Die blutende Wunde @default

Hier kann alles nicht-dämonische gepostet werden

Moderator: gabor

Schwarze Witwe

Die blutende Wunde @default

Beitrag von Schwarze Witwe »

Jetzt zu dir bzw. zu deinem Posting von ich weiß nich mehr aus welchem Thread. Ich editier die Answer doch nich rein, sondern eröffne dir nen Extra Thread. An sich ist mir (Religions)Politik und Prediger, die auf verheimlichten Venushügeln flammende Proklamationen halten, ja nen Greul und intressiert mich nicht minder als nen Pickel am Hintern direkt neben meinem mit blitzenden Messern zugefügten Teufelsmal :har: . Andrerseits erinnern mich deine Zusammenstellungen oftmals auch an meine mentale Trägheit und Faulheit, mich mit den Themen befassen zu wollen. Aber weil dus bist, pack ich’s mal an. Ich sag mir in der Hinsicht, warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht. Nehmen wir mal das Zinssystem. Im Islam sind Zinsen genauso verboten wie Glücksspiel, weil’s dabei schlicht und ergreifend um ungerechte Verteilung von Geldmitteln geht und Verzerrungen von Vermögensverhältnissen stattfinden. Beispiel Leihgaben, Kredite: Normalerweise sollte es so sein: ich geb dir nen Fuffi und du zahlst ihn mir mit barer Münze oder in kleinen bunten Scheinchen heim. Fazit: Ausgleich. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Zinsen erhoben werden, startet sofort das Gewinn- und Verlustgefälle und die können einen ganz schön reinreißen oder andren dazu dienen, dass die Summe dessen, was gegeben wurde, den Rückzahlungsbetrag, der an sich (nur) gerechtfertigt wäre, übersteigt oder aber auf der anderen Seite untergräbt.

Geld, was demjenigen, der Geld ausgeliehen hat, einfach nicht zusteht, weil’s dafür keinen Grund gibt. Genausowenig wie für Glücksspiel, wobei das System noch mal bissel komplexer ist. Ich mein, worin sind Zinsen begründet? Was rechtfertigt Zinsen? Wofür lässt sich jemand Zinsen zahlen? Für god will? Für den „Gefallen“, den er jemanden getan hat? Zinsen liegt keine erbrachte Leistung zu Grunde. Der einzige Grund ist, dass demjenigen, der Geld gezahlt hat, die Summe während nes bestimmten Zeitraumes nicht zur freien bzw. eigenen Verfügung steht und in gewissen Sinne keinen Verlust sondern ein Nichts, Fehlen, Abwesenheit von existenzsichernder Grundlage, Mittel für Kleidung während des Lebens und das letzte Leichenhemd, Essen, Trinken usw. darstellt und angefangen wird, mit dem Kapital, Zinsfuß und Zeit umherzurechnen, dass die Person dafür „entschädigt“ wird und der andere dafür aufzuschlagen hat, dass er ne zeitlang über Geld verfügt hat, was ihm im Grunde nicht gehört, an dem er sich nur gesundzustoßen gedachte.

Sicherlich kann man sich jetzt fragen, warum Deutschland so hoch oder tief, je nachdem wie man das nennen mag, verschuldet ist, bei wem und wodurch die Schuldenfalle zugeschnappt ist und obs eventuell was mit Auslandspolitik zu tun hat. Aber das ist wie gesagt kein Thema, über das ich mir an nem Samstag den Kopf zerbrechen will. Hat sich sowieso nicht so viel geändert. Auch nicht, was trotz der Menschenrechtserklärung, die Situation von Frauen betrifft. Seis drum, dass ihre Existenz im Islam negiert und viele Frauen noch immer vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden oder sie unter der Fuchtel des römischen Gesetzes stehen, von dem zumindest der Status westlicher Frauen abgeleitet ist. Und wie das römische Gesetz charakterisiert ist zeigen die drei Kategorien, in denen Frauen eingeordnet sind.

1. Frau als Sklavin: rechtlich völlig ohne Wesen, Besitz und Eigentum eines Mannes, der das Recht hat, sie zu verkaufen oder wegzugeben.

