Satanische Magie Teil VI
In der Magie existieren die verschiedensten Möglichkeiten, ein Sigill energetisch zu laden.
Viele benutzen die typische Todeshaltung, andere nutzen sexualmagische Energien, wieder andere laden Sigillen durch ein bestimmtes Ritual.
Mit der letzten erwähnten Form der Ladung beschäftigen wir uns in diesem Bericht.
Grundsätzlich unterscheide ich zwei verschiedene Arten der Sigillenladung:
1) Die minimalistische Sigillenladung
2) Die zeremonielle Sigillenladung
I – Die minimalistische Sigillenladung
Unter einer minimalistischen Sigillenladung verstehe ich das Entwerfen, Laden und Vergessen eines Sigills ohne den magischen Zustand der Gnosis erreicht zu haben, um kleinere Bereiche des Alltags zu beeinflussen oder minimalistische Ziele herbeizuführen.
Diese Art der Sigillenladung beruht hauptsächlich auf sogenannten „chaosmagischen“ Grundlagen.
Ziel dabei ist es, das Sigill mit einer Energie zu laden und sie danach zu vergessen – dadurch versinkt sowohl das Sigill, als auch das Ziel selbst im Unterbewusstsein und breitet sich von dort an aus.
Unterbewusstsein, Bewusstsein und Überbewusstsein bilden keine gemeinsame Ebene – lediglich wird ein Ziel vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein verlagert, um sich dort auszuwirken.
Für minimalistische Sigillenladungen bedarf es keines eigenständigen Rituals.
II – Die zeremonielle Sigillenladung
Bei der zeremoniellen Sigillenladung hingegen bilden die drei Ebenen des Seins (Unterbewusstsein, Bewusstsein und Überbewusstsein) eine Ebene.
Auch die sexualmagische Ladung von Sigillen beruht auf diesem Prinzip, jedenfalls in der Form, in der ich es praktiziere.
Das Sigill wird in ein bestimmtes Ritual integriert und mit maximaler Energie aufgeladen.
Bei der minimalistischen Sigillenladung ist lediglich eine kurze Energieübertragung nötig, bei der zeremoniellen Sigillenladung genau das Gegenteil.
Alle während des Rituals maximierte Energien werden in das Sigill geleitet.
Ist das Sigill erst einmal geladen, wird das Ritual normal beendet und die drei Ebenen des Seins lösen sich wieder voneinander – das Sigill ist allerdings in allen drei Ebenen vorhanden; sowohl im Unterbewusstsein, als auch im Bewusstsein und Überbewusstsein, wo es sich entfalten kann.
Zeremonielle Sigillenladungen eignen sich für höhere magische Ziele (die Vernichtung eines Feindes, die Stärkung einer geliebten Person, eigene Stärkung, sexuelles Begehren,…).
Die von mir entworfene feuermagische Sigillenladung ist in den Bereich der zeremoniellen Sigillenladung einzuordnen, da zum einen ein Ritual stattfindet und zum zweiten auch sexualmagische Aspekte hineinfließen können (Feuer als Element der Leidenschaft und Emotion).
Kleines Vorwort:
Die feuermagische Sigillenladung eignet sich vorallem für Kraftübertragungen (Feuer als Element der Willensstärke und des Mutes), als auch für sexualmagische Absichten (Feuer als Element der Leidenschaft und Emotion), aber auch für aggressivere Flüche und für die Abwehr von äußeren negativen Einflüssen (Feuer als Element des Angriffs/des Widerstandes).
Erforderliche Utensilien:
10 Kerzen (vorzugsweise rot, dem Geschmack des Magiers entsprechend)
Sigill (bereits vor dem Ritual anzufertigen)
Magischer Zeiger (falls nicht vorhanden: Hände)
Einleitungs-, Willenssatz- und Ausklangsmantra
Belichtung:
Lediglich das Kerzenlicht sollte den Raum erhellen, alle anderen Lichtquellen werden komplett abgedunkelt.
Musikalische Untermalung:
Vorzugsweise Ambient, allerdings richtet sich dies ganz nach dem Geschmack des Praktizierenden und seinem Anlass.
DIE KERZEN
Die Kraftquelle der Feuermagischen Sigillenladungen bilden die Flammen der Kerzen.
Diese werden im gleichen Abstand voneinander in einem Kreis aufgestellt, so dass der Magier innerhalb des Kreises in seinen Bewegungen und seiner Sitz- oder Liegeposition nicht eingeschränkt ist.
Die Kerzen dienen, wie bereits erwähnt, als einzige Lichtquelle und sollten dem Anlass entsprechend ausgewählt werden.
DAS SIGILL
Das Sigill wird bereits vor der magischen Operation geschaffen, allerdings nicht geladen.
Es wird in die Mitte der zwei ineinander verschlungenen Pentagramme gezeichnet, ein Zeichen der Dualiät des Lichtes und der Finsternis und Symbol für die Verschmelzung der verschiedenen Ebenen des Seins zu einem Ganzen.
Beliebig lassen sich in die zwei Pentagramme zusätzliche Buchstaben oder Symbole einfügen, die den Zweck der Handlung genauer bestimmen oder eine Verbindung zur Zielperson garantieren. Je nach Anlass kann ebenfalls ein schriftliches Mantra in das Symbol integriert werden – dies ist von Magier und Anlass abhängig.

DER MAGISCHE ZEIGER
Der Magische Zeiger oder die eigenen Hände dienen der Energieübertragung zwischen Magus und Symbol.
Jegliche visualisierte Energie sollte durch den Zeiger/die Hände in das Symbol fließen und dieses somit magisch reinigen.
