geboren! Auch YHVH hat nun ein Auge und es fährt sofort auf Hiob hinab um ihn zu vernichten. Es ist unglaublich wie erfolgreich das Konzept eines Mißverständnisses geworden ist.


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Die Karte thematisiert Ayin, der Text entstammt der Thora und enthält Stellen, in denen Ayin statt Ain vorkommt. Gottvaters (neu erworbenes) Auge öffnet sich entsetzt im Angesicht einer (echten) Vagina, die er als Konkurrenz empfindet, zumal Eva Christus küsst und nicht etwa ihn. Der Wahnsinn der Welt nimmt seinen Lauf. Niemand kann ihn stoppen.

Thefalus
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ruami

Re: ATU XXI

Beitrag von ruami »

Thefalus hat geschrieben:Das hier ist nicht leicht zu erklären. Sagen wir es mal so: Vieles auf dieser Welt ist durch Mißverständnisse entstanden. Da hört jemand nicht richtig zu, übersetzt falsch, versteht nur die Hälfte und dichtet den Rest selbst. Das hebräische Konzept des Ain, des Nichts, ist ein absolut göttliches Konzept, das Konzept des Schöpfers. "Alles entstammt dem Nichts" ist also die ursprüngliche Botschaft. Die Worte Ain und Ayin gleichen sich aber so sehr, daß sich sehr schnell ein (mißverstandenes) Auge (Ayin=Auge) anstelle des schöpferischen Nichts (Ain=Nichts) befand. Und obwohl dieses Auge absolut nichts in diesem Kontext zu suchen hat, hat es sich schon zu Zeiten der Thora durchgesetzt und thront heute u.a. über der Freimauerer/Illuminaten-Pyramide.

Und da Dummheit immer Konsequenzen hat, bleibt auch diese blöde Verwechslung nicht ohne durchschlagende Konsequenzen für die Welt. Während nun die Welt aus einem Auge, statt aus dem Nichts geboren wurde, stellt sich für die Blöden natürlich die Frage wie das kommt. Die Antwort ist ebenso klar wie naheliegend, denn Ayin bedeutet im hebräischen auch umgangssprachlich Vagina. (Ayin-Tzain=Auge-Schwert=Geschlechtsverkehr) Auch (und insbesondere) für einen Blöden klar, daß die Welt aus einer Vagina geboren wurde! Und so bekommt das Universum der Blöden am Himmel ein Auge, eine Vagina. Und es heißt, wenn es sich öffnet (denn es ist natürlich normalerweise geschlossen), dann würde es die ganze Welt wieder in sich aufnehmen. Und damit ist auch gleich der (blöde) Gedanke einer Apokalypse geboren! Auch YHVH hat nun ein Auge und es fährt sofort auf Hiob hinab um ihn zu vernichten. Es ist unglaublich wie erfolgreich das Konzept eines Mißverständnisses geworden ist.


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Die Karte thematisiert Ayin, der Text entstammt der Thora und enthält Stellen, in denen Ayin statt Ain vorkommt. Gottvaters (neu erworbenes) Auge öffnet sich entsetzt im Angesicht einer (echten) Vagina, die er als Konkurrenz empfindet, zumal Eva Christus küsst und nicht etwa ihn. Der Wahnsinn der Welt nimmt seinen Lauf. Niemand kann ihn stoppen.

Thefalus
hallo thefalus!

interessant, vor allem da ich gerade gelernt habe, dass ajin in den tarotkarten dem teufel zugeordnet ist. so hat man also anstatt nichts den teufel im ursprung >:->

könntest du mir bitte sagen, wo genau in der thora diese stellen sind, in denen ajin anstatt ain vorkommt? würde mich sehr interessieren. vielleicht könnest du es mir in christlicher bibel-bezeichnung durchgeben?

sind das schreibfehler, und wenn ja, woher weiss man dass es schreibfehler sind, ausser aus der interpretation geschlossen? so viel ich weiss schreibt man "ain" aleph-jod-nun, und "ajin" ajin-jod-nun. sieht doch recht verschieden aus, find ich.
gibt es z b ältere thoraabschriften mit besagten stellen mit "ain", und jüngere mit "ajin"?