2. Die befreite Frau: die Freiheit wurde ihr geschenkt, aber sie bleibt weiterhin dem Mann durch Untertanenverpflichtung verbunden, der das Recht hat, alle ihre Angelegenheiten und Vermögensverhältnisse zu verwalten.

3. Die freie Frau: genießt nominale Freiheit, ist weder versklavt noch freigelassen, bleibt aber unter der ständigen Kontrolle des Familienoberhauptes und ohne rechtliche Macht oder Befugnis, Verträge zu beschließen oder geschäftstüchtig zu sein.

Das alte römische Gesetz, was für viele europäische Gesetzgebungen die Quelle gewesen ist, ist allerdings noch weiter das Rückgrat des französischen Gesetzes, von dem allerdings auch einige arabische Länder ihre Legislatur abgeleitet haben und ich mich so manches Mal frage, was das für nen bekacktes Gesetz ist, das Frauen teilweise dermaßen entrechtet sind, dass der Göttergatte sogar über deren Leben und Tod entscheiden darf, ob Erstgeborene Mädchen im nassen Sand verscharrt werden oder unter der knarrenden Diele mit ner Spieluhr spielen ;FG oder von den Herren der Familienschöpfung verfolgt, misshandelt und umgebracht werden, wenn sie sich den Traditionen, Gottfather nicht fügen oder wie ich einfach nur sie selber sein wollen und sind. Ich war, ich bin und werde irgendwann gewesen sein. Ich wär beinah übern Jordan gejuckelt, nur weil ich archaische Sehnsucht verspürt hab, den unbändigen Wunsch, mein Leben nach meinen Gelüsten, Vorstellungen und Wünschen zu leben.

Manche Männer können so was von Scheiße sein und derer sind es heutzutage noch mehr als ich an meinen 10 Fingern abzählen kann. Dummdödel, die Frauen für so meschugge halten, dass sie ihnen nich zutrauen, zu checken, was für nen mieses Spiel sie spielen. Eine Täuschung ihrerseits, mit dem sie den Frauen unwissend allerdings nen geheimen Vorteil verschaffen, der sich irgendwann gnadenlos gegen sie richten und sie vernichten wird. Es war schon immer so, dass der natürliche Feind eines Mannes die Frau ist. Schlumpfutzen elendige. Wer sich mit Männern einlässt, muss sowieso irgendwie maso sein.

Liebe Grüße
Schwarze Witwe
Default
Beiträge: 654
Registriert: 20. Aug 2006 11:34

Beitrag von Default »

Hallo schwarze Witwe,
Du hast da einen schönen langen Text geschrieben. Danke.
Was rechtfertigt Zinsen? Wofür lässt sich jemand Zinsen zahlen?
Die Sache ist nicht so einfach, wie sie aussieht. Daß am Zins etwas faul ist, das kann man leicht sehen. Aber: Wie kann man jemanden dazu bringen, Geld zu verleihen, ohne Zinsen? Darüberhinaus gibt es versteckte Zinsen, es wurde behauptet, in der Miete (Mietzins) stecken etwa 70 Prozent Zinsen. Wie soll man in einer zinslosen Gesellschaft Abschreibungen für Produktionsmittel handhaben? Fragen über Fragen, die noch manch eine Denkarbeit erfordern, und Entwicklungen, die u.U. auch von Fehlschlägen begleitet sein werden. (falls es überhaupt dazu kommen sollte, daß man sich damit auseinandersetzt)

Ja, zur Unterdrückung der Frau: ich kann dringend empfehlen, diesen kleinen Denkanstoß um die Sexualität weiterzuerzählen, den ich auch noch drastischer ausdrücken kann:

Spätestens wenn ein Mann zum 1000. Mal mit seiner Frau geschlafen hat, wünscht er sich einmal eine andere. Daraus entsteht ihm ein oft Schuldkomplex. Warum soll er sich nicht erlauben, in seiner Phantasie abzuschweifen und sich 1000 andere Frauen im Geiste vorstellen, wenn er dadurch weiter treu und glücklich sein kann? Ein Mann, der das tut, vergewaltigt keine Frauen und Kinder und braucht auch kein Koks oder Viagra. (und will auch nicht in den Krieg ziehen)

