Selbstverletzendes verhalten

Psychologische, philosophische und wissenschaftliche Betrachtungen

Moderator: gabor

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Error

Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

Hallo,

ich bin im forum angemeldet, will aber nicht erkannt werden da ich mich für folgendes thema schäme.
Ich fing vor 4 Jahren an mich selbst zu verletzten, erst oberflächlich dann immer tiefer und stärker. Ich quälte mich fast 2 Jahre und wendete mich dann an eine Seelsorge stelle. Die leute dort halfen mir halbwegs von meiner sucht weg zu kommen, jedoch ist der wunsch mir weh zu tun immer noch tief in meinem kopf.
In jeder erdenklichen situation die mich zurückwirft will ich am liebsten wieder anfangen. Es ist ein Teufelskreis, denn der gedanke wieder damit anfangen zu wollen macht mich krank und wirft mich immer wieder zurück.
Ich habe schreckliche angst, ihr müsst wissen, an selbstmord oder so etwas habe ich schon gedacht, aber es kommt nicht in frage, es ist nur der wunsch mir schmerze zu bereiten.
Ich fühle mich schwach wegen dem was ich mache, weil es anderen schlechter geht und sie damit umgehen können nur ich bin so.
Ich schreibe das hier weil es mir vielleicht hilft. Keiner weis das ich diese gedanken immer noch habe, nur meine mutter und die frau von der seelsorge wissen das ich es gemacht habe... wie ich schon sagte schäme ich mich dafür und will deswegen auch anonym bleiben.

Ich weis nicht was ihr jetzt dann schreiben werdet, ob ihr überhaupt schreibt oder ob ihr es lasst, ich weis es nicht. Ich will es nur los werden einmal anderen menschen mitteilen das sie mir vielleicht rat geben.

Ich danke euch
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Signum_Deorum
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Signum_Deorum »

Was hat dich dazu gebracht, zu solchen Mitteln zu greifen?

Ohne zu wissen warum kann man dir nicht helfen.
Meistens gibt es guten Mut, wenn man denkt bevor man tut.
Auch denke ich es schadet nicht, wenn man denkt bevor man spricht.
Error

Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

ich rede nicht gerne darüber... es war das volle negative gefühlsprogramm von hass,entäuschung,wut,trauer,schmerz... was auf einmal auf mich einprasselte und mich in die knie zwang. Reden konnte ich mit niemanden darum saß ich alleine in meinem Zimmer und hab damit angefanen, es hat mir geholfen zu vergessen und meine gefühle durch die schmerzen für kurze zeit zu verdrängen... irg.wann brauchte ich mehr schmerz um sie zu verdrängen. So ähnlich wie bei einer droge.
Ich schäme mich so dafür, es tut mir leid...
Clown
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Clown »

Da brauchst Aktivität als Erstes...und zu deinen Gefühlen: Ich wollte mich auch schon umbringen, Selbstverletzung im Sinne von "Sport so weit ich denken kann"...du hast zu viel Energie ABER du hast ANgst Sie abzugeben, Sie zu teilen.
Du hast Angst jemand könte deine Seele fressen (so nach dem Motto)...habe keine Angst. Lass die "Mücken" an dir saugen... aus einer Fliege mach keinen Elefanten. Lerne zu geben und zu bekommen...du ritzt dich weil du zu geben hast. Sei nicht so ängstlich in deiner Seele, deinem Geiste...lass es zu...du riotzt dich weil du zu viel hast zu geben...du bist zu knauserig...sei offener...sei nicht so ängstlich....
Das ist mein Tip

Sage wenn du was zu sagen hast!...naja so ähnlich
Gast

Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Gast »

nein ich fühle mich eher schlaff und ausgepowert... das gefühl einer inneren lehre die ich nicht füllen kann. Ich bin oft traurig weil ich mich anders fühle als die vielen anderen Jugendlichen, weil ich anders denke...Oft ist mein Herz schwer und ich weis nicht was daran zieht, was es schwer macht.