Ich empfehle übrigens, nach jeder rituellen Arbeit den magischen Zeiger symbolisch mit Salzwasser zu reinigen, um „Restenergien“ zu beseitigen.
DIE MANTREN
Absichtlich werden hier keine bereits existenten Mantren genannt, da der Magier diese frei auswählen oder selbst entwerfen sollte.
Ich für meinen Teil habe ein paar feststehende Mantren, basierend auf der „Sprache des Geistes“.
Das Einleitungsmantra dient dem Erlangen von magischer Gnosis, das Willenssatzmantra leitet die Energie in die richtige Richtung und das Ausklangsmantra beendet das Ritual symbolisch und sorgt für ein Verlassen der magischen Ebene und Rückkehr in die normale Ebene.
Einleitungs- und Willenssatzmantra sollten möglichst häufig wiederholt werden, während das Ausklangsmantra in immer größer werdenden Zeitabständen wiederholt werden sollte, um eine Loslösung von der magischen Ebene zu symbolisieren.
DAS RITUAL
DIE EINLEITENDE MEDITATION
Bevor das eigentliche Ritual zelebriert wird, betritt der Magier die Tempelsphäre.
Dazu begibt sich der Magier in eine bequeme Sitz- oder Liegeposition innerhalb des Kerzenkreises, schließt die Augen und konzentriert sich auf die eigene Atmung und die Atmosphäre des Tempels/der Musik/des Feuers.
Ist der Magus in einem Zustand von Entspannung und in der Tempelsphäre angelangt, wird das Einleitungsmantra benutzt, um Gnosis zu erlangen.
Die Zeitdauer dieser einleitenden Meditation ist unterschiedlich, bei mir persönlich liegt sie im Bereich von 15-20 Minuten.
DIE SIGILLENLADUNG
Zuerst spürt der Magier die Energie des Feuers um ihn herum, anschließend hat er die Möglichkeit, diese Energie „einzuatmen“.
Dazu werden die Arme ausgebreitet und die Hände über die Flammen gleiten gelassen, um die Wärme des Feuers richtig zu spüren.
Ich persönlich visualisiere immer einen Funken in meiner Brustmitte, der langsam ein Feuer entfacht, dass sich immer weiter im Körper ausbreitet, bis der gesamte Körper mit dieser Energie erfüllt ist.
Sind die Feuerenergien im eigenen Körper maximiert, leitet der Magus sie unter Rezitation des Willenssatzmantras in das Sigill.
Dabei visualisiert er ein „Glühen“ im Herzen des Sigills, das sich immer weiter ausbreitet, bis das gesamte Sigill glüht.
Ist dies geschehen, gibt es zusätzliche Möglichkeiten, die Energie innerhalb des Sigills mit Hilfe von Sexualmagie zu verstärken.
Dazu konzentriert sich der Magier selbst auf das Ziel und entlädt die sexuelle Energie mit dem Fokus auf das gewünschte Sigill und sein zu erreichendes Ergebnis.
DER AUSKLANG DER ENERGIEÜBERTRAGUNG
Sobald die letzte Energieübertragung stattgefunden hat, begibt sich der Magier zurück in die Tempelsphäre.
Dazu intoniert er das Ausklangsmantra und konzentriert sich wieder auf die eigene Atmung und seine Umgebung selbst, auf den eigenen Körper und den eigenen Geist.
Ist dies geschehen, folgt der Schritt der „Sigillenverschließung“.
DIE SIGILLENVERSCHLIESSUNG
Die Sigillenverschließung stellt den symbolischen Akt der Ritualsvollendung dar.
Da im Gnosis-Zustand Unterbewusstsein, Bewusstsein und Überbewusstsein eine gemeinsame Ebene bilden, werden diese Ebenen mit dem Ausklangsmantra wieder voneinander gelöst – die Energie der Sigill ist nun in Überbewusstsein und Bewusstsein noch verankert, sollte jedoch auch ins Unterbewusstsein dringen.
Dadurch, dass das Sigill in die zwei verschlungenen Pentagramme (oder in diesem Zusammenhang das „Nornenrad) integriert wurde, ist es von nun an Teil des ewigen Kreislaufes und kann Veränderungen in der Realität erzielen.
Nach der Rückkehr in die Tempelsphäre löscht der Magier die Kerzen aus, hält das Sigill in den Rauch und benetzt pro Kerze eine Spitze des Nornenrades mit dem Wachs.
Ist der Kreis an sich „geschlossen“, integriert der Magier das Sigill selbst in den Kreislauf, indem er es mit dem Wachs einer Kerze „verschließt“.
ENDE DES RITUALS
Nach der Sigillenverschließung und dem Auflösen des magischen Kerzenkreises verstummt die Musik, die Ritualgegenstände werden in Salzwasser gereinigt und zurück an ihren Platz gelegt und das Zimmer gelüftet.
Das Sigill selbst sollte anschließend aus dem Blickfeld geräumt werden, damit es ins Unterbewusstsein dringen kann (Stichwort: „magisches Vergessen“).
Damit ist die Zeremonie beendet.
Eigene Erfahrungen:
Ich habe diese Zeremonie bereits zur eigenen Stärkung und auch zur Stärkung anderer Personen benutzt und habe letztendlich die Erfahrung gemacht, dass die sexuelle Energie in gewissem Maße durch das Feuer provoziert wird.
Positiv daran ist natürlich die enorme Stärke der sexuellen Energie!
Zudem bleibt ein Teil der Feuerenergie im eigenen Geiste verhaftet, so dass bei einer Energieübertragung nicht nur die Zielperson mit Energie erfüllt wird, sondern auch der Magus selbst.
Somit ist die feuermagische Sigillenladung in Hinsicht auf Energieübertragung eine sinnvolle Sache für beide Seiten.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Gruß
Diabolus