Manche Männer befreit soetwas ein wenig, einzelne aber sind zu blöd, das zu kapieren, weil sie zu stark vom „Glauben“ an Besitz und auch an den „Besitz Frau“ geprägt sind. Außerdem wirft das philosophische Fragen auf, weil der sexuelle Besitz- und Machtanspruch von einem „Objekt“ sozusagen auf alle Frauen ausgedehnt wird, was aber bei jemandem, der nicht völlig verblödet ist, dazu führen kann, Mitgefühl oder gar Verantwortungsgefühl, das über die 4 Wände hinausreicht, zu entwickeln.
Dazu braucht es aber vielleicht weitere Denkanstöße, die die Wichtigkeit dessen einsichtig werden lassen. Denn darauf zielt das Ganze eigentlich ab: Mitgefühl hat man uns ja irgendwie abgewöhnt, spätestens nach dem zweiten Weltkrieg holen ja Massenmord und Genozid keine alte Sau mehr hinter dem Ofen hervor.

Das nur sehr verkürzt, und um die Positionen nochmals darzustellen, gehe ich auf die Ereignisse des Papstbesuchs von gestern ein:
_________________________________________________________

....Dazu legt er in der Messfeier vor allem den Wunderbericht von der Hochzeit von Kana auf, vom ersten Wunder Jesu: von einer fast schon missglückten Hochzeit in Galiläa, wo zur lebenslänglichen Schande der Brautleute plötzlich der Wein ausgeht, und Jesus plötzlich Wasser in Wein verwandelt. "Es lohnt sich, in dieses Evangelium tiefer hineinzuhören" sagt der Pontifex......
undefined://www.welt.de/data/2006/09/12/1032561.html

Mein Kommentar: Diese Kunst haben sie gut gelernt, Wasser zu predigen, und Wein zu trinken.

Von Nichts kann man nicht leben, hört man oft, besonders vom Pfarrer. Und gerade die Pfarrer bringen es zuwege: das Christentum existiert nicht, - aber sie leben davon.
(Sören Kierkegaard, Philosoph, 1813-1855)
____________________________

"Von Maria lernen wir die helfende Güte, aber auch die Demut und die Großzügigkeit, Gottes Willen anzunehmen und ihm zu glauben, dass seine Antwort das Gute für uns ist", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor rund 60.000 Gläubigen.....
undefined://de.today.reuters.com.....

Mein Kommentar: Daß die Frauen dem Herrn gegenüber immer offen und aufnahmebereit zu sein haben, das haben wir inzwischen gelernt......

Marien-Predigt
"Wir sind Kirche" enttäuscht

Mit Enttäuschung hat die Reformbewegung "Wir sind Kirche" auf den Appell des Papstes zu verstärkter Marienfrömmigkeit reagiert. "Damit kann man modern denkende Menschen nicht mehr für den Glauben gewinnen", sagte der Sprecher von "Wir sind Kirche", Matthias Weisner.......
undefined://www.n-tv.de/709214.html

Drei Zitate von Uta Ranke-Heinemann aus dem sehr langen Artikel:
undefined://www.jungewelt.de/2006/09-09/019.php

.....Angesichts dieser AIDS-Tragödien klage ich die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. an wegen jahrzehntelangen Verbrechens in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit. Ich klage sie an, an Krankheit und Tod vieler Menschen die Schuld zu tragen mit ihrer unsinnigen, unerbittlichen Behauptung, daß Kondome Löcher hätten und in die Hölle führten. Ich verlange vom Vatikan, allen betroffenen Ehefrauen Afrikas und weltweit die medizinische Versorgung zu finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadensersatz zu leisten. Die Pädophilieskandale haben die Kirche viel Geld gekostet. Ich sehe nicht ein, wieso HIV-Infizierung und Tötung von Ehefrauen nicht ebenfalls finanzielle Folgen für die Verursacher haben sollten.....
(Uta Ranke-Heinemann)

...Als Ratzinger dann Papst wurde, freute ich mich aufrichtig. Aber sehr schnell mußte ich feststellen, daß die Unfehlbarkeit der Vorgängerpäpste das selbständige Denken der Nachfolgerpäpste lahmlegt. Ein Papst ist dazu verdammt, der ewig Gestrige zu bleiben. Reformen in der katholischen Kirche waren immer Rückschritte in Richtung Frauen- und Sexualfeindlichkeit....
(Uta Ranke-Heinemann)