Ich fühl mich wie eine Mücke und wär gern der Elefant.
Clown
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Clown »

Nimm die Farbe Hellgrün! Die tut gut!
Error
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

Ja ..'danke , das mit hellgrün Versuch ich mal.
Clown
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Clown »

Error hat geschrieben:Ja ..'danke , das mit hellgrün Versuch ich mal.
Esse Pflanzen...
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Azazel
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Azazel »

Wenn Du über einen längeren Zeitraum depressiv bist und zum Mittel der Selbstverletzung greifst, dann so denke ich brauchst Du eine Hilfe die über gute Ratschläge in einem Forum hinaus geht. Einer Bekannten von mir ging das auch so und sie entschloß sich dann zu einem Therapeuten zu gehen und es hat Ihr geholfen..heute ist sie wieder lebenslustig und fern von Depressionen.
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Alveradis
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Alveradis »

Um dir zu helfen, muss man deine Beweggründe nicht kennen. An sich ist es immer wieder eine ähnliche Geschichte mit anderen Handelnden und ein bisschen anderem Setting. Ich denke auch deine Geschichte passt ganz gut in das Schema. (Was nichts Negatives ist, vielleicht hilft dir der Gedanke sogar?)

Wie Aza schon sagt, der erste Schritt ist eine Therapie. Wie es aussieht, hast du die schon besucht/ besuchst sie immer noch? Wenn es dir hilft, wunderbar, wenn nicht überlege dir, ob du die Therapieform wechseln kannst. Du kannst selbst entscheiden, wie weit die gehen soll, erkundige dich nach den Möglichkeiten. Psychologe? Psychiater? Stationär? Teil-stationär? ... Ist eigentlich für jede Situation was dabei, es ist nur wichtig, dass du dich selbst damit auseinander setzt und nicht einfach das nimmst, was dein Therapeut dir aufdrängt. Der hat das zwar studiert, aber zumindest wenn du auf dich acht gibst, was du augenscheinlich tust, wenn du dir von dir aus Hilfe suchst, kennst du dich besser.

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du dir seit zwei Jahren nichts mehr getan? Das ist eine verdammt lange Zeit, du kannst stolz auf dich sein! Selbst 2 Jahre nur vereinzelt zur Klinge gegriffen zu haben, ist ziemlich stark!

Ratschlagsseiten, akuten Ritzdruck loszuwerden, gibt es eine Menge, daher beschränke ich mich mal auf "längerfristige" Tipps:
Was auch immer deinen Ritzdruck verursacht, versuche, es loszuwerden. Wenn du es nicht weißt, versuche, es rauszufinden. Halte dich aus Situationen fern, die dir schlecht tun. Involvieren diese Situationen Freunde und/oder Familie, schau, dass du Abstand von ihnen nimmst, so weh es tut.
Versuche dein Leben längerfristig lebenswert zu machen. Gehst du noch zur Schule oder was machst du gerade?


Zum Abschluss: Du musst dich nicht schämen, für dass, was du bist. Du hast dich selbst verletzt. Ja und? Andere Leute schlagen ihre Familienmitglieder, trinken, nehmen Drogen, üben Gewalt auf andere Menschen aus, ... Da ist SVV zumindest für dein Umfeld schon die angenehmste Variante.
Jeder fällt mal, die Kunst ist es, wieder aufzustehen. Für das Fallen musst du dich nicht schämen und aufstehen tust du ja gerade. Scham macht es nur noch schlimmer. Vielleicht geht es dir sogar besser, wenn du mit deinen Freunden darüber redest oder Menschen, die dir eng stehen und die dich NICHT dafür verurteilen? Oder dir im Zweifelsfall neue Freunde zu suchen, die dich nicht dafür veruerteilen.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Clown »

Alvi hat Recht. Jeder fällt einmal. Selbstverletzendes Verhalten ist aber besser als sich auf Andere einzuschiessen, du bist wenigstens einer Derer die es irgendwann einsehen werden, schneller als Jene die sich auf Andere einschiessen.

Einer der grössten Fehler wie ich bemerkte ist die Schuld irgendwann Aussen zu suchen. Und das passiert dem besten Menschen wenn er nicht aufpasst.

