Dies hier ist aus der Idee ein "Backstage-Tarot" zu machen. Sozusagen das zu zeigen, was hinter der archetypischen Bühne der Karten so passiert. Beim Tod ergab das die Variante des überraschenden Todes (anders als bei Crowley, dessen Toth-Tarot den verzerrten Tod zeigt). Überraschend, weil man nicht damit rechnet, etwa als Opfer eines Verkehrsunfalls auf den Notarzt warten und als der kommt, kriegt der einen Herzinfarkt und stirbt in meinen Armen. Man wird also manchmal wortwörtlich "vom Tode überrascht", auch wenn man sich die Karte anschaut:

Der pissende Tod ist aber auch eine Parabel darauf, daß man den Tod oft nicht begreift, ihn nicht versteht. Und wieder ist da dieses Unerwartete, dieses Beunruhigende, nicht etwa weil es zu theoretisch und abgehoben erscheinen würde, nein, ganz im Gegenteil, die derbe und konkrete Realität des Todes dieser Darstellung ist es, die einen ergreift. Und die mündet in das, was mir wichtig war, zu zeigen, daß der Tod, auch und gerade wenn er als unnatürlich erfahrbar geworden ist, doch immer ein Aspekt der Natur bleibt und bleiben wird.
Thefalus