...habe gerade bei friedrich weinreb gelesen, dass die thora immer buchstabengetreu abgeschrieben werde, inkl zu vielen oder zu wenigen buchstaben...

neugierige grüsse

ruami
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Thefalus
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Re: ATU XXI

Beitrag von Thefalus »

Hallo ruami,

das war ja nun nicht gerade als religionswissenschaftlicher Beitrag von mir gemeint, sondern als künstlerisch/magischer Denkansatz.

Was mir zu deinen Fragen einfällt: Die Thora war schon immer Bestandteil des Padesh, der Exegese und der Kabbala, der Mystik. Beide vorwiegend mündliche Dinge - und da ist die Verwechslung von Ain und Ajin verständlicher.

Der Begriff Thora umfasst auch den Tanach, nicht nur den mosaischen Pentateuch. Ich denke der Pentateuch selbst ist noch konsistent. Im Einzelnen habe ich aber keine expliziten Textstellen gesucht oder mir Gedanken gemacht wann genau irgend etwas verwechselt worden sein könnte. Daß es auch fatale Schreibfehler gab, ist übrigens durch die alten Griechen bekannt geworden, die haben nämlich peinlicherweise statt des hebräischen "YHVH" das griechische "PIPI" geschrieben. Einfach weil sich die Buchstaben für sie "ähnlich" anfühlten/aussahen. Und sie haben eine Weile PIPI angebetet.

Die Textstellen habe ich damals aus einer linguistischen Statistik kopiert, die ich nicht mehr habe. Nur noch das Bild ist übrig geblieben.

Thefalus
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ruami

Re: ATU XXI

Beitrag von ruami »

Thefalus hat geschrieben:Hallo ruami,

das war ja nun nicht gerade als religionswissenschaftlicher Beitrag von mir gemeint, sondern als künstlerisch/magischer Denkansatz.

Was mir zu deinen Fragen einfällt: Die Thora war schon immer Bestandteil des Padesh, der Exegese und der Kabbala, der Mystik. Beide vorwiegend mündliche Dinge - und da ist die Verwechslung von Ain und Ajin verständlicher.

Der Begriff Thora umfasst auch den Tanach, nicht nur den mosaischen Pentateuch. Ich denke der Pentateuch selbst ist noch konsistent. Im Einzelnen habe ich aber keine expliziten Textstellen gesucht oder mir Gedanken gemacht wann genau irgend etwas verwechselt worden sein könnte. Daß es auch fatale Schreibfehler gab, ist übrigens durch die alten Griechen bekannt geworden, die haben nämlich peinlicherweise statt des hebräischen "YHVH" das griechische "PIPI" geschrieben. Einfach weil sich die Buchstaben für sie "ähnlich" anfühlten/aussahen. Und sie haben eine Weile PIPI angebetet.

Die Textstellen habe ich damals aus einer linguistischen Statistik kopiert, die ich nicht mehr habe. Nur noch das Bild ist übrig geblieben.

Thefalus
...das wird ja immer besser, kicher... nuja, wenn ich mir so überleg was ich schon alles angebetet hab in meinem leben, sind die alten griechen mit ihrem PIPI ganz ok >:->

ja, mit einer mündlichen überlieferungstradition ist das ganze recht logisch. dass da einer mal zu disziplinarischen zwecken das auge gottes eingeführt hat, kann man sich gut vorstellen...
danke für den hinweis.
kam mir noch in den sinn, dass dann ja vielleicht das berühmte "auge um auge" eigentlich "auge um nichts" heissen sollte - also das christentum vorweggenommen :lol:

...dein gottvater erinnert mich an odin, mit dem einen auge. wovon der wahrscheinlich nicht so entsetzt wär beim anblick einer vagina, eher erfreut. drum mag ich auch die alten germanen, die hatten in vielen dingen so einen erfrischende unverklemmtheit, find ich.

grüessli!

ruami
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Thefalus
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Re: ATU XXI

Beitrag von Thefalus »

ruami hat geschrieben:kam mir noch in den sinn, dass dann ja vielleicht das berühmte "auge um auge" eigentlich "auge um nichts" heissen sollte - also das christentum vorweggenommen :lol:
:lol:

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Sakute Hanostra
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Re: ATU XXI

Beitrag von Sakute Hanostra »

Immerhin wurden die Chayot Ha Kodesh mit integriert und das Jod-He-Vau-He ebenfalls ;)
Sanctimonia Vincet Semper

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