Wenn du dich selber verletzt dann sei dir wenigstens bewusst dass Andere nur bedingt daran schuld sind. Es ist zwar eine weit verbreitete Meinung dass man sich selbst keine Schuldgefühle machen soll, aber glaube mir es ist allemal besser als Andere deswegen ständig zu beschuldigen. Gehst du mit den Schuldgefühlen nach Aussen, glaube mir wird dich das noch viel mehr verletzen. Du endest sonst wie frustrierte Menschen die sich abkapseln und niemanden mehr haben.
Dann verletzt du dich halt einmal. Und? Ich habe Tage an denen ich Sport treibe :) in meinen Augen ist das fast Dasselbe.

Und Hellgrün...naja...ist eine schöne harmonische und doch optimistische, natürliche Farbe :cool:
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Daimao_Koopa
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Daimao_Koopa »

@Error:
Gut, als aller erstes muss du dir etwas zugestehen, ohne das sich nichts verändern wird: Du hast ein Problem!
Der Sinn dieses Eingeständnisses ist, dass du dir deines Problems bewusst wirst. Nicht die anderen haben ein Problem
mit dir, weil du etwas "sozial Geächtetest" machst - Nein!! Du hast ein Problem mit dir selbst! Und zwar, weil du dich
mit deinem Problem nicht wohl fühlst!
Und hör endlich damit auf, dich für dein Problem zu schämen! Scham ist nur etwas für Leute, die vor ihren Problemen davon
laufen. Du aber nicht! Stelle dich deinem Problem, hör auf davor weg zu laufen, und hör auf dich davor zu schämen. Es ist
nur deine Umwelt, die von die verlangt dich für dein Problem zu schämen - ein Problem, für das sie vielleicht verantowrtlich ist.

Deine Umwelt will, dass du dich schämst, damit du dein "lästiges" Problem nicht in die heile, soziale Welt trägst und somit
das heitere Theaterspiel der gesunden Kranken unterbrichst. Ich sage dir, dein Umfeld ist krank - alle, die von dir erwarten,
dass du dich schämst, sind krank. Du aber bist nicht krank! Nein, denn du hast lediglich ein Problem - ein Problem, das gelöst
werden will; ein Problem, das du lösen willst. Dein Umfeld sollte sich schämen und nicht du. Verstehst du, was ich
dir damit sagen möchte? Wenn ja, gehen wir jetzt zur Problemlösung über.

Jetzt stellt sich allerdings die Frage, ob es wirklich das Ritzen ist, das dir die Schmerzen bereitet, oder vielleicht doch
das Verhalten, bzw. die Taten bestimmter Mitmenschen. Also, ich frage dich: Was bereitet dir mehr Schmerzen?
Das Ritzen, oder der Gedanke daran? Wo liegt die Quelle deiner Schmerzen? Kommen sie von Außen oder von Innen?


Wie genau fühlst du dich gerade? Beschreib es doch mal so bildlich wie möglich. Mach dasselbe am besten auch mal
mit deinem Problem: umschreibe es! Was macht es mit dir? Was genau versuchst du mit dem Ritzen zu übergehen?
Welches Gefühl ist so schrecklich, bzw. so überwältigend, dass du es mit Schmerz zu betäuben versuchst?


Abgesehen von diesen Fragen, kann ich dir jetzt schon sagen, dass du mit Ritzen bald wieder anfangen wirst, wenn
du dich deinem Problem nicht endlich entgegen stellst... Freude wie Schmerz funktioniert nach dem Prinzip der
Dekadenz: bei dauerhaftem Genuss gewöhnt sich der Körper daran und will immer mehr. Tja, und dein Problem...
das keimt fröhlich in dir auf, bis es solch ein Ausmaß hat, dass nur noch der Tod es zu unterdrücken fähig ist.
Aber wie gesagt: Noch kannst du etwas ändern. Also tue es!
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Error
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

Ich weis nicht wie ich euch danken soll dafür das ich mir tipps gebt und helfen wollt. Danke, vielen dank.

Das mit dem schmerz, da hast du recht, er kommt nicht vom ritzen, sondern von den sachen die mir passiert sind und von den gefühlen die ich in mir habe. Das ritzen dient nur dazu das ich mir größere schmerzen bereite um die anderen kleiner zu machen, jedoch werden die immer größer und darum muss ich und tiefer schneiden.