Zölibat und Jungfrauenkult
Daß die Reformation Luthers vor allem eine riesige Antizölibatsbewegung war, hören die Theologen allerdings nicht gern. Für die evangelischen Theologen lag der Unterschied Luthers zur Papstkirche in der Rechtfertigungslehre, die aber den normalen Christen heute nicht mehr interessiert und von der er nicht einmal mehr weiß, was sie eigentlich bedeutet. Für die katholischen Theologen damals und heute spielte die Zölibatsfrage bei den Abspaltungen keine Rolle, sie gehört für sie gar nicht zur Sache - dafür aber sehr wohl zur Nebensache, an der sie, jedenfalls in der Vergangenheit, jede Einigung scheitern ließen.
(Uta Ranke-Heinemann)

Mein Kommentar: Schauma mal was dazu in der Bibel steht?

Falsche Enthaltsamkeit
Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat,..........
undefined://www.bibel-online.net/buch/54.1-timotheus/4.html

Ja die letzten Zeiten. Hoffen wir, daß man nicht zu viele von den blödsinnigen Pfaffen mit ihren teuflischen Zölibatslehren an Bäumen aufknüpft, denn eigentlich sind sie ja bedauernswerte Kreaturen. Andererseits sehe ich nicht wie man das Brandmahl in ihrem Gewissen heilen könnte.......
__________________________________

Der Ehrgeiz der Christen konzentriert sich besonders hartnäckig auf die Jungfräulichkeit.
(H.L. Mencken)

____________________________

Noch etwas: Ich versuche diese Sache sogar mathematisch darzustellén. Im alten Forum gibt es [url=undefined://f17.parsimony.net/forum30317/messages/18835.htm]hier[/url] eine Übersicht zu einigen, wie ich sagen möchte, spirituellen Hintergründen, und 2 Teile eines Versuches einer energetischen Berechnung. Eigentlich würde ich fast behaupten, ich bin soetwas wie ein Urchrist, aber psssst, sonst werfen die mich hier noch hinaus.
:chaos:

freundliche Grüße
Benutzeravatar
Tyger
Moderator
Moderator
Beiträge: 2470
Registriert: 19. Aug 2006 11:39

Beitrag von Tyger »

Zum Thema Zinsen: In allem, was wir brauchen und deshalb bezahlen müssen, stecken derzeit durchschnittlich ca. 40 Prozent Zinsen.
Zinsen für das Verleihen von Geld zu nehmen halte ich innerhalb eines bestehenden Währungssystems nicht einmal für das Problem - das echte Problem besteht darin, dass bereits die Geldentstehung mit Zinsen verbunden ist. D.h., Geld kommt nur gegen Zinsen in Umlauf und erzeugt so allein durch seine bloße Existenz vom ersten Moment an "Schulden", die rein logisch-mathematisch unbezahlbar sind. Diese Schulden haben die Eigenschaft, sich zu vermehren, und das (durch den Zinseszins) sogar exponentiell, was zu einer zwangsläufigen Schuldenexplosion ins Unendliche führen muss. Das bedeutet, in dem Moment, in dem ein Währungssystems wie eines der heute bestehenden etabliert wird, wird durch dessen Macher bereits festgelegt, das alles, was die Gesellschaft, die jenes Geld benutzt, an Werten erschaffen wird, in den vollständigen Besitz der Herausgeber dieses Geldes übergehen muss - was nichts anderes als eine im voraus geplante Enteignung ist.
Das Atemberaubende an der Sache ist, dass es tatsächlich klappt, praktisch die ganze Welt mittels einer derart plumpen und offensichtlichen Gaunerei auszuplündern.
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

Ich bin mir ja sicher, dass Avignon Schuld ist, schließlich ist mit der Einführung von Zinsen und Steuern dort das Übel an der Wurzel und der Papst gehört nach Rom. Schluss. Aus. Fertich. Was wir brauchen ist kein Pariser Fenstersturz, sondern nen Dantes Inferno!!!! Al Salumalaikum :D

lg
SW
Benutzeravatar
Azazel
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 11545
Registriert: 20. Mär 2005 15:54
Religionszugehörigkeit: keine
Wohnort: Der Dummheit der Menschheit sind keine Grenzen gesetzt
Kontaktdaten:

