Ich hat geschrieben:Ist dieser Artikel leicht ironischer Art?
Hier wird tatsächlich ein falscher Eindruck erweckt. Diese Szene betrifft die
Zabbalīn in Mokattam, der "Müllstadt" von Kairo.
90% der Bewohner der Stadt sind christliche Kopten und "Simon der Schuhmacher" ihr Heiliger. Genau so nennt sich auch der Exorzist und die Felsenkathedrale, in der die Exorzismen stattfinden, ist ebenfalls dem alten Simon gewidmet. Das hier ist eine völlig andere Welt, ein Christen-Ghetto inmitten des vorherrschenden Islam. Und jeder Moslem, der hier um Hilfe sucht, stammt aus den 10% Moslem-Müllis der Stadt. Diese Menschen sind Unberührbare, kein Sheikh würde ihnen helfen. Sie können nur zu den Kopten gehen.
Großmäulig (und zynisch) wird das vom Vater Simon dann in Szene gesetzt. Der behauptet auch genauso großmäulig er hätte schon vier Menschen vom Tode wieder aufstehen lassen.
Wenn man zur Felsenkathedrale will, muß man übrigens durch die ganze Stadt durch. Es gibt keinen anderen Weg. Schon dieser Umstand alleine schließt aus, daß irgendein Moslem aus Kairo hierherkommt.
Thefalus