Ich hab so schreckliche angst es jemanden zu sagen, auch wenn er mir helfen will. Vor der außenwelt verschließe ich mich oft und lasse niemanden an mich heran weil ich angst habe noch mehr verletzt zu werden.

Die quelle meiner schmerzen... das ist merkwürdig... anfangs dachte ich ich fühle nichts mehr und wollte mich durch das verletzen daran erinnern das ich noch etwas fühle, ich war innerlich leer. Zu viele dinge die wie ein Hammer auf mich eingeschlagen haben und meine gefühle abgetötet haben.
Später kamen sie alle wieder als trauer und hass auf alles. Manchmal kann ich sie unterdrücken, aber in bestimmten situationen, wie abends im Bett oder sonst wo kommen sie alle wieder hoch.
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Alveradis
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Alveradis »

Meiner Erfahrung nach hilft es, sich Menschen zu suchen, bei denen du sein kannst, wie du möchstest. Die es akzeptieren, wenn du sagst "Heute nicht, ich habe keine Lust.", denen du auf "Wie geht es dir?" mit "Schlecht." antworten kannst. Menschen, die es sich nicht als Aufgabe gemacht haben, dich zu "heilen", sondern die dich einfach nehmen, wie du bist.
Verstellen frisst den Dreck nur noch tiefer in dich, und je tiefer es kommt, desto schwerer wirst du es wieder los.

Versuch offen mit dir und deiner Umwelt zu sein. Viele werden es nicht verstehen, einige werden sich von abwenden, aber die, die bleiben sind deine wahren Freunde.

Und was die "Geschehnisse" betrifft: Hast du das in deiner "Seelsorge" angesprochen und ist eine Therapie dies bezüglich am Laufen. Wenn nicht, solltest du das ändern. Wirklich weg gehen wird das Verlangen erst, wenn du den Grund beseitigt hast.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

hm.. danke.
meistens ist niemand da, ich weis nicht wie ich neue leute kennen lernen soll, ich bin nicht gerade hüpsch oder so. ich denke nicht das ich sympatisch wirke.
Ich habe fürchtbare angst vor dem unfreiwilligen alleine sein. Es ist wie eine Strafe.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Alveradis »

Es tut nichts zur Sache, wie hübsch oder nicht hübsch du bist. Wichtig ist nur, dass du du selbst bist. Es gibt so viele Menschen, da ist für jeden wer dabei ;)
Außerdem solltest du vielleicht lernen, mit dem Allein sein klar zu kommen, sonst wirkt man schnell unangenehm auf andere Menschen. Und besser für dich selbst ist es auch.
Allein sein kann wirklich schön sein. Du hast alle Zeit, nur für dich :)
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Error »

ich bin oft alleine, aber meistens will ich das auch.
Nur gibt es Situationen in denen ich nicht alleine bin aber mich alleine fühle.

ich weis nicht wie ich es beschreiben soll. Es ist ja damit nicht getan das wenn ich mal wen gefunden habe mit dem ich reden kann.. ich weis nicht wie es dann weiter geht.
Ich würd gern alles vergessern und noch mal anfangen...
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Zerberus
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Zerberus »

ich weis nicht wie ich es beschreiben soll. Es ist ja damit nicht getan das wenn ich mal wen gefunden habe mit dem ich reden kann.. ich weis nicht wie es dann weiter geht.
Ich würd gern alles vergessern und noch mal anfangen...

doch ich denke schon das es damit getan ist . dinge zu verdauen heisst zwangsweise sich damit auseinanderzusetzen . darüber zu sprechen ist der erste schritt den andere menschen gemeinsam mit dir gehen können , mit dir selbst kannst nur du ins reine kommen . aber du wirst merken wie unglaublich befreiend es sein kann einen mensch zu finden dem du dich anvertraust .