Beitrag von Azazel »

wahre Worte!
Default
Beiträge: 654
Registriert: 20. Aug 2006 11:34

Beitrag von Default »

Im [url=undefined://www.daemonenforum.de/fpost17802.html#17802]Zinsthread[/url] gibt es ein Zitat:

Wer Zins nimmt, wird mit dem Königsbann belegt, wer wiederholt Zins nimmt, wird aus der Kirche ausgestoßen und soll vom Grafen gefangengesetzt werden.
Kaiser Lothar (*795, †855) im Jahr 825

Das hat mich nun zum Weiterforschen angeregt, und dann fand ich das:

Das Zinsverbot in Antike und Christentum

undefined://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2005/1669/pdf/zins.pdf

Zitat:
.........
5.) Der Umschwung in der Frage des Zinsverbots zur Zeit der Reformation

Der Umschwung in der Frage des Zinsverbots kam mit der Reformation. Während Luther und der 30-jährige Krieg das Reich in Existenznöte stürzten – letzterer auf protestantischer Seite übrigens mit katholischem, von Frankreichs Kardinal Richelieu stammendem Geld geführt (!)– ergänzte der offizielle Gegner Luthers, der Ingolstädter Professor Dr. Johannes Eck, den von der Reformation auf das Reich ausgeübten Druck zu einer Zangenbewegung, indem er in die theologische Diskussion um die Erlaubtheit des Zinses die noch heute relevante Lehre vom Contractus trinus einführt. Während der eine Feuer legte am einen Ende zündelte der andere im gleichen Augenblick am anderen Eck.

Wer kommt da nicht auf dumme Gedanken?!

Beschimpften sich die beiden auch fleißig auf der Leipziger Disputation, der eine den anderen "Luder", und der andere den einen als "DrEck", so taten doch beide, wie es scheint, dasselbe, nämlich die Grundlagen des Reichs untergraben..........

Wahrscheinlich war damals die Situation ähnlich wie heute:

Der dreissigjährige Krieg (1618-1648)
....Der Versuch der Menschen, Trost und Halt bei den Kirchen zu finden scheitert, denn Kirchenobrigkeit und Papst verweisen auf die Apokalypse und sehen in der Not eine Strafe Gottes und das baldige Ende der Menschheit. Die religiöse Welt in Deutschland ist nach der Unterzeichnug des Augsburger Religionsfriedens im Jahre 1555 gespalten.......
undefined://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za146/barock/30krieg.htm

Nun ja, wie ich schon sagte, kann man sich also bezüglich der Zinsangelegenheit auf die Bibel berufen, und zwar sowohl auf das alte Testament als auch auf das Neue Testament. Hier nochmals der Bibelspruch aus dem NT, den die Heuchler und Pfarrisäer ihren armen Gläubigern aber ganz anders interpretieren wollen:

LUKAS 19,25 ff.
Wußtest du, daß ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht angelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe: warum hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht? Und wenn ich zurückgekommen wäre, hätte ich's mit Zinsen eingefordert. Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt's dem, der zehn Pfund hat. Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn Pfund. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.
undefined://www.bibel-online.net/buch/42.lukas/19.html#19,25


Na ja, wahrscheinlich soll das ein vorbildliches Beispiel von biblischer Nächstenliebe sein oder so.........

freundliche Grüße
Default
Beiträge: 654
Registriert: 20. Aug 2006 11:34

Beitrag von Default »

Eine Frage: Wie ist das eigentlich hier? Threads, bei denen eine Weile nicht weitergeschrieben wird, die verschwinden einfach? Nach welcher Zeit werden die ausgemustert? Oder geht das automatisch? Das fällt mir nicht nur bei meinem Zinsthread auf. Oder irre ich mich, und die weden nur verschoben? Ich wäre dankbar, wenn mich da jemand aufklären würde.

