Ein Wald, innerlich/Seelenwanderung

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von hateme666 » 27. Aug 2007 12:13

Du hast es mal wieder wunderbar interpretiert :knuddel:

von Patrizia » 27. Aug 2007 06:59

Hi Hateme,

wieder mal zwei sehr schöne Gedichte - bravo - :knuddel: , wobei mir Seelenwanderung am Besten gefällt. Es versinnbildlicht für mich, wie das Kind, das in jedem Menschen wohnt, beim Erwachsen werden stirbt, manchmal durch ein einschneidendes Erlebnis. So mancher mag es aber in seinem Herzen bewahren, und ich hoffe, dass ist mir gelungen. Nochmals, Kompliment, sehr schön geschrieben.

von Annari » 26. Aug 2007 12:34

Hi hateme,

das zweite Gedicht "Seelenwanderung" find ich schön geschrieben. Bravo, bravo, bravissimo.

Ich bin zwar nich so der Feen- und Trollfan, ich hab noch keine kichern, wispern, flüstern hören oder Trolle Rad schlagen sehn, wenn ich im Wald spazieren gegangen bin, früher Räuber und Gendarm gespielt oder Mooshütten gebaut hab, aber vielleicht bin ich für sowas auch zu unsensibel. Gibt ja Leute, die Feen reden hören :D Ich hab mir heute früh ne Fliege genauer angeguckt, wie sie Brösel angenoppt hat, mit ihrem Saugrüssel und sich danach die ersten beiden Beine wieder sauber gerubbelt hat, als würde sie sich die Hände waschen.

Ich war mit meinem Kopf so nahe dran, dass ich mich total erschrocken hab, als sich das Viech umgedreht hat und mit ihren Augen angeglotzt hat. Sah aus, als würde mich ne Gasmaske anstarren.

:lol:

Jedenfalls gefällts mir.

LG
Annarhi
__________________________________________
Man muss nich schwimmen können, um sich über Wasser zu halten. Manchmal reicht auch genügend Fettmasse. :D

Ein Wald, innerlich/Seelenwanderung

von hateme666 » 25. Aug 2007 17:32

Anm.: Ich hab die beiden mal zusammen gepostet, da sie Teil der selben Geschichte sind.


Ein Wald, innerlich

Frost,
durchzieht den Wald.
Und Rost,
frisst sich durch das Tor schon bald.

Ein Herzschlag,
nur entfernt liegt es und doch so weit.
Das Zentrum,
des Waldes, der Weiher, schwarz, in Dunkelheit.

Was liegt dahinter?
Was verbirgt sich, was wird sein.
Es zieht mich,
dorthin, zu meiner Seele Keim.

Im Dunklen,
bin ich blind, ich irre umher.
Im tiefsten Wald,
der Emotionen, Geschöpfe, meiner Seele Heer.

Ich verstehe nicht.
Schwarzer Nebel trübt die Sicht,
in der Abstinenz vom Licht,
schlage ich mich durch meiner Seele Dickicht.

Hinein bis zum schwarzen Hain.
Das Tor…




Seelenwanderung

Das Wasser bedeckt vom Nebelschleier.
Vor mir liegt der schwarze Weiher.
Um mich der Wald herum.
Die wispern still und stumm.
Zitternd tauch ich meine Hand hinein.
Die Essenz des puren Schwarz erfüllt mein Sein.

Die Reise beginnt.
Ins Dunkel hinein.
Mein eigner Lebenskeim.
Ein Sternenkind.

Umgeben von Wanden aus toten Gedanken.
Die Türen bewachsen von ihren Ranken.
Die dunkle Kammer erstreckt sich.
Sie tötet mich, ich sterbe innerlich.
In der Ecke sitzt das Kind.
Es sieht mich an, vergeht im Wind.

Gefangen in mir.
Am tiefsten, schwarzen Punkt.
Keine Mauern, nur ein tiefer Schlund.
Hier lebt das Tier.

Zu tief hinein wanderte ich,
um zu erkennen mich.
Hier drinnen ist es schwarz und leer.
Rückkehr gibt es nimmermehr…

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