ich persönlich habe im leben nur selten solche menschen getroffen . durch zufälle .... und in den verschiedensten altersschichten . andererseits hat es mir aber auch nie großartig etwas ausgemacht alleine zu sein , und ich denke du musst deine sichtweise auf die dinge mal anpassen . du musst im leben nicht unbedingt etwas verpassen , nur weil du nicht bist wie die anderen . manchmal kann ein fluch auch ein segen sein , und ich denke du wirst emotional wesentlich stärker aus der geschichte wieder herauskommen als du hereingeraten bist . denke immer dran das du kontrollierst was du willst und was du nicht willst .



und wenn ich eins in meinem kurzen leben gelernt habe ..... dann das vergessen nie die richtige lösung ist . fehler sind dafür da um gemacht zu werden ...und erinnerungen sind wichtig um sie in zukunft nicht wieder zu machen .

zerberus
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Clown »

Error hat geschrieben: Ich würd gern alles vergessern und noch mal anfangen...
Ich habe das krasse Gegenteil als Problem: "Ich will Alles wissen und das in diesem Leben noch" :au: da stellt sich echt die Frage wer wohl schlimmer dran ist. Ich der Alles wissen will habe meinen inneren Lernprozess als Feind er sagt mir immer wieder "Hüpf in diese Scheisse, mach noch diesen Mist durch, dann kommt noch das auf dich zu..." das Alles nur weil ich gezwungen bin wissen zu wollen wie´s weitergeht. Ich würde sagen du brauchst irgendeine Sache an die du dich klammern kannst. Ich weiss dass es eine weit verbreitete Meinung ist dass "klammern" ungesund ist , aber in meinen Augen ist es kein Fehler sich an´s Leben zu klammern ;) Irgendwo! Irgendwann! Wirst du etwas finden was dir dein Leben erleichtert. Aber etwas gefunden zu haben kann auch etwas Falsches sein. Ich habe schon viele Dinge gefunden die dann wieder ab dafür verschwunden sind. Selbst meine "heiligen" Runen habe ich wieder verstaut, es ist einfach nichts zum Klammern. Was geil ist wäre wenn du eine Lieblingsbaumart hättest. An Bäume kann man sich klammer, ist auch weit verbreitet gegen seelische Probleme. Weil Bäume denken nicht, Sie sind einfach, Sie wachsen unermüdlich und wie Sie es für richtig halten. Sie machen sich keine Gedanken ,scharren nur etwas im Wind das ist Alles was Sie zu sagen haben. Gehe einmal raus in die Natur und suche einen Baum der dir gefällt. Nimm einen Stock von dieser Baumart mit nach Hause (Empfehlung, achte darauf lieber keinen Ast sondern einen jungen "Stamm" zu verweden weil das den Rücken stärkt), das könnte so etwas wie ein Zauberstab werden, ein Spazierstock vielleicht. Was man damit macht? Man trainiert, man schlägt die Zeit tot und stützt sich auf ihn und man fühlt sich wie ein Baum. Wenn man genau hinhört kann man ihn sogar reden hören, die Natur kennt viele Tricks und Tipps. Und jede Baumart hat ihren eigenen Charakter. Du hättest also ne ziemlich grosse Aufgabe erst einmal würdest du meinen Rat diesbezüglich beherzigen und gut tut Sie dir sicher auch. Natur ist der beste Medizinmann auch wenn Sie manchmal wirklich grausam sein kann.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Ich »

Clowni hat geschrieben:aber in meinen Augen ist es kein Fehler sich an´s Leben zu klammern ;)
Gefühls- und Ansichtssache. ;)
Clowni hat geschrieben:Was geil ist wäre wenn du eine Lieblingsbaumart hättest. An Bäume kann man sich klammer,
Das darf nur meine Freundin. :lol: Aber mal ernsthaft, "Clown": Schreibe bitte mit Absätzen (da kriegt man ja Augenkrebs).
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
Bedecktes Feuer hitzt am meisten.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von gabor »

Man sollte sich nie an etwas/jemanden klammern....hat etwas von`nem Ektoparasit!Ekelig!
Immer bereit!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Böse und Umgekehrt »

Error hat geschrieben:Ich weis nicht wie ich euch danken soll dafür das ich mir tipps gebt und helfen wollt. Danke, vielen dank.

