Arbeit mit sich selbst

Psychologische, philosophische und wissenschaftliche Betrachtungen

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khezef
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Arbeit mit sich selbst

Beitrag von khezef »

Hallo ihr Lieben,

Heute möchte ich ein paar Gedanken meinerseits hier zu Papier bringen im Bezug zur Persönlichkeitsarbeit und der Auseinandersetzung mit sich selbst.
Beides gehört ja für viele Leute als fester Bestandteil zur Magie dazu, doch auch in der Psycho- und Philosophie sind sie anzutreffen.

Im Alltag habe ich die Menschen nun etwas beobachtet und sie im Bezug auf die oben genannten Punkte analysiert.
Mein Fazit: Bei einigen Leuten, und das müssen nicht einmal Kinder sein, ist nicht einmal der für mich erste Schritt, die "Selbstreflexion" vorhanden. Bei vielen Leuten trifft man immerhin auch auf diese erste Stufe.

Doch für mich ist Persönlichkeitsarbeit und Auseinandersetzung mit sich selbst noch viel mehr als das Reflektieren einer Handlung.
Wenn ich ein kleines Beispiel geben darf:

Ich bin einmal vor etwas weggelaufen.
Jahre Später reflektiere ich dieses Ereignis und frage mich: Warum habe ich so gehandelt? So, das war die Selbstreflexion. Die Beantwortung der Frage lautet wohl eventuell: "Weil ich feige war". Doch man kann noch weiter gehen.

Als nächstes kann man diese Eigenschaft, dieses Attribut, diesen Grund, der einen dazu veranlasst hat, für sich selbst ergründen, in diesem Fall die Feigheit. Man kann ihr Wesen ergründen, ihre Bedeutung, welche sie für einen selbst hat. Das ist wichtig für den nächsten Schritt.

Das nächste Warum. "Warum war ich feige?" Wieder das gleiche Prinzip. Und so weiter und so fort.
Doch auf diese Art und Weise kann man tiefer graben als mit einer einzigen oberflächlichen Reflexion. Doch sehr weit verbreitet kommt es mir irgendwie nicht vor. Oder habe ich eine falsche Betrachtungsweise?

Dies waren nur ein paar Gedanken meinerseits zu diesem Thema. Was denkt ihr dazu?
Zuletzt geändert von khezef am 17. Apr 2012 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
Sarah
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Re: Arbeit mit sich selbst

Beitrag von Sarah »

Ein interessantes Thema.

Dass das so wenige machen, selbstreflektieren, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass man sich ungerne Schwächen und Fehler eingesteht. Also müsste man wiederum fragen warum das so ist.
Ich persönlich bin schon manchmal in der Lage sebst zu reflektieren. Aber das gelingt mir, ehrlich gesagt, nicht immer, weil ich in manchem Momente nicht erst über meine Handlungen/Aussagen nachdenke.
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Bella Aurora
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Re: Arbeit mit sich selbst

Beitrag von Bella Aurora »

Hej Khezef,

Ein interessantes Thema! Ich denke man muss da unterscheiden, und zwar ob man sich in der jetzigen Situation befindet oder es sich um vergangenes handelt. Bei ersterem fällst es doppelt schwer zu reflektieren, da man ja gerade seine Handlungen ausübt und es da demnach nichts zu reflektieren gibt, für die Meisten zumindestens. Man handelt im Affekt und macht sich oft erst danach Gedanken, was man da eigentlich intuitiv verzapft hat. Und da ist es : Intuition
Diese beherrscht mehr von unseren Handlungen als uns lieb ist, mal abgesehen davon dass wir ständig unbewusst manipuliert werden, von wem und wann dürfte jedem klar sein. Selbst im Supermarkt...
Und da muss man trennen und wirklich tief graben, warum hat man so gehandelt, was war der eventuelle Auslöser und wenn man richtig weit gehen will, warum hat man gerade in Situation a den Gedanken b bekommen? Dann fällt nochmal auf wie sehr wir den äußeren Einflüssen ausgesetzt sind und es ist hoch interessant.
Bei dir selbst hilft nur gnadenlose Selbstanalyse einerseits und dann, um das ganze zu komplementieren ein Bild, was andere von dir haben, über dass du ordentlich reflektieren kannst.

Lg,
Bella
Und hüte dich vor den Guten und Gerechten! Sie kreuzigen gerne die, welche ihre eigene Tugend erfinden - sie hassen den Einsamen.
Friedrich Nietzsche, Werke II - Also sprach Zarathustra
Mi+

Re: Arbeit mit sich selbst

Beitrag von Mi+ »

Ich habe eben schmunzeln müssen,

je weiter Du diese Form der Analyse treibst, desto mehr kommst du zu einer kompletten Weltformel, entweder indem Du alles zu nichts erklärst, oder indem Du nicht zu allem erklärst.

Jede Abzweig, jedes Feige/Mutig-Paar, jede Dualität die Du für die Analyse benötigst, und keiner Zusammenführung, keiner Synthese zufügst, läßt dieses Spiel sich ausweiten, bis Deine Analyse den Umfang hat vom Quellcode von Microsofts allen je geschriebenen Programmen. Als Denkspiel, als möglichkeit der Reflektion, des "sichbewußtmachens" ist Dein Ansatz gut, ähnliches gibt es als Ansatz ja auch von Crowley, aber damit das "Weltenrätzel zu lösen leider unmöglich, zu einfach.

Mi
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khezef
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Re: Arbeit mit sich selbst

Beitrag von khezef »

Mi, das hatte ich auch nicht vor, dieser Vorgang ist lediglich meine "Schaufel" um meine Motive und mich selbst etwas zu hinterfragen und etwas unter die Oberfläche zu graben. Mein "bewusstes" Werkzeug.