Ich danke im voraus für die Infos, und poste estwas, das ich in für den Zinsthread vorgesehen hätte nun hier. Vor allem passt das auch gut hierher:

___________________________________________

Fiat voluntas tua

FIAT MONEY. Den Begriff kennt ihr?
undefined://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_money
Zitat:
Fiat money, ein Geld aus dem Nichts, ist Geld, dessen juristische Deckung durch reale Vermögenswerte entweder nicht vollständig ist oder fehlt. Im Gegensatz zu Warengeld und Kurantmünzen, die einen Eigenwert haben, handelt es sich um stoffwertloses Geld, bei dem keine Deckung in Gold oder ähnlichen Werten vorhanden ist. Stark unterwertige Scheidemünzen, Papiergeld und Buchgeld sind als Fiat money anzusehen.
Die Bezeichnung fiat money (Es werde Geld) ist abgeleitet vom lateinischen fiat lux (Es werde Licht) aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel, der Genesis (1. Mose 1,3).....

Zuerst muss man sehen, dass hinter jedem Euro Schulden auch ein Euro Vermögen für jemand anderen steht. Schulden kann es nur geben, wenn es auch Vermögen gibt und dieses verliehen wird.
undefined://www.geldcrash.de/artikel-schulden.html

Das nahende Ende der Papiergeldzeit
Seit US-Präsident Nixon die letzte schwache Verbindung des Dollars mit dem Gold kappte, indem er die Goldeinlösungsgarantie der USA für die Dollarguthaben ausländischer Zentralbanken beendete, läuft ein menschheitsgeschichtlich einzigartiges Experiment ab: Seit 35 Jahren befinden sich alle Staaten der Erde im reinen Papiergeldstandard (fiat money). Seither hat der Dollar rund 90% seiner Kaufkraft von 1971 eingebüßt. Und seither haben die Zentralbanken und die in ihrer Obhut stehenden (Bruchteilsreserven-) Bankensysteme der USA und der übrigen Industriestaaten Ozeane aus Schein- und Kreditgeld erzeugt. Überall lag das Geldmengenwachstum bei einem Vielfachen des Zuwachses der Güterproduktion. ....
.....
.....
....Das Ende vom Lied: Der Staatsbankrott (ist gleich Massenbankrott der Bürger) oder - letztlich, nach dem Zusammenbruch der Hyperinflation, doch eine lange schwere Depression - oder beides. Wer die Geschichte der Kriege, der Diktaturen und der Revolutionen kennt, weiß, was mit solchen Verelendungszeiten einhergeht. Der große Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek, ein bedächtiger Wissenschaftler von Weltruf, wußte sehr wohl, warum er in seinem letzten Werk so eindringlich die Entstaatlichung des Geldes (Denationalisation of Money, 1976) gefordert hat - und warum er darauf hingewiesen hat, daß es dabei um nicht weniger als um das Überleben unserer Zivilisation gehen werde. Der letzte Satz seines Buches lautet: "Ich wünschte, ich könnte den Rat geben, langsam vorzugehen. Aber die Zeit mag kurz sein." Sie war kurz, denn jetzt ist es zu spät. Die Voodoo-Ökonomen der Neuzeit haben darüber gelacht. Das Lachen wird ihnen noch auf eine schreckliche Weise vergehen; leider uns allen ebenso.
undefined://www.goldseiten.de/content/diverses/arti ... oryid=2874

Henry Ford in einer Privat-Audienz beim Papst: "Heiliger Vater, könnten Sie das PATER NOSTER nicht so ändern, daß da irgendwo das Wörtchen FORD vorkommt?" Der Papst ist entrüstet: "Wo denken Sie hin?!" "Oh, Heiliger Vater, nur ganz unauffällig... Sie können sich denken, ich bin da nicht knauserig..." "Nein, das ist ein Ding der Unmöglichkeit!" "Ich biete Ihnen 10 Millionen Dollar!" Der Papst wird traurig: "Sie betrüben mich, mein Sohn." "Dann," sagt Ford, "sagen Sie mir wenigstens, was Fiat für das FIAT VOLUNTAS TUA bezahlt hat."

[img]undefined://joanongovernment.homestead.com/files/Wizard.gif[/img]

freundliche Grüße

Zurück zu „allgemeine Themen“