Das mit dem schmerz, da hast du recht, er kommt nicht vom ritzen, sondern von den sachen die mir passiert sind und von den gefühlen die ich in mir habe. Das ritzen dient nur dazu das ich mir größere schmerzen bereite um die anderen kleiner zu machen, jedoch werden die immer größer und darum muss ich und tiefer schneiden.

Ich hab so schreckliche angst es jemanden zu sagen, auch wenn er mir helfen will. Vor der außenwelt verschließe ich mich oft und lasse niemanden an mich heran weil ich angst habe noch mehr verletzt zu werden.

Die quelle meiner schmerzen... das ist merkwürdig... anfangs dachte ich ich fühle nichts mehr und wollte mich durch das verletzen daran erinnern das ich noch etwas fühle, ich war innerlich leer. Zu viele dinge die wie ein Hammer auf mich eingeschlagen haben und meine gefühle abgetötet haben.
Später kamen sie alle wieder als trauer und hass auf alles. Manchmal kann ich sie unterdrücken, aber in bestimmten situationen, wie abends im Bett oder sonst wo kommen sie alle wieder hoch.
Wurde bei Dir Borderline diagnostiziert? Das was Du beschreibst geht mir sehr nah,ich habe selber mit genau gleichen Situationen zu kämpfen gehabt.Ich war schon in der Therapie und dort habe ich verschiedene Skills angewendet um mich vor svv zu schützen.Leider hielt ich es nicht aus eingesperrt zu sein,mit Medikamenten gefüttert zu werden und als letzte Dreck behandelt zu werden,so habe ich die Therape abgebrochen.Nicht mal 2 Wochen im "freien" ging es mir wieder richtig gut,denn ich wusste mit der Zeit das neugewonnene Leben zu schätzen und dafür dankbar sein,so konnte ich mir selber helfen.Habe meinem Leben einfach eine andere Richtung gegeben. Seitdem schneide ich mich nicht mehr (zwar habe ich ca. alle 6-9 monate einen Rückfall,aber beherrschen kann ich mich,habe angefangen mich zu respektieren und zu lieben).Du sollst lernen dir selbst was wert zu sein und dich selbst zu respektieren und zu lieben.Es ist schwer,aber durchaus möglich.

Alles liebe
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von Alveradis »

Naja, nicht jeder Selbstverletzter ist ein Boderliner, auch mit Error's Beschreibungen nicht, das ist irgendwie grade die neue Modediagnose. Im 19. Jahrhundert wat es Hysterie, in den 90er Jahren Essstörungen und jetzt eben Borderline. Das soll nicht heißen, dass Borderlinetherapien nicht helfen, die arbeiten ja viel mit Verhaltenstherapie, etc. und das hilft eigentlich jedem weiter, ich wäre nur vorsichtig damit, alles gleich in die Borderline-Ecke zu stopfen, so häufig ist Borderline nämlich nicht ;) (<10% der Selbstverletzer!)

Naja, so richtig zum Thema passt das jetzt nicht, auf jeden Fall gut, dass du es geschafft hast, Böse und Umgekehrt.
Das ist das, was ich immer zu predigen versuche: Behalte die Kontrolle über deine Situation und die Freiheit AUSZUSUCHEN. Welche Therapie? Welche Medikamente, etc.? Je klarer man sich selbst über diese Fragen ist, desto eher bekommt man das, was man will und desto besser ist einem auch geholfen, zumindest wenn man sich vernünftig zuhört und auf sich acht gibt.

Aber ich weiß leider auch aus eigner Erfahrung, dass das nicht ganz so einfach ist.
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von gabor »

Reden wir hier eigentlich nur über physische Selbstverletzung?Das ist, glaube ich,das kleinere Übel.
Immer bereit!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Selbstverletzendes verhalten

Beitrag von asfaloh »

Wie wahr, wie wahr...Wunden auf der Haut heilen. Wunden auf der Seele bleiben ein Leben lang... und wenn man ganz viel Pech hat, werden sie immer wieder aufgerissen. :traurig:

asfaloh
"An der Mitfreude erkennt man den Freund, nicht am Mitleid. " Friedrich Nietzsche